Cool & günstig übernachten: Couch Surfing

20. Januar 2009, admin

CouchBed & Breakfast war gestern - heutzutage surft man von Couch zu Couch, wenn man günstig verreisen und dabei auch noch nette Einheimische kennen lernen möchte!

Das Social Network Portal www.couchsurfing.com verbindet junge Menschen, die mit wenig Budget möglichst viel rumkommen möchten. Jeder, der ein Gästebett zu Hause rumstehen oder noch ein Plätzchen auf dem Sofa als Schlafplatz anzubieten hat, kann sich online anmelden. Auch, wer nur nette Leute auf der Durchreise zu einem Kaffee oder zum Duschen zu sich nach Hause einladen möchte, ist willkommen - im Gegenzug stehen einem dann knapp 1 Million Schlafmöglichkeiten bei anderen Couch Surfern auf der ganzen Welt zur Verfügung.

Couch Surfing ist natürlich eine intime Angelegenheit: Man lässt praktisch fremde Leute in seiner Wohnung übernachten, oder trifft sich mit Unbekannten, um sie in der eigenen Heimatstadt herumzuführen. Das kostet natürlich Überwindung, zumal man sich ja nie sicher sein kann, WER da kommt. Deshalb legen die Macher des Portals Wert darauf, dass jeder User sich zu der grundlegenden Philosophie des Projekts bekennt - Couch Surfing ist kein Dating-Portal, sondern ein Netzwerk zur Förderung interkultureller Verständigung.

Obendrein ist die ganze Angelegenheit natürlich wahnsinnig cool, weil man - abgesehen von der finanziellen Ersparnis, die in besonders teuren Destinationen enorm sein kann - nicht wie ein doofer Tourist ohne Ziel und ohne Plan durch seinen Urlaubsort streunen muss, sondern sich Tipps von Einheimischen für alle möglichen Aktivitäten geben lassen kann. Und wenn man am Ende tatsächlich auf einer Wellenlinie liegt, entstehen nicht selten echte globale Freundschaften.

Bella Bologna

16. Januar 2009, admin

BolognaIn Italien gibt es wahrlich viele bezaubernde Städte. Schade, dass eine der schönsten von ihnen bei vielen Urlaubern gar nicht auf dem Plan steht: Bologna.

Wer wissen will, warum gerade Bologna das Städtereise-Ziel schlechthin für Reisen Italien sein soll, rollt den Vergleich mit den anderen Top-Destinationen in Italien am Besten von den Nachteilen her auf. Denn - wie gesagt - die generelle Attraktivität aller italienischen Metropolen ist eine Tatsache, an der ich gar nicht rütteln möchten. Leider ist es aber so, dass beispielsweise Mailand trotz seiner beeindruckenden Bauwerke zu teuer, zu grau und zu snobby ist um einem einen wirklich angenehmen Urlaub zu bescheren. Florenz ist da schon wesentlich entspannter, allerdings ändert sich dieser Eindruck, wenn man mal 6 Stunden in der Warteschlange vor den Uffizien-Galerien verbracht hat. Generell ist die toskanische Kapitale zu überlaufen. Wo wir auch gleich bei Rom wären: Als antike Wiege der europäischen Kultur Italiens Hauptstadt derart stark von Besuchern frequentiert, dass man sich, zusätzlich zum latenten Verkehrschaos auf den Straßen, auch noch auf dem Fußweg durchboxen muss, um einen Fuß vor den anderen zu kriegen. Bei sengender Hitze von April bis September macht die ganze Sache sogar noch weniger Spaß. Nun bliebe ja eigentlich nur noch Neapel, aber hier brauchen wir ja gar nicht erst mit großen Erklärungen anzufangen: zu dreckig, zu gefährlich, zu laut.

