“3 Tage wach” - die Generation, die niemals schläft

16. Juni 2008, admin

Verpeilt auf DrogenSonntag Mittag an einem Hauptbahnhof in einer beliebigen deutschen Großstadt. Inmitten der kofferschleppenden Touristenmassen tauchen immer wieder merkwürdige Gestalten auf, die so wirken, als seien sie mit einer tödlichen Seuche infiziert. Die Symptome: Fleckiges Gesicht, tiefschwarze Augenringe, Sprechkäse in den Mundwinkeln und - besonders charakteristisch - das rhythmische Wippen mit dem Extremitäten, sobald ein Zug einfährt oder sonst ein monotones Geräusch ertönt.

Dass Aufputschmittel zur Elektro-Szene gehören, schreckt längst keinen mehr auf. Mit irgendwas haben sich die Leute schließlich schon immer zugeknallt: In den 70ern war es LSD, in den 80ern Heroin und Kokain, in den 90ern Extasy und nun sind es Speed, Meth, und was die osteuropäischen Giftmischer sonst noch so an Pulver zusammenbrauen.

Klar, dass die “Generation Pupille” auch ihre Hymne braucht: DJ Lützenkirchen bringt in seinem eingängigen Track “3 Tage wach” all das auf den Punkt, was die nimmersatten Partygänger des 21. Jahrhunderts lieben. Was für Außenstehende nach versteckter Gesellschaftskritik klingen mag, ist in Wirklichkeit ein Abbild dessen, was viele als ideales Wochenende betrachten: “Puls wie ne Rakete”, “Notfallapotheke”, “Punkt, punkt, komma’ klar”, ”Du warst gestern auch schon da.”

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Seitenanfang

Seitenanfang