Für Zugereiste: personalisierter Stadtplan

7. Dezember 2008, admin

Jeder hat doch mindestens einen Arbeitskollegen oder Kommilitonen, der vor Kurzem aus einer anderen Stadt - sei es der Liebe oder der Karriere wegen - hergezogen ist … und sich immer noch nicht auskennt in seiner neuen Heimat. Wer für eben diesen Freund noch kein passendes Weihnachtsgeschenk gefunden hat, der lässt sich am Besten vom folgenden Tipp inspirieren.

Für Zugereiste ist es oft schwer, die geografischen Dimensionen ihres neuen Wohnortes zu fassen. Welcher Stadtteil liegt neben welchem? wo genau hört das das Zentrum an und wo beginnt die Peripherie? Welchen Himmelsrichtungen lassen die verschiedenen Bezirke zuordnen und welche Haupt-Achsen verbinden diese mit einander? Diese Fragen werden oft Jahre lang nicht beantwortet, zumal sich der durchschnittliche Binnenmigrant meist lediglich von der Wohnung zur Arbeit bewegt und, obgleich er an Wochenenden durchaus in der Stadt unterwegs sein mag, sich aber dann doch immer an die schon bekannten Routen hält.

Um diesem Problem den Garaus zu machen, benötigt man:

- einen Stadtplan mit allen wichtigen Bezirken

- eine Korkplatte, der in etwa der Größe des Stadtplans entspricht (etwas kleiner sollte er sein) 

- Kleber

- Tonpapier in fünf verschiedenen Farben

- 1 Bogen weißes Papier

- min. 50 Stecknadeln

- einen schwarzen Fineliner

Schritt 1: Der Stadtplan wird auf die Korkplatte geklebt, wobei man die überstehenden Ränder umschlägt und auf der Rückseite befestigt, damit das Ganze schön ordentlich aussieht.

Schritt 2: Nun schneidet man aus jedem Bogen Tonpapier (also je Farbe) mindestens zehn kleine Fähnchen aus, insgesamt sind das dann 50 Stück. Achtung: Die Fähnchen sollten groß genug sein, dass man in halbwegs leserlicher Schrift ein bis zwei Wörter darauf schreiben kann.

Schritt 3: Die Fähnchen werden jetzt an den Stecknadeln befestigt, und zwar so, dass man es auch wirklich wie eine Fahne aussieht, das heißt, dass man, wenn das Fähnchen nach rechts wehen soll, die Nadel auf der linken Seite hindurchsteckt, und zwar zwei Mal, als würde man einen Faden einfädeln wollen.

Schritt 4: Nun braucht der Stadtplan noch eine Legende. Am Besten sucht man sich unten in irgend einer unwichtigen Ecke ein Plätzchen, an dem man wieder pro Farbe ein Stückchen Tonpapier aufklebt. Nun bekommt jede Farbe eine Kategorie: Essen & Trinken, Tanzen, Kunst & Kultur, Shopping”, Freunde

Schritt 5: Jetzt benötigt man noch eine weitere Ecke für die Überschrift der Karte. Einfach ein Stück weißes Papier aufkleben und - je nach Name - mit dem Titel “Barbara’s Köln”, “Peter’s Hamburg” oder “Mike’s München” versehen.

Schritt 6: Damit auch der Beschenkte versteht, was er mit dieser Karte anfangen soll, beschriftet man am Besten pro Kategorie ein Fähnchen und steckt es an den entsprechenden Standort auf der Karte. Bei der Gelegenheit sollte man auch gleich die Wohnungen aller befreundeten Kollegen mit einer “Freunde”-Fahne lokalisieren.

FAZIT: Endlich mal ein selbstgebasteltes Geschenk, dass nicht gleich in der Tonne landet.

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