„Ich wollt’ doch gar nicht bleiben …“
Amerika ist ein tolles Land. Und New York eine tolle Stadt. Dass die Metropole am Hudson River über Jahrzehnte hinweg als Eingangstor für Millionen von Einwanderern gedient hat, braucht man ebenfalls nicht zu erwähnen, ebenso wenig wie die offensichtliche Tatsache, dass noch immer jährlich Zehntausende Menschen aus aller Welt - auf der Suche nach einem besseren Leben für sich und ihre Familien - im „Big Apple“ landen.
Und dennoch: Nicht jeder NY-Besucher hat vor, dort zu bleiben. Vielleicht, weil er es bereits in der Heimat zu etwas gebracht hat. Vielleicht, weil er aus einem Land kommt, in dem man es gar „nicht nötig“ hat, auszuwandern. Oder weil er diese Stadt und dieses Land gar nicht als lebenswert genug empfindet, die Strapazen einer Umsiedlung auf sich zu nehmen, und all das zurückzulassen, was ihn sein Leben lang begleitet hat.
Die amerikanischen Einwanderungsbehörden sehen das freilich anders. Jeder Nicht-US-Bürger, der die Vereinigten Staaten betritt, muss sich zwangsweise bei der „Immigration“ registrieren – mit Foto, Fingerabdrücken, und einer Einreisekarte, in der unter anderem danach gefragt wird, ob man Waffen einführen möchte, oder an einer ansteckenden Krankheit leidet. Um dieses Procedere kommen auch Bürger jener Staaten nicht herum, für die keine Visumspflicht besteht. Und das sind bei Weitem nicht alle EU-Länder, auch nicht die „alten 15“, sondern nur jene Staaten, die ihre Reisepässe mit digital codierten Biometrik-Daten ausgestattet haben. Alle anderen müssen bei einem amerikanischen Konsulat/Botschaft vorsprechen und zahlreiche Beweise vorlegen, dass sie nicht in den USA bleiben möchten.
Das eigentlich lästige ist jedoch die Wartezeit direkt nach der Ankunft am Flughafen. Deshalb mein Tipp: Sofern möglich, lässt man sich beim Check-In einen Sitzplatz in der Nähe des Ausgangs zuteilen, und nach der Landung sollte man sich nicht zu fein sein, die Passagiermassen im Stechschritt zu überholen, um sich möglichst als Erster am Einwanderungsschalter anzustellen. Sonst kann es schon mal bis zu drei Stunden dauern, bis man den Airport endlich verlässt um endlich den Duft der Freiheit im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten zu verspüren. Und: Ist man erst mal drin, sind die Schikanen der Identitätsdurchleuchtung sofort vergessen …











Genau dieses Prozedere hat mich bis jetzt immer von einem Amerika-Urlaub abgehalten.
Mich hält der paranoide Mist auch immer wieder davon ab, nach Amerika zu fahren, aber ich muss mir so nen Bogen jetzt doch mal im Detail anschauen, da werden wohl nur so lustige Fragen gestellt.