Eee?

7. November 2008, admin

Als der Computerhersteller ASUS im Frühling seinen Mini-Laptop “Eee” auf der CeBit vorstellte, wusste man noch nicht so recht, was man mit diesem kleinen Ding anfangen sollte. Zu merkwürdig schien das Konzept eines tragbaren Computers, dessen Funktionen auf das Wesentliche konzentriert werden, um seine Akku-Laufzeit zu verlängern und den Preis zu verkleinern.

Erheblich zu verkleinern. Der Eee 900a beispielsweise kostet nicht einmal 300 EUR und bietet trotzdem die wichtigsten Features, die man einem mobilen Rechner abverlangt. Schnelles Internet mit Videotelefonie (integrierte Cam), ein effizientes Betriebssystem (LINUX) mit Textverarbeitungsprogramm und eine durchgehende Batterie-Laufzeit von vier Stunden.

Doch obwohl das Mini Notebook besonders für die Zielgruppe “Schüler und Studenten” gepriesen wird, muss man sagen, dass es schon sehr viel Gewöhnung kostet, längere Texte auf der winzigen Tastatur zu verfassen.  Als Zweitgerät ist der Eee hingegen sicher zu empfehlen, vor allem, wenn man einen leistungsfähigen Rechner zu Hause hat und bisher vor allem wegen der hohen Anschaffungskosten gegen den Kauf eines Laptops gewesen ist.

 

Keimquelle Tastatur

4. Oktober 2008, admin

Fotograf: A.FladeComputertastaturen sind die reinsten Keimschleudern. Oft dienen sie Krankheitserregern über Jahre als sicheres Refugium, geschützt vor desinfektiösen Reinigungsmitteln können sie sich optimal ausbreiten. Noch wohler fühlen sich Kokken und Viren, wenn man mit eingecremten oder fettverschmierten Händen, am Besten direkt ohne Händewaschen vom Klo gekommen, in die Tasten haut. Noch ein feuchter Nieser drauf und schon ist ein neues Universum des Ekels geschaffen.

Wobei das Wort “eklig” gar nicht ausreicht, um zu beschreiben, was genau man da unfreiwilligerweise heranzüchtet. Wenn man so einen Tastatur-Abstrich nämlich mal in einer wohltemperierten Petrischale ausreifen lässt, findet man dort ein schwarzbraun-pelzige Hölle wieder, in der sich Bakterien und Pilze um die Herrschaft des Bösen kämpfen.

So was kann auch ein Freak nicht akzeptieren, deshalb habe ich mir den Rat eines Foren-Users zu Herzen genommen, es doch mal mit Cyber Clean auszuprobieren. Auf der Website von Cyber Clean wurde das angeblich revolutionäre Reinigungsmittel natürlich als Non-Plus-Ultra in Sachen Tastaturreinigung angepriesen, worauf ich - werbeverseucht, wie ich bin - es direkt bestellt habe.

Ein paar Tage später durfte ich die gallertartige Masse (hat mich direkt an den Disney-Spielfilm “Flubber” erinnert) endlich in den Händen halten. Die Handhabung schien laut Packungsangabe ganz einfach zu sein: Die Masse einfach auf die Tasten drücken, damit sie in die Zwischenräume eindringen kann und die dort befindlichen Partikel daran haften bleiben. Hat leider weder mit dem normalen Keyboard, noch mit der Laptop-Tastatur funktioniert.

Der penetrante, Klostein-artige Zitronengeruch soll einem wohl vorgaukeln, dass Cyber Clean antibakteriell wirkt - so steht es auf der Packung, wobei sich diese Eigenschaft, wie ich finde, nicht so gut mit dem Hinweis “wiederverwendbar” deckt.

Mein Tipp: Neue Tastatur kaufen.

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