Quentin Tarantino
12. Oktober 2008, admin
Kein Freak im amerikanischen Filmbusiness ist freakiger als er: the one and only Quentin Tarantino? Nicht umsonst gilt der durchgeknallte Regisseur aus Knoxville als leuchtendes Beispiel dafür, dass man auch Nischen-Genres wie das Road Movie oder den Martial Arts Film massentauglich umsetzen kann, ohne dabei zu kommerziell zu werden.
Die Tatsache, dass er auch erfolgreiche Drehbücher schreibt und als Darsteller eine gute Figur abgibt, macht Quentin zum Ausnahmetalent in Hollywood - wobei man erwähnen muss, dass es wohl nicht allzu schwer ist, ausschließlich solche Rolle zu spielen, die man sich selbst auf den Leib geschneidert hat - und obwohl er wahrlich keine Schönheit ist, liegen die Frauen im zu Füßen.
Seine Filme Pulp Fiction, Jackie Brown, Kill Bill I+II und Death Proof und ihre No Limits Philosophie haben die FIlmszene der 90er und des aktuellen Jahrzehnts nachhaltig geprägt, obwohl - oder gerade weil - Quentin Tarantino zu den abgedrehtesten Typ gehört, die je auf einem mit dem eigenen Namen beschrifteten Klappstuhl saßen. Wer sonst denkt sich eine wildgewordene Furie mit Kanonenbein aus oder schickt Uma Thurman im gelben Kampf-Overall auf einen Rachefeldzug?
Tarantino, der in seinen Kunstwerken fast immer mit Starbesetzungen arbeiten, ist derzeit noch mit den Dreharbeiten zu “Inglorious Bastards” beschäftigt. Wann der Streifen rauskommt, steht noch nicht fest. Trotzdem können wir uns darauf verlassen, dass die Story wie immer besonders verwegen und die Umsetzung wie immer besonders blutrünstig sein wird. Sympathisch ist auch, dass Inglorios Bastards zu einem großten Teil in Berlin gedreht produziert wird.