Gewöhnungsbedürftig: Japan-Rap

26. November 2008, admin

Zugegeben: Viele Dinge aus dem fernen Osten sind für uns Europäer nicht ganz einfach nachzuvollziehen, und es gibt einige, zum Beispiel japanische, Verhaltensweisen, die uns ungewollt zum Schmunzeln bringen, obwohl es eigentlich nichts zu lachen gäbe. Lasst uns dieses Phänomen einen “kulturellen Graben” nennen.

Dieser kulturelle Graben wird besonders deutlich, wenn besonders typische Elemente einer entfernten Kultur in die eigene übernommen werden. Das muss nicht zwingend etwas mit unterschiedlichen Nationen zu tun haben - beispielsweise ist auch dann ein Clash sichtbar, wenn deutsche Vorstadtkids plötzlich anfangen, einen auf Gangsta zu machen, weil das die coolen amerikanischen Ghetto-Jungs auch so machen, obwohl diese es wohl eher unfreiwillig tun und von Partymusik in Verbindung mit Rap nichts wissen wollen.

Um beim HipHop zu bleiben: Wie überall auf der Welt ist die einstige Black Music längst auch in Asien auf einem Popularitäts-Hoch angelangt. Und weil wir uns in Deutschland schon daran gewöhnt haben, dass Jugendliche sich in ihrem Verhalten gern an Slum-Bewohnern orientieren, sobald sie morgens Mamas und Papas Reihenhäuschen in Richtung ihres Gymnasiums verlassen, müssen wir uns nun eben über japanische Rapper totlachen. Und beim ausgehen kann ein Cooler Gehörschutz für die Disko Abhilfe schaffen.

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Krasse Knäste

14. Oktober 2008, admin

Ich weiß, ich weiß - zuweilen gleite ich etwas ab in die untergründigen Themen der Urbanität, deren Relevanz sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen lässt. Aber es ist nun mal nicht alles Gold, was glänzt, deshalb sollte man immer auch die Kehrseite der leuchtenden Metropolen betrachten. Denn nur, wenn man auch die dunklen Hervorkommnisse der Stadt betrachtet, kann man sie wirklich verstehen.

Es darf wohl als statistische Tatsache betrachtet werden, dass sich nicht nur der Reichtum und das kulturelle Erbe unserer Menschheit in ihren Städten konzentriert - auch das Verbrechen ist in ihnen zu Hause, und dabei viel stärker repräsentiert als auf dem Land. Klar gibt es Mafia-Clans, die sich in den Dörfern ihrer Vorfahren sicherer fühlen als in den Ballungsräumen, wo es immer jemanden gäbe, der sie nicht fürchtet und ihnen deshalb gefährlich werden könnte. Ihre Geschäfte wickeln sie dennoch dort ab, denn nur hier können sie im Schutz der Menschenmengen ungestört ihrem Business nachgehen.

Ein weiterer Grund, warum sich die Anzahl der Verbrecher mit steigender Bevölkerung potenziert, ist die Tatsache, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich in Städten meist besonders deutlich spürbar ist, so wie das Streben der Unterprivilegierten nach Luxus und Statussymbolen - und das oft um jeden Preis. Je größer die Ungleichheit, desto höher auch die Kriminalitätsrate: Johannesburg, L.A., Mexico City, London, Jakarta sind Beispiele für diese These, und es gibt noch zahlreiche mehr.

Und was macht man mit diesem unangenehmen Nebenprodukt der Städte? Man schafft sie aus ihnen heraus. Doch wie das nun mal so ist, wenn man seine “Abfall” woanders hinkarrt und dort einfach wegsperrt - nach dem Motto “Aus den Augen, aus dem Sinn” - wächst das Problem nach und nach zu einer unkalkulierbaren Gefahr heran. Es gärt und brodelt und immer wieder mal quillt das Fass regelrecht über, was nach gewohnter Manier einfach wieder versteckt und wird. So wie in Asse der Atomschleim ins Gestein sickert und man einfach die Luke verschließt, in der Hoffnung, dass es schon keiner merken wird, so passiert es eben auch, dass in Colorado Gefängnis-Häftlinge die Belegschaft als Geiseln nehmen, was kurzerhand damit gelöst wird, dass man eben noch mehr Gittertüren und noch höhere Mauern baut.

Was innerhalb dieser Mauern passiert, wo die nächsttiefere Stufe der menschlichen Abgründe liegt, sieht man in dem YouTube VIdeo weiter unten. Zu sehen ist eine Reportage über die Zustände im Maximum Security Prison “Pelican Bay”. Wie man sieht, zerfleischen sich die Insassen des Supermax-Knasts gegenseitig …

 

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Genug ist genug: Schneidet Euch die Matte ab!

29. Juli 2008, admin

Also langsam reicht’s: Als wäre es nicht genug, dass Deutschlands Ghetto-Jugend modemäßig mal wieder um Jahre hinterherhinkt, haben die Kids es nun auch noch geschafft, den (längst abgelaufenen) Trend zum Vokuhila derart zu pervertieren, dass man von Geschmack nun wirklich nicht mehr sprechen kann. Wo man hinschaut, nichts als hochgegelte Iros mit langer Nackenmatte, getreu der Regel: Je höher oben, desto länger hinten.

Wer ist schuld an diesem ästhetischen Desaster? Ganz klar: Die 9-Euro-Friseure!!! War ein billiger Haarschnitt früher vor allem durch Kreativitätsmangel gekennzeichnet, bekommt man heute für ein bisschen Kleingeld auch mal was Ausgefallenes verpasst. Dagegen ist ja prinzipiell nichts einzuwenden, aber BEI WEM HABEN DIE DIESE FRISUR GESEHEN? Welcher Promi hat je diesen Haarschnitt getragen und damit signalisiert: IHR DÜRFT DAS AUCH?

Ich weiß, ich weiß, man soll sich seine Mode nicht diktieren lassen. Aber wieso lasse ich sie mir von einem liegengebliebenen Hair Stylisten aufschwatzen, wenn ich doch mit eigenen Augen sehen kann, dass dieser Schnitt einfach nur scheiße aussieht? Dann doch lieber von einem Celebrity, egal ob Klasse A, B oder C.

Deshalb sage ich Euch allen da draußen: Wenn ihr mal groß seid, werdet ihr Euch selbst dafür hassen, dass ihr Euch Eure eigenen Jugendfotos mit diesem Haarschnitt versaut habt! Hört auf mich, denn als Kind der 90er weiß ich ganz genau, wovon ich spreche. Damals trugen wir geleckte Mittelscheitel - natürlich schön gründlich ausrasiert - und auch bei uns gab’s schon bunte Tönungen … Und was haben wir jetzt davon? Alle Bilder im Alter von 14-17 verbrannt, damit keiner dieses Desaster je zu Gesicht bekommt.

 

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