Gemütlichkeit nach Gothic-Art

4. April 2009, admin

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, jeder empfindet nun mal etwas anderes als schön. Dass nicht jeder seinem Haus einen düsteren Look verpassen möchte, ist auch legitim, doch wenn man das will, gibt es jetzt den perfekten Online-Shop dazu: “Böser Wohnen” bietet alles, was das Gothic-Herz begehrt.Sarg

Endlich können auch Gruftis und Dark-Waver sich in ihren vier Wänden kreativ ausleben, ohne auf das Do-it-yourself-Prinzip angewiesen zu sein. Musste man früher noch Omas Jesus-Kreuz mit einem Haken auf der Unterseite versehen, um ihm einen satanistischen Look zu verpassen, oder seine Möbel in aufwendiger Handarbeit in dunklen Tönen lasieren, bestellt man heute alles ganz bequem im Internet. 20 Kategorien bieten eine große Auswahl an mehr oder weniger einzigartigen, in jedem Fall aber außergewöhnlichen Haushaltsartikeln, vom Voodoo-Zahnstocherhalter bis zum schwarzen Klopapier, vom Schlaf-Sarg bis zur Patchouli-Duftkerze.

Neben diversen Accessoires fürs eigene Heim eignet sich der Shop von boeser-wohnen.de auch perfekt, wenn man auf der Suche ist nach einem Geschenk für jemanden, der auf der dunklen Seite des Lebens weilt. Ob schwarz-gefärbte Gänseeier fürs Osternest, einen Santa-Claus am Strick für den Weihnachtsbaum oder aufwendige Grabgestecke für die Haustür - hier findet man endlich mal wieder Präsente, die alles andere als 08/15 sind.

Das Schönste an der Sache ist jedoch, dass man sich auch als Nicht-”Gothiker” endlich mal in dieser für viele gänzlich unbekannten Szene umsehen kann. Denn nicht alles, was die düsteren Nachtgestalten schön finden, ist so abgefahren, dass man es sich selbst nicht in die Wohnung stellen würde. Barocke Servietten, schwülstige Bilderrahmen und schmiedeeiserne Bettgestelle sind schließlich gerade voll im Trend, und nun ratet mal, wer’s erfunden hat  … :-)

Heimatgefühl auf der 5th Avenue

28. September 2008, admin

Deutsche NationalfarbenDer September steht in New York stets im Zeichen der “German Americans” und ihres Ursprungslandes. Auch dieses Jahr füllten verschiedene Veranstaltungen mit Deutschland-Bezug die Stadt-Agenda, doch das eigentliche Highlight wartete - wie immer - am Schluss: die Steuben-Parade. Dieser Trachtenumzug entlang der Fifth Avenue erinnert an den aus Preußen stammenden General von Steuben und seine Verdienste im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Lederhos’n und deutsches Bier, Blasmusik und Schuhplattler sind ebenso ein fester Teil der Steuben Parade wie Karnevalsgarden, Schützenmarsch und Funkemariechen. Die bunte Mischung aus deutschen Bräuchen verschiedener deutscher Regionen ist witzig, haut einen aber auch nicht um. Der Wesentliche Unterschied zu einer deutschen Parade ist wohl, dass bei uns um einiges mehr getrunken werden würde.

Lustig ist es trotzdem gewesen. Verblüfft war ich jedoch, als ich später am Abend - eher zufällig - bemerkte, dass die Spitze des Empire State Buildings in den deutschen Nationalfarben beleuchtet wurde. So sieht deutsch-amerikanische Freundschaft aus.

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