Kochbuch für Hartz IV Empfänger

20. Oktober 2008, admin

Kochbücher für den kleinen Geldbeutel sind ja nichts Neues. Von ALDIdente, erschienen im Eichborn Verlag, gibt es ja schon mehrere Ausgaben, und die Frauenzeitschriften widmen sich regelmäßig der Frage, wie man seine Familie bekochen kann ohne ein Vermögen dabei auszugeben.

Schön, dass es jetzt auch ein Kochbuch speziell für Hartz-IV-Empfänger gibt. Dabei handelt es sich natürlich nicht um ein sozialkritisches Manifest, sondern um ein witzig aufgemachtes Werk mit pfiffigen Rezepten, die nicht viel kosten. Aufgemacht im typischen Behörden-Look mit gestempelten Hinweisen und aufgemotzt mit Überlebens-Tipps für die Zeit, wenn man gar kein Geld mehr da ist (Kräuter sammeln), beweist “Hart(z) IV - für harte Zeiten” (Lumica), dass man ein Kochbuch auch lesenswert gestalten kann.

Schade nur, dass Stütze-Empfänger das Buch höchstwahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen werden: Es kostet nämlich 12 Euro. Statt Ingwer-Karotten-Suppe, Zitronenspaghetti oder eingelegter Wassermelonenschale gibt’s in Neukölln, Wilhelmsburg und Porz morgen also doch wieder nur Kartoffeln.  

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