Botanicalls-Kit

5. Dezember 2008, admin

GruenlilieDieses Weihnachtsgeschenk hat garantiert noch niemand bekommen: einen Pflanzenkommunikator. Studenten der New York University haben das moderne Gerät entwickelt, damit auch jene Menschen, die das Gießen sonst gern vergessen, künftig ordentlich mit ihrem grünen Zierat umzugehen lernen.

Vom Prinzip her funktioniert der so genannte “Botanicalls Twitter” wie ein normaler Feuchtigkeits-Sensor, den man in den Blumentopf steckt, um zu sehen, wie viel Wasser noch in der Erde steckt. Alles weitere ist jedoch mehr als revolutionär. Übers Internet leitet das Gerät die Information an den Micro-Blogging-Service Twitter weiter, wo die Meldung im eigenen Account gespeichert wird. Eine coole Sache, wenn man bedenkt, dass man so auch vom anderen Ende der Welt aus immer im Blick hat, ob die Nachbarin ihrer Aufgabe, während des Urlaubs ab und zu nach den Pflanzen zu sehen, auch tatsächlich nachkommt.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - dieses altbewährte Motto stellt sich immer wieder als wahr heraus. Um in Sachen Pflanzen wirklich alles unter Kontrolle zu haben, kann man die jeweilige Twitter-Meldung auf aufs Handy weiterleiten lassen. So kann man sogar bei einer Wüstensafari in der Sahara den Durst seiner grünen Freunde in der Heimat im Auge behalten, während man selbst kurz vor dem Austrocknen steht.

Das einzige Manko des Botanicalls-Kit als Weihnachtsgeschenk, ist dass es sich eben nur um ein Kit, also um einen Bausatz handelt. Ein bisschen technisches Geschick sollte man also schon mitbringen, allerdings ist die Bedienungsanleitung laut Hersteller sehr ausführlich, und man bekommt sämtliche notwendigen Teile mitgeliefert. Nur ein Löt-Gerät muss man noch auftreiben.

Das Waterfront-Prinzip

22. November 2008, admin

Waterfront” - mit diesem Wort verbinden viele den Gedanken an Urlaub im Süden, an malerisch gelegene Städte, idyllisch zwischen Wasser und Land getupft. Kapstadt hat eine, Honululu hat eine und Dubai bekommt bald eine dazu. Kein Wunder, dass auch deutsche Städte nun nachziehen und ihren Ufergebieten, je nach Lage am Fluss, See oder Meer gelegen, ein neues Gesicht verleihen wollen um dem umgestalteten Quartier anschließend den Stempel “Waterfront” aufdrücken zu können.

Offensichtlich kommt eine attraktive Stadt heute gar nicht mehr ohne eine “Waterfront” aus, deshalb schauen wir doch mal, was wir in dieser Hinsicht zu erwarten haben in den nächsten Jahren.

Hamburg

Die Bauarbeiten am neuen Stadtteil HafenCity sind in vollem Gange - das Viertel hat bereits deutlich an Gesicht gewonnen. Die eleganten wie modernen Wohn- und Bürogebäude direkt am Elbufer werden bald zu den Top-Immobilien der Hansestadt gehören und vereinigen sich mit den Promenadeanlagen am Wasser zu einer “Waterfront”, die sich gewaschen hat.

Duisburg

Obwohl eine wichtige Hafenstadt mit knapp einer halben Million Einwohner, lässt Duisburg bis dato den Charakter einer Metropole vermissen. Der hier geplanten “Waterfront” soll deshalb eine Marina für Privatboote angeschlossen werden, um bald auch die gehobenere Klientel in die zentrumsnahe Hafengegend zu locken. Zusätzlich werden Wohnungen, Handelsflächen und ein Hotel am Rheinufer entstehen.

Bremerhaven

Zu den wesentlichen Landmarks der im Bau befindlichen “Havenwelten”, jenem neuen Quartier, das gerade am Weserufer entsteht, gehört das Atlantic Hotel Sail. Mit seiner an das Burj al Arab in Dubai erinnernden Segelform sticht es deutlich aus der Skyline Bremerhavens heraus. Außerdem entstehen dort modernistische Gebäuder für Büros und Wohnungen.

Mal sehen, was uns in den kommenden Jahren noch an Waterfront-Projekten in Deutschland erwartet. Zu hoffen bleibt nur, dass man die Idee vom Wasser-nahen Wohnen nicht derart ausreizt, dass das durchaus attraktive Konzept am Ende seine Exklusivität verliert.

Seitenanfang

Seitenanfang