PlayStation Home

30. November 2008, admin

Der Kampf der Konsolenhersteller geht in die nächste Phase: Nachdem mittlerweile alle modernen Home-Entertainment-Module, seien sie nun aus dem Hause Nintendo, Sony oder Microsoft, auf mehreren Ebenen dafür Sorgen, dass ihre treuen Kunden sich weiterhin für ihr Produkt entscheiden, anstatt zur Konkurrenz zu gehen, ist die Virtual Reality à la Second Life der neueste Streich in Sachen Multiple-Level-Marketing.

Die PS3 ist hier schon am weitesten fortgeschritten: Mit PlayStation Home kann jeder stolze Besitzer der etwa 400 Euro teuren Konsolen sich ein Avatar-Profil im Netz anlegen und mit einer möglichst realitätstreuen Identität inklusive Wohnung, Job und Freundeskreis versehen. Unterwegs im digitalen Kosmos läuft zum Beispiel ein Double des Urban Freaks in den Sony-Laden um dort seine im virtuellen Bowling-Center erspielten Cyber-Dollars gegen neue (reale) Spiele für seine Gerätefestplatte zu tauschen.

Sagen wir mal so: Für all jene, die Second Life & Co. vorher schon spannend fanden und es immer noch tun (der Aha-Effekt ist ja mittlerweile bei den meisten verflogen), ist PlayStation Home sicher ganz witzig. Alle anderen werden es wohl für Zeitverschwendung halten, sich das x-te Internet-Profil anzulegen …

Lonely Planet Portable

30. Oktober 2008, admin

Nachdem Nintendo mit Wii Sports und den Logikspielen für den DS bewiesen hat, dass Konsolenspiele nicht nur etwas für pubertierende Jugendliche sind, hat auch Sony verstanden, dass man sich eine neue Klientel erschließen muss, will man seine Unterhaltungselektronik auf Dauer erfolgreich am Markt platzieren.

Ein Resultat dieser Entwicklung ist die Kooperation zwischen PSP (Playstation Portable) und dem Lonely Planet Reiseführer. Mit “Passport to …” kann man interaktiv auf Stadterkundungstour gehen, ohne sich mit einem zerfledderten Buch rumschlagen zu müssen. Eine Stadt pro UMD-Modul (so heißen die Tapes bei der PSP), mit Straßenkarten, Sehenswürdigkeiten, Audio-Tipps, und allem, was das City Traveller Herz sonst noch so begehrt.

Schade ist nur, dass die Lonely Planet Reiseführer für die tragbare Mini-Playstation nur für sechs Städte zu haben sind. Als das Produkt vor zwei Jahren herausgegeben wurde, waren es auch nur diese sechs, nämlich Amsterdam, Barcelona, London, Prag, Paris und Rom. Das Versprechen, bald würden auch andere Metropolen, wie New York und Berlin, folgen, hat der Hersteller bisher noch nicht wahrgemacht …

 

Partyknaller Karaoke

27. Oktober 2008, admin

MikrofonAls ich zum ersten Mal auf eine Karaoke-Party eingeladen wurde, dachte ich: “Na gut, da gehst Du anstandshalber hin, genehmigst Dir einen Drink, und haust wieder ab, bevor Dir jemand das Mikro in die Hand drückt.” Wahrscheinlich bin ich mit dieser Einstellung nicht allein gewesen, denn bis auf den Gastgeber fand eigentlich niemand der Anwesenden die Idee besonders toll. “Kann nicht singen”, “Karaoke ist peinlich”, “Kenne den Text nicht” waren die Ausreden, die sich in der ersten Stunde des Fests ständig wiederholten.

Verblüffender Weise schlug die Stimmung relativ rasch um, nämlich genau in dem Moment, als der erste (in diesem Fall der Gastgeber, wohl um seine eigene Party zu retten) sich ans Mikrofon wagte um “I will survive” zu singen. In diesem Fall war es besonders gut, dass er genau dieses Lied singen wollte, denn somit kann man im Nachhinein ausschließen, dass das was dann passiert ist, in irgendeiner Weise mit der Popularität des Songs zu tun gehabt haben könnte. Schließlich ist es mit das peinlichste Lied der Welt …

Jedenfalls hat es nicht länger als eine Minute gedauert, bis der erste gesagt hat: “Ich will als nächstes singen”. Als dieser dann dran war, kamen schon die ersten Zwischenrufe: “Mikro her, ich will auch mal.” Offensichtlich scheint es also mal wieder so zu sein, dass man nur einen braucht, der den ersten Schritt tut und die Lemminge folgen dann völlig blindlinks, ungeachtet vorheriger Bedenken, man könne sich blamieren.

Am Ende war dann wirklich jeder mehrere Male dran, auch wenn es nach einer Weile etwas langweilig wurde, weil immer wieder die selben Lieder geträllert wurden. Deshalb empfehle ich ein Karaoke-System, bei dem man Songs nachrüsten kann. Bei “Sing Star” für Playstation III ist es zum Beispiel möglich, einzelne, speziell präparierte Tracks herunterzuladen und direkt auf der Konsole zu speichern. So kann man für jeden Gast ein paar passende Stücke vorbereiten und muss sich nicht ständig mit “I will survive” zudröhnen lassen …

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