Cool & günstig übernachten: Couch Surfing

20. Januar 2009, admin

CouchBed & Breakfast war gestern - heutzutage surft man von Couch zu Couch, wenn man günstig verreisen und dabei auch noch nette Einheimische kennen lernen möchte!

Das Social Network Portal www.couchsurfing.com verbindet junge Menschen, die mit wenig Budget möglichst viel rumkommen möchten. Jeder, der ein Gästebett zu Hause rumstehen oder noch ein Plätzchen auf dem Sofa als Schlafplatz anzubieten hat, kann sich online anmelden. Auch, wer nur nette Leute auf der Durchreise zu einem Kaffee oder zum Duschen zu sich nach Hause einladen möchte, ist willkommen - im Gegenzug stehen einem dann knapp 1 Million Schlafmöglichkeiten bei anderen Couch Surfern auf der ganzen Welt zur Verfügung.

Couch Surfing ist natürlich eine intime Angelegenheit: Man lässt praktisch fremde Leute in seiner Wohnung übernachten, oder trifft sich mit Unbekannten, um sie in der eigenen Heimatstadt herumzuführen. Das kostet natürlich Überwindung, zumal man sich ja nie sicher sein kann, WER da kommt. Deshalb legen die Macher des Portals Wert darauf, dass jeder User sich zu der grundlegenden Philosophie des Projekts bekennt - Couch Surfing ist kein Dating-Portal, sondern ein Netzwerk zur Förderung interkultureller Verständigung.

Obendrein ist die ganze Angelegenheit natürlich wahnsinnig cool, weil man - abgesehen von der finanziellen Ersparnis, die in besonders teuren Destinationen enorm sein kann - nicht wie ein doofer Tourist ohne Ziel und ohne Plan durch seinen Urlaubsort streunen muss, sondern sich Tipps von Einheimischen für alle möglichen Aktivitäten geben lassen kann. Und wenn man am Ende tatsächlich auf einer Wellenlinie liegt, entstehen nicht selten echte globale Freundschaften.

Per Mitfahrgelegenheit durch Deutschland

8. Oktober 2008, admin

Deutschland gehört zu den größten Staaten in der EU und dennoch ist man bei Inlandsreisen in der Heimat auf fast allen Strecken immer noch am schnellsten unterwegs, wenn man sich ins Auto setzt, anstatt mit dem Zug zu fahren, und kommt billiger davon als wenn man Billigflüge nimmt. Außerdem hat das Auto den Vorteil, dass man stets direkt an sein Ziel gelangt, anstatt sich nach der Ankunft am Bahnhof oder Flughafen noch mit anderen Verkehrsmitteln weiterzuschleppen - von den Extrakosten mal ganz abgesehen. Dazu kommt der Komfort einer Autofahrt: Pause machen, wann man will. Beine vertreten, wann man will. DIe Musik hören, die man will.

All das zusammen dürften die Gründe sein, weshalb Mitfahrzentralen im Internet seit Jahren einen Boom verzeichnen. Anfangs waren es nur Studenten, die bei der regelmäßigen Fahrt von der Universitätsstadt in den Heimatort Geld sparen wollten. Oder Pendler, die ihre Benzinkosten durch das Mitnehmen von zusätzlichen Fahrgästen niedrig hielten. Doch seit die Daten von angebotenen und gesuchten Mitfahrgelegenheiten in vielen Web-Datenbanken kostenlos hinterlegt und abgefragt werden können, haben sich Angebot und Nachfrage gegenseitig hochgeschaukelt. Heute kann man fast an jedem Tag in fast jede Stadt des Landes kommen, ohne sein eigenes Auto benutzen zu müssen - vorausgesetzt der Ziel- oder der Startpunkt ist eine Großstadt.

Von Warnemünde nach Castrop-Rauxel mitgenommen zu werden, kann natürlich schwierig werden, bzw. bedarf einer langfristigeren Planung. Relativ sicher sind die Verbindungen ab und nach Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Dresden, Leipzig und Ruhrgebiet. Die hohe Frequenz der Fahrten und der niedrigere Preis (je nach Distanz und Verhandlungsbasis zwischen 10 und 50 Euro) überzeugen längst auch Business People und Wochenendausflügler.

Doch dieser Trend zur Mitfahrgelegenheit hat auch einen negativen Aspekt: Das Geschäft mit den Mitfahrern verlockt zur illegalen Bereicherung. Wer Portale wie mitfahrgelegenheit.de regelmäßig nutzt um von A nach B zu kommen, dem ist vielleicht aufgefallen, dass die Fahrer sehr häufig mit einem 8-Sitzer (Van) unterwegs sind. Da drängt sich einem der Verdacht auf, ob die Fahrt überhaupt nur deshalb stattfindet, weil man mit 5, 6 oder 7 Gästen doch ein Vielfaches dessen einnimmt, was das Benzin gekostet hat …

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