Bombay Crushed

29. Oktober 2008, admin

KumquatsEs ist so eine Sache mit den Cocktails: Die, die sich schon seit Jahrzehnten auf den Getränkekarten dieser Welt behaupten können, findet man irgendwann langweilig. Sticht einem dann doch mal ein Mix ins Auge, den man noch nicht kennt, geht die Sache oft in die Hose, weil der Drink einfach nicht ausgewogen gemischt ist und man ihm ansieht (bzw. anschmeckt), dass da jemand auf Biegen und Brechen versucht hat, etwas Neues zu kreieren, völlig egal, was am Ende dabei rauskommt.

Gott sei Dank, dass es - leider viel zu selten - doch noch echte Cocktail-Profis gibt, die der Welt immer wieder neue Geschmackserlebnisse kredenzen. Manchmal sind das nicht einmal Barkeeper, sondern die Likörproduzenten selbst, die sich verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für ihr Produkt ausdenken, um es besser verkaufen zu können. Nein, ich spreche hier nicht von Verpoorten, dem Eierlikör-Hersteller, der es mit seiner Cocktail-Kampagne geschafft haben dürfte, auch noch die letzte Seniorenheim-Bewohnerin als Kundin zu vergraulen. Hier ist von Bombay Sapphire und der neuesten Gin-Kreation, “Bombay Crushed”, die Rede.

Bombay Crushed ist der wohl leckerste Cocktail, der in den letzten Jahren publik gemacht wurde. Zumindest spricht er alle Caipi-Trinker an, was durchaus einen Großteil der Bar-Klientel ausmachen dürfte. Aber ich möchte Euch nicht zu lange auf die Folter spannen … hier ist das Rezept.

Man nehme

6 cl Gin (Bombay Sapphire)

4-6 Kumquats

2-3 Teelöffel Braunen Zucker

1 Schuss Lime Juice

Crushed Ice

Die Zubereitung funktioniert ähnlich wie beim Caipirinha oder Mojito: Kumquats und braunen Zucker ins Glas und mit einem Stößel zerstampfen, anschließend das Glas komplett mit Crushed Eis füllen, Gin und einen Spritzer Lime Juice drauf, und fertig ist das bitter-sauer-süße Partygetränk

Alkopop - ein Nachruf

10. Juli 2008, admin

Verschiedene SpirituosenKürzlich beim Spaziergang durch die Getränkeabteilung von EDEKA - ich war auf der Suche nach einem spritzigen Aperitif für meine Gäste - wurde mir mal wieder klar, wie schnell sich die Welt doch ändert. Wie war das noch damals, als man sich das Cocktails mixen sparen konnte, schließlich waren die Regale voll von leckeren Alkopops. Wodka mit Zitronengeschmack; Rum mit Limette, Himbeer oder Orange; Gin in allen Varbvariationen - bei optimalem Alkoholgehalt zwischen 4 und 6 Prozent.

Dann kamen die bösen Gesundheitsschützer und stellten fest: das schmeckt auch kleinen Teenies gut, und schwupps, kostete eine Flasche Breezer, Ice und was es sonst noch so gab, gleich doppelt so viel. Weil die Politik es so wollte, gibt’s jetzt außer Wein und Bier nur noch den ganz harten Stoff im Regal, denn den mögen experimentierfreudige Pubertätsopfer ja überhaupt nicht, und deswegen ist er auch nicht so gefährlich. Komische Schlussfolgerung.

Alkopop, wir vermissen Dich!

 

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