Flatiron Building - ein echter New Yorker

12. September 2008, admin

Fuller BuildingWo auch immer man in New York unterwegs ist, immer wieder entdeckt man ein Gebäude, einen Park oder ein Denkmal, das man aus Filmen oder von Bildern kennt. So richtig überrascht ist man eigentlich nur von den tatsächlichen Ausmaßen der Stadt - alles andere ist irgendwie, als wäre man schonmal da gewesen.

Dieses Gefühl hat man auch beim Flatiron Building. Die wie eine Bügelfalte zusammenlaufende Form des grazilen Fuller-Hochhauses erinnert sofort an die “Spiderman”-Spielfilme und den Vorspann von “Sex and the City”, und schon wieder fühlt man sich nicht als Tourist, sondern so, als wäre man nach langer Abwesenheit endlich zurück zu Hause. 

Zusammen mit den anderen, für amerikanische Verhältnisse historischen Gebäuden rund um den Madison Square Park, ist das Flatiron Building auf jeden Fall ein echtes städtebauliches Highlight, auch wenn es mit nur 8 Stockwerken geradezu lächerlich klein ist. Schließlich befindet sich das Empire State Building in unmittelbarer Sichtweite …

Sex and the City

16. Juni 2008, admin

Was soll man von einem Film halten, der die Hälfte der Weltbevölkerung von vornherein ausschließt? Nein, das ist keine dieser abgedroschenen Parolen, die helfen sollen, dass die Partnerin endlich auf Fußball umschaltet - “Sex and the City” ist in der Tat ein Movie fürs weibliche Geschlecht.

Bei der Serie haben wir Männer uns ja bereits das Maul zerrissen: “Da geht’s doch nur um Schuhe”, ”Wenn sie einen Mister Big sucht, kann sie auch zu mir kommen” und “Wer ist eigentlich dieser Manolo?” sind die Kommentare, die männliche Großmäuler immer wieder gerne ablassen, wenn es um Carrie, Samantha,  Charlotte und Miranda geht. Doch in Wirklichkeit hat doch fast jeder von uns die eine oder andere Folge gesehen - in der Regel, ohne dazu gezwungen zu werden.

Der ironische Humor und die erschreckende Vorstellung, dass die eigene Verflossene sich mit ihren Mädels so ungeniert über jede gemeinsam erlebte sexuelle Peinlichkeit auslässt, hat uns immer wieder dazu getrieben, sich das New Yorker Vamp-Quartett (da schreit jetzt wahrscheinlich jede Frau laut auf) auf den Schirm zu holen. Am Ende stellte sich dann stets das befriedigende Moment ein, in dem klar wurde, dass “solche” Frauen den Mann fürs Leben niemals finden werden.

Ganz anders im Film: Der eine oder andere durch schmutzige Witze verursachte Lacher, wie man es aus den TV-Episoden kennt, ist schon dabei. Der eigentliche Reiz, den “Sex and the City - die Serie” auf Männer ausgeübt hat - jene Schadenfreude gegenüber den bösen, selbstbewussten Frauen - wird allerdings ausgebremst. Warum haben alle vier ihre große Liebe doch noch gefunden? Und wieso zum Teufel heiratet Carrie?

Männer, die sich SatC im Kino angeschauen, wollen einfach nur eine Verlängerung des enttäuschenden Beziehungs-Wirrwarrs sehen, wie sie es aus dem Fernsehen kannten, sprich: Die (missglückte) Suche nach der großen Liebe. Für uns wird der Film genau an dem Punkt uninteressant, wo die Damen die Bestimmung der ganzen Geschichte entdecken: dem Finden der großen Liebe. 

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