Oh Du schöner Central Park …
8. September 2008, admin
New York kann zuweilen echt anstrengend werden. Straßenschluchten, Verkehrschaos, Menschenmassen und die permanente Werbe-Berieselung machen es einem nicht leicht, sich hier zu entspannen. Die meisten Oasen der Stille befinden sich innerhalb von Gebäuden – Spas oder Restaurants, zum Beispiel – doch der Aufenthalt dort ist in der Regel nicht umsonst und so zieht es die meisten Menschen, die sich im Big Apple aufhalten, immer wieder in die grüne Lunge der Stadt, den Central Park.
Ungeachtet seiner sicherlich imposanten Ausmaße ist der Central Park weder der größte Stadtpark der Welt noch der Amerikas. Aber er ist wunderschön und so vielseitig wie wenige urbane Grünanlagen. Betritt man ihn von Downtown kommend, zeigt er sich noch relativ unspektakulär, mit niedlichen Spazierwegen und ein paar Beeten und Bäumen. Doch je weiter man nordwärts läuft, desto mehr verstummen die Geräusche der umliegenden Avenues und das Natur-Feeling kehrt ein.
Ziemlich in der Mitte des Parks befindet sich mit dem Jacqueline Onassis Reservoir ein gewaltiger See, der einst als Speicher für die Wasserversorgung von New York gedient hat. Nachdem jedoch vor mehr als hundert Jahren die Cholera ausbrach – die starke Verschmutzung des Wassers hatte zur Keimbildung geführt – musste man jedoch auf einen Ort außerhalb der Innenstadt ausweichen. Von dieser langen Geschichte ist heute nichts mehr zu spüren, wenn man die Seepromenade entlang spaziert. Im Gegenteil: Hier, wo nicht einmal die Wolkenkratzer des Bankenviertels mehr zu sehen sind, kehrt endlich Ruhe ein, in dieser Stadt, die sonst keine Stille kennt.