Werbung zielgerecht platzieren

27. Mai 2013, admin

Werbung ist etwas, was man heute schon so gestalten muss, damit sie sichtbar ist - das heißt sie muss so platziert sein, damit möglichst viele Verbraucher die Werbung sehen und möglicherweise auch etwa mit ihr anfangen können. Lies den Rest »

Welche Weihnachtsgeschenke kommen am besten beim Geschäftspartner an?

18. Dezember 2012, admin

Jedes Jahr stellt sich auf’s neue die Frage danach: Was schenkt die Firma den Geschäftskunden. Es sollte nicht zu billig wirken und auch nicht zu protzig. Es sollte praktisch sein, was der Kunde vielleicht sogar brauchen kann und es soll uns auch immer wieder gut in Erinnerung rufen. Am besten wäre es, wenn er uns immer präsent hat. Lies den Rest »

Wie die Welt sich doch verändert …

8. November 2008, admin

Was ist nur aus den guten alten Bilderrahmen geworden? Ja, ich meine die, die wir noch hatten, als es auch noch richtige Fotos gab. Für die, die sich nicht mehr an die richtigen Fotos erinnern können: Das waren die, die man mit Magnet-Pins an den Kühlschrank heften konnte. Wie das gehen soll? Na ist doch klar. Mit Fotos auf Papier!

So langsam dämmert’s … Deshalb waren die Fotos damals auch viel lustiger als die von heute, weil man sie nicht zehn Mal gemacht hat um dann die neun schlecht gelungenen Exemplare zu löschen. Und deshalb ist man früher in freudiger Erwartung aus den Ferien heimgekehrt um noch am Ankunftstag nach 14 Stunden Autofahrt die Urlaubs-Filme in der Drogerie zum Entwickeln zu bringen. Filme?

Ja, es waren auch die Zeiten der greifbaren Materialien. Die Worte “virtuell” und “digital” kannte man derzeit eigentlich nur, wenn man regelmäßig Power Rangers kuckte - statt auf Mikrochips hielt man seine Bilder damals noch auf Celluloid fest. Und statt die Fotos per Picture Viewer auf dem Fernseher abzuspielen, legte man ein Album an, das man seinen Gästen zeigen konnte, oder ließ sich Dias anfertigen um aus der Erinnerungsschwelgerei eine Leinwandshow zu machen.

Diese Kette ließe sich unendlich weiterführen. Egal, welche Errungenschaften der modernen Mediengesellschaft man zu preisen versucht - ein bisschen Nostalgie nach dem Althergebrachten schwingt immer mit. Wann diese sentimentale Einstellung angefangen hat, um sich zu greifen, kann man nicht genau sagen. Wahrscheinlich war es ungefähr zu der Zeit, als die Telefonzellen zu reinen Ziersäulen geworden sind, deren einziger Sinn die Werbung auf den LED-Displays zu sein scheint. Display? LED?

Times Square – wo die Nacht zum Tage wird

6. September 2008, admin

Mehr New York geht nichtAuch in den USA hat man mittlerweile begriffen, dass Energie kein unendliches Gut ist, und so muss man es als Großstadt-begeisterter Tourist einfach hinnehmen, dass in den früher rund um die Uhr hell erleuchteten Wolkenkratzern von Manhattan um Mitternacht die Lichter ausgehen. Nur am Times Square, dem inoffiziellen Mittelpunkt dieser Metropole, blinkt und strahlt es zu jeder Zeit in allen erdenklichen Farben.

 

Wo Werbung zur Sehenswürdigkeit wird, zeigt sich America at it’s best. Die Geschäfte am Times Square haben dieses Prinzip verinnerlicht und so reiht sich hier ein Flagship Store an den anderen. Wer jetzt Fashion und Luxusprodukte in den Schaufenstern erwartet, sei allerdings gewarnt, denn es sind fast ausschließlich essbare Handelsgüter, denen man hier ein Denkmal gesetzt hat. Doch die Verpackung macht’s und so kommt es, dass man sich hier zum Beispiel durch über 100 Sorten m&m-Schokopastillen schlemmen oder im absatzstärksten McDonalds-Restaurant des Planeten in einen Burger beißen kann, der hier – obwohl er überall auf der Welt gleich schmeckt – besonders imposant dargeboten wird.

 

Kleiner Tipp: Wer mit einer durchschnittlichen Digitalkamera Fotos vom Times Square machen möchte, sollte kurz vor Sonnenuntergang hierher kommen und den Moment abwarten, in dem der Himmel zwar dunkel genug ist, um die Leuchtreklamen in ihrer ganzen Wirkung einzufangen, aber eben noch genug Tageslicht vorhanden ist, damit man scharfe Bilder ohne Verwackelung zustande bekommt.

 

Und noch ein Hinweis: Wer sich ein obligatorisches I [Herz] NY Shirt mit nach Hause nehmen will, die es am Times Square an jeder Ecke zu kaufen gibt, sollte sie nicht in einem Laden, sondern von einem der Straßenhändler erstehen. Dort sind sie ohnehin billiger, und wer gleich mehrere Exemplare für die Liebsten daheim mitnimmt, bekommt nicht selten Mengenrabatt.

