Der Club, der sich ständig neu erfindet

17. August 2008, admin

Schon bevor das Tribehouse in Neuss 2004 zum besten Club Deutschlands gewählt wurde, wussten seine Stammgäste längst, dass ihr Favorite zu den Top-Locations in ganz Europa gehört. Nicht nur, dass hier seit 10 Jahren die absolute Avantgarde in Sachen elektronischer Tanzmusik an den Plattentellern steht - das Tribehouse ist auch der wohl einzige Club, der jedes Jahr in komplett neuem Look an den Start geht.

Im Moment steht der Tanzpalast unter dem Motto “Rockoko” und gibt sich königlich-pompös. Das ReOpening ist ein alljährliches Spektakel, denn keiner weiß, was ihn im Tribehouse erwartet. Mit ihren innovativen Konzepten haben die Tribehouse-Macher stets den richtigen Riecher bewiesen und Trends fürs ganze Land gesetzt. Doch nicht nur indoor hat der Club nahe Düsseldorf einiges zu bieten: Sobald im Frühsommer die Temperaturen steigen, verlagert sich die Party in die längst legendäre “Kiesgrube”. Schnell vergisst man hier, dass man sich weder auf Ibiza noch auf Mykonos befindet, sondern mitten in NRW.

KaZantip - die Techno-Republik

7. August 2008, admin

Vorbei die Zeiten, in denen Berlin die Hauptstadt des Techno und die Loveparade das größte Tanzfest der Welt gewesen ist. Längst müssen wir viel weiter nach Osten blicken, wenn wir die neuesten Superlative der Elektro-Szene entdecken wollen, genauer gesagt: in die Ukraine.

Auf der malerischen Krim-Halbinsel am Schwarzen Meer findet seit mittlerweile über 15 Jahren das wohl abgefahrenste Techno-Festival der Welt statt: KaZantip. Gemäß der offiziellen Sprachregelung ist KaZantip jedoch nicht gar keine Party, sondern eine Republik - mit eigener Verfassung, Ministern und einem Präsidenten. Staatschef Nikita I. (bürgerlicher Name: Nikita Marshunok) hat den Feierstaat im Jahr 1991 gegründet, seither öffnet die “Republik Z”, wie KaZantip im Volksmund genannt wird, jährlich im Juli ihre Pforten um Partygänger aus ganz Osteuropa für 30 Tage in einen Rausch aus Beats und Beach zu versetzen.

Um Einlass nach KaZantip zu erhalten, benötigt man - wie in jedem ordentlichen Staat - ein Visum (Preis: ca. 200 €), und je nachdem wie komfortabel man während seines Aufenthalts residieren möchte, kommen noch Kosten für die Unterkunft hinzu. Viele KaZantipianer begnügen sich jedoch mit einem Zelt, denn das Wetter auf der Krim ist mediterran geprägt und gerade in den Sommer-Monaten durchaus für mehrwöchiges Camping geeignet.

Das Staatsgebiet von KaZantip liegt direkt am weitläufigen Strand nahe des verträumten Dorfes Popovka, und ist mit allen Finessen ausgestattet, die der partyhungrige Urlauber zum Spaß haben benötigt. Obwohl mehrheitlich Russen, Ukrainer und Polen hier abtanzen, hat sich die Techno-Republik in den letzten Jahren auch in Mittel- und Westeuropa zum Geheimtipp entwickelt. Neben Russisch und Englisch gehört auch Deutsch zu den gängigen Sprachen der Z-Beamten, wobei die Völkerverständigung hier in den meisten Fällen wortlos funktioniert - die Musik dient als ultimative Sprache in KaZantip.

Für dieses Jahr ist die Krim-Party leider schon ausgebucht, dennoch sollte man dieses Mega-Event im Hinterkopf behalten. Wer die Schnauze voll hat vom überteuerten Ibiza sollte flüchten und 2009 einen Asylantrag in KaZantip stellen. Wer früh genug dran ist, kann die dortige Einwanderungsbehörde sicherlich von seiner Not überzeugen!

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Euch in der Ukraine erwartet  …

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