Wie die Welt sich doch verändert …
8. November 2008, admin
Was ist nur aus den guten alten Bilderrahmen geworden? Ja, ich meine die, die wir noch hatten, als es auch noch richtige Fotos gab. Für die, die sich nicht mehr an die richtigen Fotos erinnern können: Das waren die, die man mit Magnet-Pins an den Kühlschrank heften konnte. Wie das gehen soll? Na ist doch klar. Mit Fotos auf Papier!
So langsam dämmert’s … Deshalb waren die Fotos damals auch viel lustiger als die von heute, weil man sie nicht zehn Mal gemacht hat um dann die neun schlecht gelungenen Exemplare zu löschen. Und deshalb ist man früher in freudiger Erwartung aus den Ferien heimgekehrt um noch am Ankunftstag nach 14 Stunden Autofahrt die Urlaubs-Filme in der Drogerie zum Entwickeln zu bringen. Filme?
Ja, es waren auch die Zeiten der greifbaren Materialien. Die Worte “virtuell” und “digital” kannte man derzeit eigentlich nur, wenn man regelmäßig Power Rangers kuckte - statt auf Mikrochips hielt man seine Bilder damals noch auf Celluloid fest. Und statt die Fotos per Picture Viewer auf dem Fernseher abzuspielen, legte man ein Album an, das man seinen Gästen zeigen konnte, oder ließ sich Dias anfertigen um aus der Erinnerungsschwelgerei eine Leinwandshow zu machen.
Diese Kette ließe sich unendlich weiterführen. Egal, welche Errungenschaften der modernen Mediengesellschaft man zu preisen versucht - ein bisschen Nostalgie nach dem Althergebrachten schwingt immer mit. Wann diese sentimentale Einstellung angefangen hat, um sich zu greifen, kann man nicht genau sagen. Wahrscheinlich war es ungefähr zu der Zeit, als die Telefonzellen zu reinen Ziersäulen geworden sind, deren einziger Sinn die Werbung auf den LED-Displays zu sein scheint. Display? LED?