Ein Kuss an YouTube

20. Februar 2009, admin

YouTube, wir lieben Dich. Das Einzige, wofür wir Dich lange gehasst haben, ist, dass wir Deine schönen Videos nur unter größten Anstrengungen auf unseren Rechner laden konnten. Damit ist ja mittlerweile Gott sei Dank Schluss - KISSYOUTUBE sei Dank. Für alle, die es noch nicht wissen: Es gibt tatsächlich ein YouTube-Page, die den Download jedes Videos, dass in der Datenbank enthalten ist, erlaubt.

Kinderleicht und binnen Sekunden hat man so sein Lieblings-YouTube-Video auf der Festplatte:

1. Auf YouTube.com das jeweilige Video raussuchen

2. Die Adresszeile kopieren

3. Die Seite www.kissyoutube.com anwählen

4. In das vorgegebene Feld die Adresszeile des Ursprungsvideos einfügen

5. Auf Download klicken - FERTIG!

Noch schneller geht’s, wenn man einfach in der Adresszeile der YouTube-Seite, auf der man den Song abspielt, die Buchstaben k-i-s-s vor das “youtube …” setzt. Zum Beispiel so:

Song-Seite: http://www.youtube.com/watch?v=GvKf6-fSM08

Kissyoutube-Seite: http://www.kissyoutube.com/watch?v=GvKf6-fSM08
BRW-Schlafsysteme

Ein Stern zum Fest

12. Dezember 2008, admin

Und noch ein Geschenk aus der Kategorie “Für Menschen, die schon alles haben” - das sind die Leute, die schon alles haben und es langweilig wird denen immer nur Wohnaccessoires oder die üblichen Geschenke wie Bücher und co. zu schenken, denen man zu Weihnachten die Sterne vom Himmel holen muss, damit sie sich überhaupt noch freuen. Das habe ich einfach mal wörtlich genommen und mich im Web umgesehen, wie so ein Sterne-Kauf vonstatten geht.

Der erste Schritt ist ganz einfach: Bei Google “Stern kaufen” eingeben und schon wird eine entsprechende Seite nach der anderen angezeigt. Leider muss man schnell feststellen, dass man durch den Sternekauf keine Eigentumsrechte an dem jeweiligen Himmelskörper erwirbt. Korrekterweise handelt es sich eher um eine Stern-Taufe, für die man eine Urkunde mit dem Namen des Sterns und dem Namen des Täufers, resp. Eigentümers erhält.

Je nachdem, wie gut man den Stern am Himmel sehen kann, steigt oder sinkt der Preis. Zu haben ist die Sterntaufe im Internet schon ab 39 EUR, was die Sache durchaus erschwinglich macht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass man als Gegenwert bloß ein bedrucktes Stück Papier erhält, wirklich nur dann ein gutes Geschenk darstellt, wenn einem gaaaar nichts Besseres einfällt.

Was die Hand alles verrät …

16. November 2008, admin

GlaskugelGlaubst Du an Übersinnliches? An Wahrsagen, Karten-, Kaffeesatz- oder Handlesen? Nein? Natürlich nicht, schließlich passt ein solcher Aberglaube ja überhaupt nicht in unsere aufgeklärten High Tech Zeiten. Von wegen!

Im 21. Jahrhundert boomen übernatürliche Phänomene geradezu. Offensichtlicher denn je preisen zum Beispiel Tarot-Damen ihre Dienste längst im Fernsehen, anstatt sich auf Jahrmärkten in schummrigen Zelten zu verkriechen. Anstatt in die Glaskugel zu schauen, greift man nun zum Telefonhörer um die zukunftsvoraussagenden Schwingungen seines Gegenübers aufzusaugen - da wundert es einen eigentlich nur, dass es so lange gedauert hat, bis die Hexerei auch das Internet erobert. 

Vor Kurzem habe ich entdeckt, dass man sich den regelmäßigen Gang zu “Madame Esmeralda” künftig sparen kann. Denn bevor ich mich verarschen und abzocken lasse, werde ich lieber nur verarscht - ohne dafür zu bezahlen. So wie auf www.sexgage.com. Hier erklärt einem der Computer anhand der verschiedenen Hand-Linien, wie sexy man ist.

Also zögert nicht: Diese Erkenntnis kann Euer ganzes Leben verändern  :-)

Legal kiffen?

31. Oktober 2008, admin

Seit Monaten streuen sämtliche Medien die Nachricht von einer neuen, legalen Droge, die regelrechte Begeisterungsstürme in der Kifferszene hervorgerufen hat. “Spice” heißt das Gemisch aus (angeblich) 11 Kräutern, deren Namen wohl niemand von uns jemals gehört hat.

