Grimm & Co.

11. Dezember 2008, admin

Heute konnte ich mich mal zu einem klassischen Geschenk als Weihnachtsempfehlung durchringen: ein Märchenbuch. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm haben die Erzählungen aus dem Volke einst niedergeschrieben - diese Mühe soll schließlich nicht umsonst gewesen sein.

Wer sich ein Exemplar von “Grimm’s Märchen” zulegt (es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende verschiedener Editionen), dürfte schon nach kurzer Zeit ziemlich verblüfft sein, wie wenig von den Geschichten hängengeblieben ist, so lange wie die eigene Kindheit her ist. Wer weiß denn schon, worum es im “Gestiefelten Kater” geht? Oder was die Handlung von “Der süße Brei” ist? Aschenputtel und Schneewittchen dürfte man gerade noch zusammenbringen, wobei dies wahrscheinlich eher der Verdienst von Walt Disney ist als eine Errungenschaft der beiden Pioniere deutscher Volksliteratur. Es gibt sogar das eine oder andere Grimm Märchen, dessen Name ich nicht einmal gehört habe. Wie geht es Euch bei “Der Liebste Roland” und “Das singende springende Löweneckerchen”? 

Es wird also allerhöchste Zeit, den Verlust unseres Kulturgutes rückgängig zu machen und ein Märchenbuch zu verschenken. Am Besten kauft man sich selbst auch gleich eines, schließlich sollte man mit gutem Beispiel voran gehen.

Die vertiefte Kenntnis der Märchenwelt und der damit einher gehende Gewinn an Allgemeinbildung hat übrigens auch praktische Vorteile. Wer jemals in einer Quiz-Show mehr als 500 Euro gewinnen möchte, sollte schon wissen, wer bei den “Bremer Stadtmusikanten” ganz oben steht, und was es mit dem Namen des “Märchens von einem der auszog, das Fürchten zu lernen” auf sich hat …

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