A Nightmare before Christmas

16. Dezember 2008, admin

Eine DVD zu Weihnachten zu verschenken ist an sich nicht gerade originell - wenn es aber ein Film ist, der einerseits perfekt zu Weihnachten passt und andererseits so außergewöhnlich gemacht ist, dass man ihn sich jedes Jahr zu den Feiertage erneut anschauen kann, dann gehört er definitiv unter den Baum.

“Nightmare before Christmas” ist so ein Streifen. 1993 erstmals in den Kinos, war der Film zunächst kein besonderer Erfolg für Drehbuchautor Tim Burton und Regisseur Henry Selick. Mit der als Musical aufgemachten Erzählweise des Cartoons spricht man nunmal nicht die Masse an - umso schöner ist es, sich den Weihnachts-Albtraum im Kreise der Familie als Video anzuschauen.

Die Handlung ist niedlich und gesellschaftskritisch zugleich. Im Wesentlichen geht es das Klappergerüst Jack Skellington, einer Fantasiefigur aus der Fantasiestadt Halloween Town. Dieser findet es doof, ständig nur das Fest der Hexen und Henker zu feiern und lässt kurzerhand den Weihnachtsmann entführen, damit er auch mal die Kinder beschenken kann. Dies führ zu enormem Chaos in der Menschenwelt, da Jack’s Geschenkideen nicht gerade kinderfreundlich sind und allzu vielen Erdenbewohnern Angst machen. Im letzten Moment kann Santa Claus das Fest dann doch noch retten und alle sehen ein, dass jedes Fest seinen Platz hat, man aber dennoch stets das Bewusstsein darüber behalten sollte, was man eigentlich gerade feiert.

Ich hasse Halloween

1. November 2008, admin

HalloweenMan möchte meinen, in exponierter Innenstadtlage an einem Verkehrsknotenpunkt zu wohnen, könnte einen vor den Zwängen des Spießerlebens schützen. Anders als wenn man in einer Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern lebt, muss man hier weder seine Nachbarn grüßen, noch braucht man sich Sorgen darüber zu machen, ob jemand mitbekommen hat, wie man mitten in der Nacht sturzbetrunken nach Hause getorkelt ist.

Einige dieser nachbarschaftlichen Zwänge lassen sich jedoch niemals abschütteln, ohne dass man sich dadurch ins gesellschaftliche Abseits katapultiert. Dazu gehört zum Beispiel die Gepflogenheit, seinen stinkenden Müllsack nicht im Hausflur stehen zu lassen. Oder das Gebot, bei einer Party schon vorher alle Anrainer zu informieren um sich den Ärger wegen zu lauter Musik zu ersparen. Aber ist es auch meine Pflicht als stadtbekannter Freak, den Kindern der Nachbarn an Halloween meine letzten Süßigkeiten zu überlassen?

Was die Frage soll? Bis gestern dachte auch ich, es gäbe wichtigere Probleme des urbanen Lebens als die Frage, wie weit Kinder gehen dürfen. Doch die Wirklichkeit hat mich etwas anderes gelehrt: Wer Dir mit Saurem droht, wenn er/sie von Dir nichts Süßes bekommt, meint es in der Regel ernst. Drückt man als unverkleideter Erwachsener einem kleinen Psychopathen im “Scream”-Kostüm keine Schoko-Bons in die Hand, hat man schnell eine ganze Horde kleiner Kürbisköpfe mit Flammen in den Augen am Hals.

Die Geister der Hexennacht sind in der Regel schwer bewaffnet. Mit Ketchup in der Squeeze-Flasche lässt sich beispielsweise prima auf das Gesicht eines Opfers zielen, wenn dieses keine Bonbons als Schutzgeld parat hält. Die Mehl-ins-Gesicht-und-gleichzeitig-in-die-Trillerpfeife-blasen-Methode grenzt meiner Meinung nach sogar an Folter. Gemeinsam haben sie alle vor allem eines: Die Tatsache, dass man sich nicht wehren kann. Vor allem, wenn es die Kinder des Hausmeisters sind …

Marilyn Manson

17. Oktober 2008, admin

Der einzige Tag, an dem Marilyn Manson nicht wie eine Ausgeburt der Hölle herumläuft, ist eben jener, an dem alle wie Monster aussehen: Halloween. Um ehrlich zu sein, beruhigt mich das ein wenig, denn es ist der einzige Beleg dafür, dass der gute Mann vielleicht doch ein “ganz lieber Kerl” ist. Nehmen wir also mal an, dass Marylin Manson tatsächlich mit Augen-Iris zur Welt gekommen sein sollte und sich unter seinem schwarz-weißen Make-up wirklich menschliches Fleisch befindet. Was treibt den Typen um, so herumzulaufen?

Ok, wenn man genau hinsieht, dann könnte man vermuten, dass er unter seinem Grusel-Outfit und der dicken Schminke einfach so hässlich ist, dass er sich denkt: “Na ja, ist jetzt auch schon egal, dann wenigstens hässlich mit Stil”. Oder man schiebt alles auf gezielt erarbeiteten den PR-Effekt, den er mit seinem grässlichen Antlitz erzeugt.

Was aber, wenn er tatsächlich so durchgedreht ist, wie er aussieht? Ganz klar, dann hat er einen Platz in der Kategorie “Prominente Freaks” gewonnen! Was hiermit geschehen ist  :-)

 

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