Laut neuesten Untersuchungen verschiedener Forschungseinrichtung, weiß man mittlerweile, dass nicht alle der angegeben Pflanzen tatsächlich in “Spice” enthalten sind. Andererseits lässt sich nicht ausschließen, dass sich zusätzlich noch andere Kräuter darin befinden als die angegebenen. Auch am Konsumenten selbst lässt sich nicht feststellen, ob er unter “Spice”-Einfluss steht - sämtliche bisher gebräuchlichen Feststellungsverfahren scheitern bei dem Versuch.

Somit ist “Spice” bisher in Deutschland legal und wird auf mittelfristige Sicht auch nicht so einfach zu verbieten sein. Denn: In Deutschland können nur berauschende Substanzen in ihrer isolierten Form verboten werden. Wird man beispielsweise von der Polizei mit Cannabis aufgegriffen, so wird hinterher Anzeige erstattet, wenn das Cannabis den Wirkstoff THC enthält. Demnach sind Sorten, die die berauschende Substanz nicht beinhalten, auch nicht illegal. Aus dem selben Grund kann eine Mischung aus Pflanzen, die an sich keine berauschenden Stoffe enthalten, aber vielleicht in Kombination mit einander bestimmte Wahrnehmungsveränderungen verursachen, nach bisheriger Rechtslage nicht verboten werden.

Glaubt man den Usern in den Internet-Foren sowie den zahlreichen Fernseh- und Zeitungsberichten, dann wirkt “Spice” ähnlich wie Marihuana oder Haschisch. Auf den Konsum folge ein Benebelungszustand, also eine eingeschränkte Reaktionsfähigkeit mit Wahrnehmungsstörungen. Somit sollten “Spice”-Berauschte keinesfalls mit dem Auto fahren. Auch, wenn man ihnen gar nicht nachweisen könnte, dass sie unter Drogen stehen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich das Geheimnis rund um “Spice” überhaupt lüften lässt. Die Herstellerfirma in England hüllt sich ebenso in Schweigen wie der Ethnobotaniker Dr. Christian Rätsch. Die Koryphäe in Sachen Bio-Drogen (von ihm stammt die Enzyklopädie der psychoaktiven Substanzen) ist bereits in einigen Sendungen zum Thema zu sehen gewesen, hat bis dato jedoch keinen weiteren Kommentar dazu abgegeben. Es sieht so aus, als wollte da jemand überhaupt nicht, dass “Spice” verboten wird …

Und auch wenn … mittlerweile überschwemmt auch anderes, ebenfalls aus exotisch anmutenden Kräutern zusammengemischtes Räucherwerk den deutschen und österreichischen Markt. In der Schweiz war der Boom bereits 2006 vorbei und in den USA sowie Holland (sic!) darf mit dem Stoff mittlerweile nicht mehr gehandelt werden.

Telefonstreich 2.0

30. August 2008, admin

Samstag, 30. August 2008, 12:12 Uhr. Ich habe mich gerade aus dem Bett geschält, da klingelt das Telefon. “Hallo, hiere iste die Pizzeria Belle Pistazie. Die bestellte Pizza kommte ungefäähr zehne Minute später,” sagt mir die italienisch klingende Stimme am anderen Ende der Leitung. Darauf ich: “Hä, was für ‘ne Pizza, ich habe nix bestellt. An welche Adresse wurde die denn bitte bestellt?” “Sie habene drei Pizza Camorra mit Fiesmuscheln (sic!) bestellteee.”

Ich habe natürlich aufgelegt und mir gedacht: Bring die Pizza ruhig, wenn Du meinst. Als dann aber 5 Minuten später das Telefon nochmal klingelte, und die ersten paar Sekunden nur ein grunzendes Lachen aus dem Hörer dröhnte, war mir klar - ich würde verarscht. Mit marcophono, einem Online-Dienst, der professionele Telefonstreiche spielt. In der Basisversion ist marcophono kostenlos, allerdings kann man nur Festnetznummern anrufen und sich nur 1 Mal pro Nummer einen Gag erlauben.

Man wählt einfach eine der angebotenen Stories aus, gibt den Namen des Empfängers und gegebenenfalls seinen eigenen ein, und tippt die zu wählende Nummer ins entsprechende Feld, und los geht der Spaß!

