Weihnachten in … Polen

25. Dezember 2008, admin

KarpfenDie Polen sind ein besonders religiöses Volk: Die große Mehrheit in unserem östlichen Nachbarland ist nicht nur katholisch getauft, sondern hält sich auch strikt an die kirchlichen Riten und damit verbundenen Bräuche. 

Dazu gehört zum Beispiel die Tradition, den ganzen Advent über zu fasten und insbesondere, an Heiligabend kein Fleisch zu essen. Stattdessen gibt es Suppe und Karpfen. Auch in Polen geht man am 24.12. um Mitternacht in die Heilige Messe um die Kommunion zu empfangen - jetzt erst beginnt das eigentliche Weihnachtsfest. Dem entsprechend kommen am ersten und zweiten Feiertag deftige Geflügel- und Fleischgerichte auf den Tisch.

Die Geschenke gibt es allerdings - wie in Deutschland - schon an Heiligabend. Gebracht werden sie nicht vom Weihnachtsmann, sondern vom Christkind, das auf einem Esel angeritten kommt. Ein netter Weihnachtsbrauch, den die Polen pflegen, ist es, eine Münze unter einen Kerzenleuchter zu legen, um sich gegen Armut zu schützen.

Islam-Unterricht in Münchner Grundschulen

29. November 2008, admin

Islam wird nun auch in Münchner Grundschulen gelehrtReligionsunterricht gehört in Bayern zu den Pflichtfächern in allen Schulformen. Doch gerade in den Großstädten München und Nürnberg existieren Schulen, die aufgrund ihrer Lage in mehrheitlich von Einwanderern bewohnten Vierteln viele Kinder weder katholisch noch evangelisch sind, sondern dem Islam angehören. Die Jahrzehnte, in denen man sich dieser Entwicklung verschloss und hinnahm, dass die Schüler standardmäßig in den eigentlich als Ersatzfach gedachten Ethikunterricht gingen, sollten nun vorbei sein. Denn muslimischer Religionsunterricht war bis dahin nur extern, und in der Regel nur in türkischer Sprache angeboten worden.

Deshalb ist vor zwei Monaten in zwei Münchner Grundschulen ein Pilotprojekt gestartet, in dem Kinder aus muslimischen Familien nun auf Deutsch in ihrer Religion geschult werden. Anders als in Koranschulen geht es hier nicht um das Auswendig-Lernen einzelner Suren und eine Unterweisung durch einen Imam - stattdessen werden, wie in den christlichen Fächern auch, durch einen zugelassenen Lehrer wesentliche Grundlagen vermittelt, damit die Kinder sich spielerisch in ihrer Religion zurecht zu finden lernen.

Der positve Nebeneffekt ist sicherlich auch die Tatsache, dass Kinder wie Eltern, wenn sie sehen, dass ihre Kultur nach und nach ihren Platz im deutschen Bildungswesen findet, eher einen Anreiz finden, sich in ihrer neuen Heimat zu integrieren. 

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