Amy Winehouse

2. November 2008, admin

Amy WinehouseKaum ein Star ist so schnell so berühmt geworden und kurz darauf so tief abgestürzt wie aktuell Amy Winehouse. Der britische Shooting-Star ist mit einer tiefgehenden Stimme gesegnet worden, doch das Drogenproblem der Sängerin hat einen tiefen Schatten auf ihre Karriere gelegt.

Die ersten Skandalmeldungen liefen 2007 über den Äther, ab dann ging es rasant bergab mit Amy. Kokain, Crack, Heroin - härter als sie treiben es auch im Show Business nur wenige. Dies hat ihr unter anderem ein Lungenemphysem eingebrockt, wobei es sicher nicht schadet anzumerken, dass die Künstlerin gerade mal 25 Jahre alt ist, und diese Krankheit in der Regel nur Raucher mit jahrzehntelanger Tabakbiografie befällt.

Dass Sie in ihrem Alter, in dem anderen Sängerinnen mit ihrem Talent noch eine glorreiche Karriere vor sich haben, bereits als verglühender Stern gehandelt wird, hat Amy Winehouse wohl auch ihrem Ehemann Blake Fielder-Civil zu verdanken. Zusammen ist abgammeln und sich zudröhnen eben am Schönsten, vor allem kann man sich dann noch besser vor der Realität verschanzen.

Und jetzt, da Blake gerade frisch aus dem Drogenentzug entlassen worden ist, titel Bild online, dass er sich schäme, seine Frau zum Junkie gemacht zu haben. Das kommt leider reichlich spät.

Ob Amy es jemals schaffen wird, sich von den Drogen zu befreien und sich wieder über ihr Talent zu definieren anstatt über die Stärke ihres Rauschzustands, bleibt offen. Für diejenigen, die ihr und ihrer Musik schon von Anfang an erlegen waren, wird sie ohnehin immer eine tragische Ikone bleiben.

Legal kiffen?

31. Oktober 2008, admin

Seit Monaten streuen sämtliche Medien die Nachricht von einer neuen, legalen Droge, die regelrechte Begeisterungsstürme in der Kifferszene hervorgerufen hat. “Spice” heißt das Gemisch aus (angeblich) 11 Kräutern, deren Namen wohl niemand von uns jemals gehört hat.

Laut neuesten Untersuchungen verschiedener Forschungseinrichtung, weiß man mittlerweile, dass nicht alle der angegeben Pflanzen tatsächlich in “Spice” enthalten sind. Andererseits lässt sich nicht ausschließen, dass sich zusätzlich noch andere Kräuter darin befinden als die angegebenen. Auch am Konsumenten selbst lässt sich nicht feststellen, ob er unter “Spice”-Einfluss steht - sämtliche bisher gebräuchlichen Feststellungsverfahren scheitern bei dem Versuch.

Somit ist “Spice” bisher in Deutschland legal und wird auf mittelfristige Sicht auch nicht so einfach zu verbieten sein. Denn: In Deutschland können nur berauschende Substanzen in ihrer isolierten Form verboten werden. Wird man beispielsweise von der Polizei mit Cannabis aufgegriffen, so wird hinterher Anzeige erstattet, wenn das Cannabis den Wirkstoff THC enthält. Demnach sind Sorten, die die berauschende Substanz nicht beinhalten, auch nicht illegal. Aus dem selben Grund kann eine Mischung aus Pflanzen, die an sich keine berauschenden Stoffe enthalten, aber vielleicht in Kombination mit einander bestimmte Wahrnehmungsveränderungen verursachen, nach bisheriger Rechtslage nicht verboten werden.

Glaubt man den Usern in den Internet-Foren sowie den zahlreichen Fernseh- und Zeitungsberichten, dann wirkt “Spice” ähnlich wie Marihuana oder Haschisch. Auf den Konsum folge ein Benebelungszustand, also eine eingeschränkte Reaktionsfähigkeit mit Wahrnehmungsstörungen. Somit sollten “Spice”-Berauschte keinesfalls mit dem Auto fahren. Auch, wenn man ihnen gar nicht nachweisen könnte, dass sie unter Drogen stehen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich das Geheimnis rund um “Spice” überhaupt lüften lässt. Die Herstellerfirma in England hüllt sich ebenso in Schweigen wie der Ethnobotaniker Dr. Christian Rätsch. Die Koryphäe in Sachen Bio-Drogen (von ihm stammt die Enzyklopädie der psychoaktiven Substanzen) ist bereits in einigen Sendungen zum Thema zu sehen gewesen, hat bis dato jedoch keinen weiteren Kommentar dazu abgegeben. Es sieht so aus, als wollte da jemand überhaupt nicht, dass “Spice” verboten wird …

Und auch wenn … mittlerweile überschwemmt auch anderes, ebenfalls aus exotisch anmutenden Kräutern zusammengemischtes Räucherwerk den deutschen und österreichischen Markt. In der Schweiz war der Boom bereits 2006 vorbei und in den USA sowie Holland (sic!) darf mit dem Stoff mittlerweile nicht mehr gehandelt werden.

Freaktown Amsterdam

20. Juli 2008, admin

Am HafenIhr werdet mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass die holländische Metropole an der Amstel zu Europas freakigsten Städten gehört.

Einerseits ist Amsterdam historisch so interessant und verfügt über eine derartige Fülle an romantischen Panoramen wie kaum ein anderer Ort in Mitteleuropa. Mit ihren engen Straßen und den Grachten versprüht das Jahrhunderte alte Machtzentrum des niederländischen Weltreichs noch immer den Charme einer Kleinstadt. Und in Sachen Kunst und Kultur kann Amsterdam nur von wenigen Megacities wie London oder Paris übertrumpft werden.

Andererseits zählt Amsterdam zu den wenigen Städten des alten Kontinents wo es zum Lifestyle gehört, überkommene Ansichten zu verwerfen und sich getreu dem Motto von “Leben und leben lassen” von althergebrachten Zwängen zu befreien. Wo sonst spazieren junge Eltern mit dem Kinderwagen vorbei an Schaufenstern, in denen kein Spielzeug sondern die Dienste von Prostituierten feilgeboten werden? Wo sonst setzt sich in der Straßenbahn eine adrett gekleidete Seniorin neben einen Junkie und fragt ihn nach einer Zigarette (nicht umgekehrt).

Und wo, verdammt nochmal, darf man in Lokalen keinen Tabak konsumieren, dafür aber Marihuana, so viel man will?

 

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