Datenklau im Call-Center

21. August 2008, admin

Dass die multimedial agierende Kommunikationsgesellschaft eines Tages ihre Revanche erhalten würde, war eigentlich klar - schließlich hat sich der Werbedruck auf die Konsumenten seit Jahren ständig erhöht. Dabei hat eigentlich fast niemand wirklich etwas gegen Werbung an sich, denn um zu wissen, was man möchte, ist es sehr hilfreich, wenn man weiß, was es eigentlich gibt. Problematisch wird es nur, wenn man nonstop mit Informationen beliefert wird, die man weder will noch braucht. Das nennt man dann unerwünschte Werbung und die wird im 21. Jahrhundert vorzugsweise per eMail oder telefonisch zugestellt.

Und so hat man zum einen den täglichen Ärger mit dem Aggressive Werbung am TelefonLöschen der unzähligen Angebote für “Replica Watches”, “Generic Viagra” oder “100 Euro gratis fürs Online Casino”. Zum anderen hat wohl jeder schon mal einen Anruf von einer netten Telefondame bekommen, die mit unwiderstehlichen Schnäppchen lockt, aber erst nach 10 Minuten Schwafel-Alarm auf den Punkt kommt, und einem mitteilt, dass sie ein Super-Chance-Jahreslos, ein megagünstiges Zeitschriften-Abo oder einen 1a Handyvertrag inklusive Digitalkamera, Playstation, Flachbildfernseher UND Handy verkaufen möchte. Natürlich ebenfalls zum Spottpreis.

Weil aber mittlerweile jeder weiß, dass man bei solchen Anrufen fast immer übern Tisch gezogen wird, und die Telefonagenten immer öfter erleben müssen, dass aufgelegt wird, bevor sie ihren grandiosen Deal vorstellen konnten, musste sich die Branche was Neues einfallen lassen. Und überhaupt, wieso eigentlich so viel Energie damit verschwenden, die potenziellen Kunden vom Kauf zu überzeugen, wenn man für ein paar Cent deren Kontodaten kaufen und das Geld einfach abbuchen kann? Die Erfolgsquote (d.h. die Rate derer, die die Abbuchung nicht innerhalb von sechs Wochen bemerken um eine Lastschriftrückgabe durchführen zu lassen) ist mindestens genauso hoch wie beim echten Telefonverkauf, nur dass man sich das lästige Quatschen erspart. Und weil der Effekt der selbe ist - man bringt etwas an den Mann, was dieser gar nicht haben will - muss die Call-Center-Mafia nicht mal ein schlechtes Gewissen haben. Zumindest kein schlechteres als sie vorher schon hatte.

Übrigens: Glaubt man den Zeitungen, dann ist es mittlerweile für fast jeden von uns zu spät, denn wir alle haben unsere Seele bereits an einen Datenfischer verkauft, wissentlich oder unwissentlich. Die einzige Möglichkeit, künftig sorgenfrei leben zu können, wäre, sich eine neue Adresse, Telefonnummer und Bankverbindung anzuschaffen, und keines dieser drei Dinge jemals preiszugeben. Tolles Leben.

Wie viel Leben bekommt man … für 39,90?

31. Juli 2008, admin

Er ist reich, schön und ein Arschloch - Octave, der Held von Jan Kounens Film “39,90“, seit heute im Kino zu sehen, ist das Sinnbild des ätzenden Werbefutzis, der alles vermarktet, so lange der Preis stimmt.

Es ist eine Mischung aus Parodie, Satire und Road Movie, gespickt mit rasanten Bildern und voll von mitreißenden Spezialeffekten. Die werden unter anderem dazu verwendet, den permanenten Rauschzustand von Octave und seiner Clique zu beschreiben, zumal Koks, Gras und Halluzinogene ja bekanntlich zu den Grundnahrungsmitteln aller Kreativen gehören. Was sonst könnte der Grund sein, dass Octave seine Werbekonzepte geradezu hinrotzt, und sie dennoch einschlagen wie eine Bombe?

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Erst die Liebe zu Sophie bewirkt eine Veränderung im sonst eher gefühllosen Protagonisten: Plötzlich ist er gar nicht mehr so cool, verplappert und blamiert sich, und weiß nicht so recht mit diesem merkwürdigen Gefühl umzugehen, dank dessen er nun nicht mehr die einzig wichtige Person auf der Welt ist.

Wer ein Leben auf der Überholspur lebt, wird zuweilen richtig bissig, und genau das ist der Tonfall, mit dem sich der arrogante Octave durch sein Pariser Schicki-Micki-Dasein bellt. Rotzfrech, überheblich und dekadent gibt sich das Alter Ego von Romanautor Frederic Beigbeder, dessen Buch die Vorlage für “39,90″ geliefert hat. In dem Wissen, dass einige Begebenheiten des Films auf mehr oder weniger real erlebten Tatsachen beruhen, verspürt der Zuschauer einen zusätzlichen, pikanten Nachgeschmack, bei dem es etwas dauert, bis er nach dem Verlassen des Kinos verflogen ist.

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