Freaky Fisch

26. Oktober 2008, admin

verschiedene Sushi-SortenSushi ist doch wirklich etwas feines. Nach einigen Jahren der Gewöhnung kann mittlerweile sogar der größte Fischhasser mit den kleinen leckeren Reisrollen etwas anfangen, auch wenn sie dann vielleicht nicht mit Meeresgetier sondern vegetarisch gefüllt sein sollten.

Das Schöne an Sushi ist nicht nur seine inhaltliche Vielfalt (Thunfisch, Lachs, Fliegenfisch, Surimi, Krabben, etc.), sondern auch - und vor allem - die vielen Gestaltungsvarianten: Als Maki bezeichnet man die typischen Seetangrollen (Nori), die mit Klebreis, Fisch und oft auch noch mit einer Gemüseart gefüllt sind. Das Maki gibt es auch “inside out”, heißt: Der Fisch wird ins Noriblatt gewickelt und der Reis außen dran geklebt, dann noch kurz in knallorange-farbenem Rogen gewälzt, und fertig ist das Gaumen- und Augenspektakel. Die abgespeckte Version von Sushi heißt übrigens Sashimi, wobei man hier gänzlich auf den Reis verzichtet, was die ganze Angelegenheit in eine kohlenhydratfreie Diätmahlzeit verwandelt … und leider besonders teuer ist.

A propos teuer: Sushi ist - sofern es frisch und gut zubereitet wird - immer ein kostspieliges Vergnügen. Wer sich den Genuss dennoch regelmäßig gönnen möchte, sollte sich deshalb überlegen, die Fisch-Reis-Kombo zu Hause zuzubereiten. Keine Angst, so schwer ist das nicht. Im Gegenteil: Es macht sogar richtig Spaß.

Rezepte für Sushi findet man im Internet zuhauf. Mein Tipp für den Zutaten-Einkauf: Nur im Asialaden einkaufen, denn die Supermarkt-Produkte sind meist wenig authentisch. Den Fisch sollte man gefroren kaufen, kurz antauen lassen und gut gekühlt verarbeiten, dann kann man die fertig zubereiteten Häppchen ruhig ein paar Stunden stehen lassen, ohne Angst vor einer Vergiftung haben zu müssen.

Tokio - das Herz Japans

3. Oktober 2008, admin

Tokio SkylineDerzeit ist viel von der neuen Weltmacht China die Rede und alle Welt schaut auf die neuen Metropolen des ostasiatischen Riesenreiches, Peking und Shanghai. Dass dort nicht alles Gold ist, was glänzt, wissen wir alle, doch wir sehen darüber hinweg, denn wo das große Geld lockt und der Glamour des Kapitalismus über allem strahlt, interessiert uns sonst meist nicht mehr viel.

Schade, dass wir so lange keinen Blick mehr auf die Stadt geworfen haben, die schon Jahrzehnte zuvor sinnbildlich für den Aufstieg asiatischer Länder in den edlen Kreis der Wirtschaftsmächte gestanden hat: Tokio.

Mit 35 Millionen Einwohnern in der Metropolregion stellt sie nämlich bis heute alles in den Schatten, was die Mega-Cities ihrer Nachbarn zu bieten haben. Der Lifestyle in der japanischen Kapitale ist extrem progressiv - man spürt, dass hier das Herz des ganzen Landes schlägt. Business und Muße, Mode, Musik und Archtitektur treten hier in derart heftigen Superlativen zu Tage, dass sich unsere europäischen Städte ruhig noch eine ordentliche Scheibe davon abschneideden könnten.

Das höchste Gebäude der Stadt ist der Tokyo Tower, eine Art japanisches Double des Eiffelturms, dank rot-weißen Anstrichs und 10 Metern mehr Höhe allerdings noch einen Tick auffälliger, weshalb das Ding auch gar nicht nach Paris passen würde. Doch es ist, wie bei fast allen in den Himmel ragenden Häusern in Tokio, nicht die Archtitektur an sich, die einen umhaut. Erst nachts, wenn die Beleuchtungen und Neon-Reklamen nach und nach eingeschaltet werden, erkennt man die wahre Ästhetik der modernen Mega City. Den Vergleich mit dem New Yorker Times Square muss die japanische Hauptstadt garantiert nicht scheuen, eigentlich ist Tokio sogar noch viel greller.

Nicht minder spektakulär ist auch das alte Tokyo mit seinen Palästen, Schreinen und … dem Hauptbahnhof. Die zentrale Station für Züge und Regionalbahnen verblüfft insbesondere deshalb, weil sie so gar nicht unserem Klischee von asiatischer Bauweise entspricht. Das langgestreckte Backsteingebäude erinnert mit seinen Stuckelementen eher an typisch norddeutsche, britische oder Benelux-Architektur. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb ist er besonders schön …

Wenn man schon mal da ist, sollte man sich natürlich auch kulinarisch austoben in Tokio. Sushi ist hier leider noch teurer als bei uns, schmeckt allerdings tausend mal besser. Die Einheimischen bevorzugen mittlerweile immer öfter “Exotisches” wie deutschen Braten oder Hamburger. Dass die Japaner viel besser Buletten braten können als die Amis, beweist MOS Burger. Die Imbisskette setzt bei ihren Brötchen auf absolute Frische. ITADAKIMASU!

 

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