Münchens schönster Quader

7. Juli 2008, admin

Seit ca. 2 Jahren wächst in Münchens Museumsviertel ein Bau, dem man zunächst nicht abnehmen konnte, dass er seinen Inhalt einmal standesgemäß nach außen reflektieren würde: die Sammlung Brandhorst in der Türkenstraße.

Neben den Anwohnern waren es vor allem die Studenten des auf dem selben Gelände liegenden Institutsgebäudes der Ludwig-Maximilians-Universität, die Tag für Tag mit ansehen durften, wie der klobige Rohbau Stück für Stock hochgezogen wurde. “Na toll, schon wieder so ein postmoderner Quatsch,” sagten die einen, “schlicht und schön” fanden ihn in die anderen. Dass die Meinung mittlerweile mehrheitlich positiv ausfällt, liegt daran, dass man nun erkennt, wie das Endresultat (Fertigstellung Anfang 2009) aussehen wird: BUNT! 

Nicht dass die Entscheidung für die Außengestaltung des Brandhorst-Museums (benannt nach den Stiftern seiner Exponate) ein Geheimnis gewesen wäre - die ausgestellten Modelle vermittelten einfach nicht den Eindruck, den die fertige Galerie einst machen würde. Diese ist nämlich, anders als die benachbarte Pinakothek der Moderne, beinahe fensterlos und auf den ersten Blick weit weniger großzügig angelegt als die prominente Konkurrenz nebenan.

Doch auch wenn man sich seine Ästhetik wohl erst voll entfalten wird, wenn das ganze Viertel mit den weiteren geplanten Ausstellungsräumen in einigen Jahren vollendet ist, hat sich das Gebäude längst in die Herzen der Münchner gequadert. Und das, obwohl noch kein einziges Kunstwerk drin steht …

 

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