Aber was ist denn nun mit Bologna? Die an sich vor allem vom Mittelalter geprägte Stadt glänzt immer wieder durch eingeschobene Prunkbauten aus anderen Epochen, von Barock über Renaissance bis Klassik und Moderne. Wer Kirchen, Klöster, Palazzi und Denkmäler anschauen möchte, kann das hier also zur Genüge tun. Dazu kommt aber, dass man in der größten Stadt der Emilia-Romagna, welche in Sachen Kulinarik zu den Top-Level-Regionen gehört, vorzüglich speisen kann. Das Preisniveau ist fast überall absolut fair, von Touri-Wucher bleibt man in der Regel verschont. Dennoch ist der Lebensstandard mit der höchste in ganz Italien, weshalb die Stadt stets sauber und herausgeputzt wirkt und der ordnungsliebenden Mentalität der Norditaliener in jeder Hinsicht Rechnung trägt. Der einzige Haken an Bologna ist, dass sie im Sommer wie leer gefegt wirkt. Die Bolognesi haben nämlich selbst noch nicht ganz verstanden, was sie an ihrer Heimat haben  ;-)

Athen: Wo sind die weißen Rosen?

1. August 2008, admin

London, Paris, Berlin, Stockholm, Rom, Madrid - man mag meinen, dass eigentlich jede europäische Hauptstadt dank Jahrhunderte alter Geschichte eine Reise wert sei. Sogar die etwas kleineren Kapitalen, wie Dublin, Bratislava oder Tallinn, haben stark zugelegt, was den Tourismus betrifft, denn jede von ihnen verfügt über sehenswerte historische Bauwerke oder punktet mit erfrischendem Lifestyle bei kleinen Preisen.

“Warum fährt eigentlich keiner nach Athen,” habe ich mich kürzlich gefragt und prompt einen Flug in die griechische Hauptstadt gebucht. Immerhin gibt es diese Metropole schon seit einigen TAUSEND Jahren: Hier befindet sich die weltberühmte Akropolis, hier liegt der Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit, ganz zu schweigen vom modernen Stadion der Olympiade 2004. Hier habe ich geglaubt, den Lifestyle einer großen Kultur aufzuspüren, die ich wegen ihrer unvergleichlichen Errungenschaften schon immer geschätzt habe. Dass ich die Sache völlig naiv angegangen war, sollte ich jedoch erst nach meiner Ankunft erfahren.

Vom Flughafen war ich zunächst positiv überrascht - ein moderneres Terminal hatte ich selten gesehen. Alles blitzblank, granitgefliest, wie es sich gehört im Land der Marmortempel. Auch die Fahrt mit der U-Bahn in die City war mehr als angenehm, der Zug kam pünktlich, war sehr sauber und nigelnagelneu. Umso mehr freute ich mich nun auf die alten Sehenswürdigkeiten, die mich in der City erwarteten.

Pustekuchen. Schon beim ersten Spazierdie chaotische Hauptstadtgang entpuppte sich die Hauptstadt der Hellenen als Bilderbuch-Moloch. Die Baumasse entstammt größtenteils den 60er Jahren, wann immer man ein klassizistisches Palais entdeckt, wird der Ausblick durch links und rechts emporragende Plattenbauten versaut. Einzig die Straßenzüge des Plaka-Viertels, welches sich rund um den Akropolis-Hügel ziehen, verströmen alteuropäisches Flair. Ansonsten ist die Atmosphäre in Bezug auf die Stadtgestaltung eher postsozialistisch, lediglich durch das permanente Verkehrschaos wird man daran erinnert, dass man sich in Südeuropa befindet.

Das heißt aber nicht, dass es in Athen keine Sehenswürdigkeiten gäbe. Parlament, Universität, Altstadt, Olympia sind allesamt eine Reise wert. Aber eben nur eine Durchreise, denn in 1-2 Tagen ist man mit dem Programm auf jeden Fall durch. Die eigentliche Frechheit ist, dass Athen verdammt teuer ist. Ein Cappuccino für 4,50 EUR oder eine Portion Fisch im Restaurant für 35 EUR finde ich schon happig.

