Raclette

29. Dezember 2008, admin

Ähnlich wie das Fondue ist auch das Raclette eine Art des Abendessens, die relativ wenig Vorbereitung erfordert, aber dennoch so besonders ist, dass eine Einladung stets zu einem echten Gourmet-Event werden lässt.

Für ein Raclette braucht man einen speziell konzipierten Tischgrill, der über eine heiße Platte verfügt und mehrere Einschübe für Raclette-Pfannen besitzt. Ansonsten benötigt man alle möglichen Nahrungsmittel, die man braten, backen oder grillen kann. Hier ein paar Vorschläge …

- gekochte Kartoffelstücke oder -Scheiben

- Speckwürfel

- Cherry-Tomaten

- Hackfleischbällchen

- Karottenscheiben

- Schafskäse

- Chicoree (einzelne Blätter)

- Zwiebelringe

- Baby-Maiskolben

Dies sind nur einige Ideen, denn prinzipiell ist beim Raclette alles erlaubt, was auf den Grill oder in die Pfanne passt. Das Fleisch brät man am Besten erst auf der Platte an und schiebt es dann zusammen mit ein paar anderen Zutaten in die “Röhre”. Nicht fehlen darf natürlich der spezielle Raclette-Käse, wobei dieser wegen des starken Aromas nicht jedermanns Sache ist. Ersatzweise tut’s auch Emmentaler, Gouda oder Mozzarella

 

“Kalimera” in Astoria

22. September 2008, admin

Griechen in New YorkIn New York hat fast jede Einwanderergruppe ihr eigenes Viertel. Dies heißt zwar weder, dass alle Chinesen in Chinatown leben, noch dass es in Little Italy keine Puertoricaner gäbe, doch die jeweilige “Szene” ist meist in festen Bezirken lokalisiert. Dies ändert sich auch nicht, wenn man den Manhattaner Mikrokosmos verlässt. Brooklyn beispielsweise ist aufgeteilt unter Afroamerikanern, orthodoxen Juden und Latinos, ebenso wie man in der Bronx neben der schwarzen Mehrheit auch ganze Straßenzüge vorfindet, die von Italienern bevölkert werden.

Zu jenen Gegenden, die vom touristischen Andrang bisher weitestgehend verschont geblieben sind, obwohl die Einwanderungsgeschichte New Yorks sehr originell wiederspiegeln, gehört Astoria im Westen von Queens. Wie im ganzen “Borough” herrscht auch hier eine gutbürgerliche Atmosphäre; gepflegte Straßen und schnuckelige Backsteinhäuser prägen das Bild. Umso drolliger erscheinen all die griechischen Schriftzüge an den Geschäften und auf den Menü-Tafeln der Restaurants und Kneipen. Im Supermarkt gibt es Produkte aus dem Mittelmeerraum zu kaufen - und das nicht selten zu günstigeren Preisen als im Hellenenreich. Vor allem, wer sich nach Tagen voll von weichem Toast und fadem Schinken mal wieder nach einem knusprigen Brötchen oder pikanter Wurst sehnt, wird glücklich sein, sich hierher verirrt zu haben.

Natürlich hat Astoria keine herausragenden Sehenswürdigkeiten zu bieten, da es sich eigentlich um ein klassisches New Yorker Wohnviertel handelt. Dennoch spürt man deutlich, dass das Lebensgefühl hier vom Takt des östlichen Mittelmeers geprägt ist: Neben den Griechen haben sich in den letzten Jahrzehnten auch andere balkanstämmige Einwanderer sowie Libanesen, Syrer und Ägypter niedergelassen.

Der weite Weg nordwärts bis über die Triborough Bridge lohnt sich übrigens vor allem, wenn man abends in einer der malerischen Restaurants essen möchte. Rund um den Astoria Boulevard und den Ditmars Boulevard befinden sich zahlreiche Fischlokale und Tavernen, die mediterrane Grillspezialitäten und europäische Weine anbieten. Die Preise sind zwar höher als in der Burger-Bude, aber irgendwann hat man ohnehin keine Lust mehr auf Fritten und Hackfleisch, und billiger als in Manhattan isst man hier allemal.

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