Eee?

7. November 2008, admin

Als der Computerhersteller ASUS im Frühling seinen Mini-Laptop “Eee” auf der CeBit vorstellte, wusste man noch nicht so recht, was man mit diesem kleinen Ding anfangen sollte. Zu merkwürdig schien das Konzept eines tragbaren Computers, dessen Funktionen auf das Wesentliche konzentriert werden, um seine Akku-Laufzeit zu verlängern und den Preis zu verkleinern.

Erheblich zu verkleinern. Der Eee 900a beispielsweise kostet nicht einmal 300 EUR und bietet trotzdem die wichtigsten Features, die man einem mobilen Rechner abverlangt. Schnelles Internet mit Videotelefonie (integrierte Cam), ein effizientes Betriebssystem (LINUX) mit Textverarbeitungsprogramm und eine durchgehende Batterie-Laufzeit von vier Stunden.

Doch obwohl das Mini Notebook besonders für die Zielgruppe “Schüler und Studenten” gepriesen wird, muss man sagen, dass es schon sehr viel Gewöhnung kostet, längere Texte auf der winzigen Tastatur zu verfassen.  Als Zweitgerät ist der Eee hingegen sicher zu empfehlen, vor allem, wenn man einen leistungsfähigen Rechner zu Hause hat und bisher vor allem wegen der hohen Anschaffungskosten gegen den Kauf eines Laptops gewesen ist.

 

American Apparel vs. H&M

6. November 2008, admin

In den letzten beiden Jahrzehnten gab es zwei Modeketten, die den Markt für jugendliche Fashion revolutioniert haben: Beide sind bekannt dafür, aktuelle Trends aufzugreifen und neue zu setzen, ohne den Kunden dabei tief in die Tasche zu greifen - und dennoch liegen Welten zwischen H&M und American Apparel. Was unterscheidet die beiden Textilgiganten und was haben sie gemeinsam? Kann man sagen, einer von beiden ist der Bessere?

Rein zahlenmäßig stellt H&M seinen amerikanischen Wettbewerber komplett in den Schatten, doch uns als Kunden hat das zunächst nicht zu interessieren. Trotzdem ist der schwedische Konzern mittlerweile in so gut wie jeder mittelgroßen Stadt vertreten und erreicht so einfach eine viel breitere Masse. Was nicht heißt, dass der Konkurrent aus L.A. nicht ebenfalls auf einen möglichst weiten Kundekreis setzt und dies in den USA auch durchaus mit Erfolg.

Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Philosophie hinter den Unternehmen. Während H&M die Produktionskosten seiner Kollektionen durch Niedriglohnproduktion halten muss, um die Top-Models zu bezahlen, die von seinen überlebensgroßen Werbeplakate prangen, kommuniziert American Apparel lediglich die eigene Firmenstruktur um seine Produkte zu preisen. Integrierte Produktion mit Tarifgarantie lautet die Devise bei AA - eine Strategie mit der sich auch die so genannten “Conscious Consumers” für die Klamotten aus Kalifornien begeistern lassen.

Für viele ist dies bereits das schlagende Argument. Doch auch, wenn man die Sache etwas simpler sieht, hat American Apparel vielleicht tatsächlich den richtigen Weg eingeschlagen. Denn die amerikanische Low-Cost-Fashion-Kette stellt Kleidung her, die durch ihre simplen Schnitte und einfarbigen, unbedruckten Stoffe zwar irgendwie unscheinbar wirkt. Der bewusste Verzicht auf ein sichtbares Branding zeigt aber, dass man genau jenen Aha-Effekt vermeiden möchte, den H&M-Ware auslöst: “Schau mal, das T-Shirt hab’ ich bei Hennes gesehen, das kostet 14,90.”

Ob der American Style gegenüber dem Swedish Chic bestehen kann, muss am Ende natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Je nachdem, ob ein Trend gerade über den großen Teich zu uns schwappt, oder eben aus Europa in die USA, wird mal der eine, mal der andere vorne liegen.

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