Aber eines können die Athener wirklich: Feiern. Mal wieder hat sich meine Theorie bestätigt, dass die Clubs einer Stadt umso besser sind, je unwirtlicher der Lebensraum an sich. Bestes Beispiel ist das Akrotiri, direkt am Golf von Glyfada gelegen, mit Blick aufs Meer und die glitzernden Lichter der nächtlichen Großstadt. Zu schallenden Beats wird hier unter freiem Himmel getanzt, bis die Sonne aufgeht! Preisklasse: sündhaft.

Billiger Citytrip dank Hostels

16. Juli 2008, admin

Zugegeben, eigentlich vertrete ich eher das Urlaubsmotto, dass es mir in den schönsten Wochen des Jahres besser gehen sollte als Zuhause, in Bezug auf Komfort, Wohnstandard, etc. Wenn ich schon meinen Alltag nicht in einem Palast verbringen darf, wo mir das Frühstück ans Bett gebracht und die Minibar täglich gefüllt wird, dann doch wenigstens in den Ferien. Vor allem im so genannten Badeurlaub, wo Entspannung und “Dolce Farniente” wichtiger sind als das eigentliche Reiseziel, verteidige ich dieses Credo nach wie vor.

Da ich in letzter Zeit jedoch öfter mal auf Städtereise gegangen bin, habe ich mich aus Kostengründen meist fürs Hostel entschieden. In Köln, Berlin, oder Hamburg ist es sonst kaum möglich, zu einem anständigen Preis in zentraler Lage unterzukommen. In Erinnerung an meinen Zivildienst in einer eher klassischen Jugendherberge mit vielen Schulgruppen und eher heruntergekommenem Flair zögerte ich zunächst, nahm schließlich jedoch all meinen Mut zusammen und buchte mich in einem Hostel ein. Meine Wahl fiel auf eines, dass auch Einzelzimmer mit Dusche/WC anbot. Angekommen am Ziel war ich positiv überrascht, wie ansprechend die Herberge eingerichtet war - auch das Zimmer selbst war spartanisch, aber modern ausgestattet und sehr gepflegt.

Mittlerweile gehe ich immer dann in die Jugendherberge, wenn ich zum Sightseeing, Shoppen oder Partymachen in eine andere Stadt fahre. Bei solchen Trips komme ich sowieso nur zum Schlafen, Duschen und Umziehen in meine Unterkunft. Und dafür taugen die Low-Budget-Hotels allemal.

 

 

Gummi-Clogs: Der abscheulichste Trend des Sommers

22. Juni 2008, admin

Wer im letzten Jahr in Italien, Griechenland oder Spanien seinen Urlaub verbracht hat, kann sich vielleicht noch daran erinnern: Neongrüne, -gelbe, -pinke Gummischuhe, extravagant gelöchert, zierten dort die Füße sonnenhungriger Nordlichter. Abgesehen zu dem herrlichen Kontrast, den sie im Wechselspiel mit dem leuchtenden Sonnenbrand des Träger erzeugten, konnten man dieser Ausgeburt an Geschmacklosigkeit nicht viel abgewinnen. Aber man ist ja in den Ferien, und da darf man schließlich auchmal Sandalen mit Socken tragen, also warum nicht auch Gummi-Clogs?

Doch wie jede Seuche aus südlichen Gefilden, ist auch diese Epidemie von den Urlaubern eingeschleppt worden. Versteckt in Flugzeugen, Fährschiffen und Kofferräumen haben es der T-Virus (T steht in diesem Fall für “Tasteless”) - ein extrem wandelbarer Erreger, der jährlich neue Formen annimmt - bis nach Deutschland geschafft.

Ob beim Friseur, im Supermarkt oder im Büro - überall leuchtet und quietscht es, ein eindeutiges Zeichen, dass die Kontamination nicht mehr zu stoppen ist …

Crocs

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