Per Mitfahrgelegenheit durch Deutschland

8. Oktober 2008, admin

Deutschland gehört zu den größten Staaten in der EU und dennoch ist man bei Inlandsreisen in der Heimat auf fast allen Strecken immer noch am schnellsten unterwegs, wenn man sich ins Auto setzt, anstatt mit dem Zug zu fahren, und kommt billiger davon als wenn man Billigflüge nimmt. Außerdem hat das Auto den Vorteil, dass man stets direkt an sein Ziel gelangt, anstatt sich nach der Ankunft am Bahnhof oder Flughafen noch mit anderen Verkehrsmitteln weiterzuschleppen - von den Extrakosten mal ganz abgesehen. Dazu kommt der Komfort einer Autofahrt: Pause machen, wann man will. Beine vertreten, wann man will. DIe Musik hören, die man will.

All das zusammen dürften die Gründe sein, weshalb Mitfahrzentralen im Internet seit Jahren einen Boom verzeichnen. Anfangs waren es nur Studenten, die bei der regelmäßigen Fahrt von der Universitätsstadt in den Heimatort Geld sparen wollten. Oder Pendler, die ihre Benzinkosten durch das Mitnehmen von zusätzlichen Fahrgästen niedrig hielten. Doch seit die Daten von angebotenen und gesuchten Mitfahrgelegenheiten in vielen Web-Datenbanken kostenlos hinterlegt und abgefragt werden können, haben sich Angebot und Nachfrage gegenseitig hochgeschaukelt. Heute kann man fast an jedem Tag in fast jede Stadt des Landes kommen, ohne sein eigenes Auto benutzen zu müssen - vorausgesetzt der Ziel- oder der Startpunkt ist eine Großstadt.

Von Warnemünde nach Castrop-Rauxel mitgenommen zu werden, kann natürlich schwierig werden, bzw. bedarf einer langfristigeren Planung. Relativ sicher sind die Verbindungen ab und nach Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Dresden, Leipzig und Ruhrgebiet. Die hohe Frequenz der Fahrten und der niedrigere Preis (je nach Distanz und Verhandlungsbasis zwischen 10 und 50 Euro) überzeugen längst auch Business People und Wochenendausflügler.

Doch dieser Trend zur Mitfahrgelegenheit hat auch einen negativen Aspekt: Das Geschäft mit den Mitfahrern verlockt zur illegalen Bereicherung. Wer Portale wie mitfahrgelegenheit.de regelmäßig nutzt um von A nach B zu kommen, dem ist vielleicht aufgefallen, dass die Fahrer sehr häufig mit einem 8-Sitzer (Van) unterwegs sind. Da drängt sich einem der Verdacht auf, ob die Fahrt überhaupt nur deshalb stattfindet, weil man mit 5, 6 oder 7 Gästen doch ein Vielfaches dessen einnimmt, was das Benzin gekostet hat …

Ferienhäuser online finden.

Bahnboykott

31. August 2008, admin

Die Bahn wird schon wieder teurer, zumindest war es so in den letzten Tagen den Medien zu entnehmen. Gestiegene Kosten, Modernisierungsmaßnahmen - blablabla - sind die angeblichen Gründe für die Preiserhöhung und die Entscheidung, künftig für Ticketkäufe am Schalter eine Extra-Gebühr zu verlangen.

Dabei gibt es doch mittlerweile genug andere Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Ich, der schon seit Jahren keinen Fuß mehr in einen Zug der Bahn gesetzt hat - mal abgesehen vom öffentlichen Nahverkehr - möchte Euch daher ein paar Tipps geben, wie Ihr echte “Mobility” erleben könnt, ohne auf die Abzocke von Mehdorn & Co. hereinzufallen. Und ohne in Euer eigenes Auto zu steigen.

1. Flugzeug

Um zwischen Großstädten hin und her zu pendeln, hat sich der Luftweg in den letzten Jahren, trotz gestiegener Ticketpreise, als schnelle, günstige und komfortable Alternative zur Bahn erwiesen. Hat man genug Vorlauf und ist flexibel, was die genaue Abflugzeit betrifft, kommt man mit den Sonderangeboten von Lufthansa, Germanwings, AirBerlin und TuiFly meist für unter 100 EUR von der einen Metropole in die andere, und das bei Weitem nicht nur innerdeutsch. Wer Sorgen bezüglich des Klimaschutzes hat, lasse sich sagen, dass ein vollbesetzter Jet bestimmt nicht schlimmer für die CO2-Bilanz ist als ein leerer ICE, wie sie im Stundentakt durchs Land sausen.

2. Bus

Größere Strecken mit dem Bus hinter sich zu bringen, hat vor allem unter Deutschlands Einwanderern Tradition. Weil es schon vor Jahrzehnten die günstigste Variante war, nach Spanien, Portugal oder in Richtung Balkan zu kommen, haben sich viele Unternehmen wie die Deutsche Touring auf die Gastarbeiter-Klientel spezialisiert. Mittlerweile sind viele andere nachgezogen und man kommt z.B. mit dem BerlinLinienBus für unter 50 EUR oneway von München in die Bundeshauptstadt.

3. Mitfahrgelegenheit

Mein persönlicher Favorite, denn man ist fast immer schneller als die Bahn, oft sogar schneller als mit dem Flugzeug (zumindest innerdeutsch). Und mit den 25 Euro Fahrtkosten von Köln nach Hamburg kann auch das Dauer-Spezial der Bahn nicht mithalten. Großes Plus: Die Mitfahrgelegenheit sind über die entsprechenden Internetseiten in Hülle und Fülle verfügbar (oft auch kurzfristig) und obendrein lernt man dabei auch fast immer nette Leute kennen … 

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