Duft nach Maß

24. Oktober 2008, admin

Wer in einen Club geht, um zu wohlfeilen Klängen das Tanzbein zu schwingen, möchte dort in der Regel alle seine / ihre Sinne betören lassen. Vom Hören mal abgesehen, ist eine Partynacht normalerweise auch was fürs Auge. Je nach Szene stylen sich die Gäste vorher entsprechend auf - schließlich soll auch das Sehen eine Freude sein beim Ausgehen. Was das Schmecken angeht, so weiß der durchschnittliche Feiermeier ebenfalls genau, was er will: Cocktail, Longdrink oder einfach nur ein kühles Blondes.

Zu den vernachlässigten Wahrnehmungsgenüssen beim Diskobesuch zählten bislang zum einen das Fühlen. Dies erschließt sich nämlich meist nur denen, die beim Flirten gekonnt mit dem anderen Geschlecht umzugehen wissen, bzw. - in negativer Hinsicht - jenen Gästen, die aufgrund widriger Umstände in einen gewalttätigen Konflikt verwickelt werden und dabei schmerzhaft berührt werden.

Was jetzt noch bleibt ist das Riechen. Auch diesen Sinn konnte man bisher nicht wirklich als Wonne bezeichnen, denn die Gerüche in einem Club ließen dank überhöhter Schweißproduktion und einer mit fortschreitender Uhrzeit steigenden Anzahl an verschütteten Drinks bisher stark zu wünschen übrig. Gut, dass es jetzt den Duft-DJ gibt.

Ein Aroma Jockey, so wie DJ ODO7 aus den Niederlanden (ja genau, mal wieder ist es ein Holländer, der Innovationen ins Partybusiness bringt - siehe Club Watt), ist einzig und allein dafür zuständig, dass es in der jeweiligen Location jederzeit gut riecht. Er versprüht ätherische Öle durch die Disko, jeweils passend zur Stimmung, Musik und dem ”Grundgeruch”. So wird die Party zum echten Allround-Erlebnis, das exklusiver kaum sein könnte.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis dieser Trend auch nach Deutschland überschwappt …

 

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