Spirituelle Geschenke

3. Dezember 2008, admin

Indianischer TraumfaengerAuch, wenn der Papst das bestimmt nicht gerne hört: Weihnachten hat den Status eines rein christlichen Festes längst überwunden. In multikulturellen Gesellschaften feiert man die Feste, wie sie eben fallen, und so kommt es, dass der Weihnachtszauber - gerade in den Metropolen, wo Menschen verschiedener Religionen auf engem Raum zusammen leben - auch diejenigen in seinen Bann zieht, die die Bibel nur vom Hörensagen kennen.

Esoterische Geschenke oder Symbole anderer Religionen, die eine mystische Ausstrahlung auf uns haben, werden deshalb immer beliebter als Geschenk zum Geburtstag Jesu. Da wäre zum Beispiel der Traumfänger, der gemäß schamanischer Tradition eine beruhigende Wirkung auf Schlafende haben soll, so dass sie nicht mehr von Albträumen gequält werden. Je nach Ausführung ist der handgefertigte, mit Vogel-Federn verzierte Kultartikel in allen möglichen Größen und Preisklassen zu haben.

Gern gesehen sind auch Buddha-Statuen. Da sich der Glaube an die Lehren von Siddharta nach eigener Auffassung auch mit anderen Religionen vereinbaren lässt, zieren die “Götzenbilder” des fröhlich dreinschauenden dicken Mannes mittlerweile jedes zweite Wohnzimmer und erfüllen zahlreiche Besitzer mit neuer Lebensfreude.

Ebenso spirituell ist die “Hand der Fatma”, ein beliebter Talisman aus dem muslimischen Kulturkreis. Wer schon mal in der Türkei, Ägypten, Tunesien oder Marokko seinen Urlaub verbracht hat, dürfte sie des Öfteren auf einem Bazar oder Souk gesehen haben: eine blaue Hand aus Glas oder Edelsteinen mit einem Auge auf der Handfläche. Sie soll vor bösen Geistern, Flüchen und sonstigen negativen Einflüssen schützen. Dass sie nichts mit Weihnachten oder dem Christentum zu tun hat, sollte uns nicht stören, denn sie macht sich auch gut als Schmuckstück.

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