Safer Clubbing

26. August 2008, admin

Das soll mal einer sagen, Vereinsmeierei wäre ein typisch deutsches Phänomen. Auch die Schweizer haben einen Hang zum Organisieren, und das hat sich mittlerweile sogar in der eidgenössischen Clubkultur niedergeschlagen: Safer Clubbing heißt der Verein, der sich mit allen Fragen rund ums Partymachen befasst.

“Es gibt wohl kein Club, in dem nicht Alkohol und/oder Drogen konsumiert werden, es gibt wohl kein Clubteam, dass nicht ab und zu Probleme mit gewalttätigen Gästen hat, es gibt wohl kein Club, der als Treffpunkt für junge Menschen die HIV Problematik guten Gewissens einfach ignorieren kann.”  weiterlesen …

Dieser Annahme folgend, steht Safer Clubbing für eine hochwertige Clubkultur, die ihre Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließt, sondern versucht, diese positiv zu beeinflussen. Entstanden ist die Initiative 2003 in Zürich, mittlerweile ist sie auch in Bern, Winterthur, Basel sowie in Luzern aktiv und wird vom Schweizer Staat finanziell gefördert.

Info-Kampagnen und Personalschulungen gehören zu den wesentlichen Aufgaben von Safer Clubbing. So stellen sie einerseits den direkten Kontakt zur Partycrowd her und greifen andererseits den Veranstaltern bei der Organisation ihrer Events unter die Arme. Hier sind es vor allem die guten Kontakte zu den jeweils zuständigen Behörden, mit denen Safer Clubbing dazu beiträgt, verwaltungstechnische Probleme schon im Vorfeld auszuräumen.

Seine Legitimation zieht das Projekt aus dem Erfolg der letzten Jahre: Prävention, Selbstkontrolle und Qualitätssicherung haben sich in den jeweiligen Einflussgebieten bereits deutlich verbessert, so dass immer mehr Regionen sich dem Verein anschließen. Wenn das mal keine tolle Idee aus der Schweiz ist …

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