Woran erkennt man einen guten Lieferservice?

15. Juli 2008, admin

Fast jeden Tag hat man sie im Briefkasten: Reklame für einen Pizza-, China-, Thai-, Sushi-, XY-Lieferservice. Da ist es natürlich schwer, sich zu entscheiden, und wer schon das eine oder andere Mal enttäuscht worden ist, wirft die Prospekte jener Bring-Dienste, die er nicht kennt, direkt in den Müll.

Dabei gibt es drei ganz einfache Regeln, dank derer man getrost auch mal was Neues ausprobieren kann, ohne sich fürchten zu müssen, dass man einen Griff ins Klo landet.

1. Nationalität des Inhabers: Nein, ein italienischer Lieferservice muss keinem Italiener gehören, damit die Pizza schmeckt. Auch ein Sushi-Bringdienst muss nicht von einem Japaner geführt werden, damit der rohe Fisch einigermaßen originell zubereitet ist. Mein persönlicher Eindruck - und der hat sich bisher immer wieder bestätigt - ist, dass zum Beispiel Chinesen keine Pizza backen können (nichts für Ungut), Iraner dafür umso besser. Thailänder sind am Besten in ihrer eigenen Küche, ebenso Vietnamesen. Türkisches Essen wird ohnehin meist von anatolischen Einwanderern angeboten, aber ein bayerisches Brathähnchen schmeckt bei ihnen der Regel auch ganz lecker.

2. Gestaltung der Karte: Ich weiß, ich weiß - mit der Rechtschreibung haben die meisten Deliveries ein Problem. Dies hat allerdings keinen Einfluss auf Qualität und Geschmack der Speisen. Auch wenn der Prospekt nicht mit perfektem Layout auf Hochglanzpapier punkten kann, heißt das noch nicht, dass man dort nicht bestellen sollte. Allerdings sollte man immer bedenken, dass auch der Liefergastronom seinen Stolz hat, und sein Geschäft so gut wie möglich präsentieren möchte. Das bedeutet: Wenn die Bilder der Speisen schon eklig aussehen - und das, obwohl der Geschäftsführer wahrscheinlich tagelang zum Aussuchen selbiger gebraucht hat - dann sollte man die Finger vom Essen lassen.

3. Einheit der Speisen: Dies ist die absolut wichtigste Regel. Fallt nicht auf Lieferservices rein, bei denen man alles bestellten kann. Thai-China-Vietnam-Indien-Imbisse können in der Regel weder das eine noch das andere. Noch schlimmer wird’s, wenn kulturell völlig unterschiedliche Kulinaria wie Pizza und Curry auf der selben Karte stehen, oder wenn ein Sushi-Dienst meint, mit einem zusätzlichen Angebot an Chicken Wings und Schnitzel neue Zielgruppen erschließen zu können. FAZIT: Immer nur dort bestellen, wo ausschließlich Gerichte aus EINEM Land angeboten werden. Dann kann fast nichts mehr schiefgehen.

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