 

Von Usern für User: LEO

5. August 2008, admin

Es wird mal wieder Zeit, eines der grandiosesten Hervorkommnisse des Web 2.0 zu preisen: leo.org 

Anders als die Internetpräsenzen der renommierten Verlage bietet die Seite nämlich nicht nur Auszüge aus dem eigentlichen Repertoire von Langenscheidt, Pons & Co. - nein, sämtliche Inhalte von LEO sind für alle User frei verfügbar, weil von Usern eingestellt. “Da steht aber LEO GmbH, das ist doch kommerziell,” mag der eine oder andere jetzt vielleicht wieder aufschreien, aber entstanden ist die Seite aus einer Studenteninitiative der TU München, und der wesentlichen Charakter dieses Netzwerks ist bis heute erhalten geblieben, obwohl mittlerweile eine Firma hinter LEO steckt.

Neben der Gebührenfreiheit ist LEO deshalb so eine tolle Sache, weil man neben den regulären Dictionary-Einträgen auch Forumsbeiträge zu Sonderbedeutungen und Redewendungen findet. Der engagierte User kann sein spezifisches Wissen über bestimmte Fachbegriffe und deren Verwendung weitergeben, und weil so viele mitmachen, ist da mittlerweile ein ganzer Haufen nützlichen Sprachwissens zusammengekommen.

Besonders hilfreich ist natürlich die Englisch-Deutsch-Übersetzung - sie ist die vollständigste - aber auch die Französisch-, Spanisch- und Italienisch-Versionen sind bereits sehr gut ausgebaut, und mittlerweile ist sogar Chinesisch im Angebot.

Wie jedes reine Wörterbuch ist LEO jedoch nur dann wirklich hilfreich, wenn man die jeweilige Sprache sicher beherrscht. Bei mehreren Übersetzungsvarianten vergreift man sich sonst schnell in der Wortwahl, und schon ist die Bedeutung völlig verdreht.

Mir persönlich hat der Service jedoch schon viel gebracht, und ich empfehle jedem, dem hin und wieder mal die Worte fehlen, LEO zu bookmarken.

Peinliche Hightech-Studenten

26. Juli 2008, admin

Immer den Laptop unterm ArmWer von Euch mal die Ehre hatte, etwas Zeit in einer Universität, bzw. einem ihrer Vorlesungssäle zu verbringen, hat sicherlich auch schnell erkannt, dass es ganz verschiedene Arten von Studenten gibt. Die spezifischen Eigenschaften einzelner Hochschulgruppen hängen zwar zweifelsohne mit der jeweiligen Fachrichtung zusammen, dennoch findet man auch unter den Theologiestudenten die BWL-typischen Polokragen-hochgeklappt-Typen und bei den Mathematikern ist auch hin und wieder mal eine modebewusste Frau dabei. Ein ganz bestimmter Typus von Student ist jedoch in jeder Fakultät vertreten, wenn auch nicht mit gleicher Häufigkeit: der Laptop-Fuzzi.

Man erkennt ihn ganz einfach: Voll bepackt mit Kabeln, Ladegerät und was man sonst noch so zum Angeben braucht, schreitet er mit ultra-gestresstem Gesichtsausdruck durch den Saal um sich einen Platz zu suchen, von dem aus der Rest der Hörer seinen Bildschirminhalt besonders gut erkennen kann. Gleichzeitig muss das Notebook (idealerweise ein MacBook oder einen VAIO) so positioniert werden, dass der Prof das Logo gut erkennen kann, und den Studenten, der sich dahinter verbirgt, umso schlechter.

Dann beginnt die Show: Fuzzi lädt sich die vom Dozenten im Vorfeld online gestellte PowerPoint-Präsentation auf den Schirm und dreht alle 60 Sekunden seinen Computer um 5 bis 10 Grad, damit nach 10 Minuten jeder Anwesende gesehen hat, was die Schleimbacke da vorn für ein tolles Teil hat. Um die Show besonders abwechslungsreich zu gestalten, wird zwischendurch immer wieder die Webpräsenz eines Nachrichtenmagazins eingeblendet oder - gaaaanz provokativ - die private eMail-Page.

Doof nur, dass die selbe Präsentation auch vorn auf der Leinwand gezeigt wird, wodurch die Hightech-Masche binnen kürzester Zeit als nutzlos entlarvt wird. Und noch doofer, dass man zu Hause viel gemütlicher im Internet surfen kann, wenn man doch die Inhalte ohnehin schon Tage vorher runtergeladen hat, gar nicht in die Vorlesung kommen müsste und sich am besten gleich einer Notebook Einkaufsberatung unterziehen sollte …

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