Big Green Apple

20. September 2008, admin

Wie schon mehrmals in diesem Blog erwähnt, sind die New Yorker umweltbewusster als man denken mag. Mülltrennung und Energie sparen sind hier keine Fremdworte, dennoch gibt es nach Meinung der Stadtverwaltung noch einigen Nachholbedarf, vor allem in Sachen CO2-Reduktion.

“Reduce your carbon footprint” lautet die Devise, und deshalb hat Bürgermeister Michael Bloomberg die Kampagne GreeNYC ins Leben gerufen. Sie soll die Bürger über Plakate, Zeitungsannoncen und Werbevideos dazu bringen, ihren Alltag klimabewusst zu gestalten, das heißt zum Beispiel, nicht mehr Strom zu verbrauchen als nötig und keinen überflüssigen Abfall zu produzieren.

Doch die New Yorker sind nun mal ein verwöhntes Völkchen und besonders anspruchsvoll, wenn es um die professionelle Gestaltung von Werbebotschaften geht. Weil man in dieser Stadt rund um die Uhr von Leuchtreklamen angeblinkt wird, gewöhnt man sich daran, permanent mit Scheuklappen durch die Straßen zu laufen - Aufmerksamkeit bekommt nur, was wirklich auffällt.

Deshalb wurde GreeNYC nicht nur mit einem eingängigen Namen, sondern auch mit einem pfiffigen Logo versehen, einem stilisierten Apfel, angelehnt an den Spitznamen der Stadt.

Und nun ratet mal, wem genau dieses Emblem ein Dorn im Auge ist? Die Antwort lautet: Apple Computers. In seiner Begründung wirft der Technologiekonzern der Umweltinitiative vor, dass die Ähnlichkeit der jeweiligen Konterfeis die Verbraucher dahingegen verwirren könnten, dass sie versehentlich (!) ein GreeNYC-Merchandise- anstatt eines Apple-Produkts kaufen würden.

Zugegeben: Die Logos sind sich wirklich auffällig ähnlich. Aber: Sie sehen keinesfalls gleich aus, und die Produkte sind so unterschiedlich, dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Außerdem: Ein Apfel ist nun mal ein Apfel. Würde man diesen patentieren, dann dürften in Zukunft wohl auch Kleinkinder Probleme bekommen, wenn sie in der Malstunde einen fantasievollen Obstbaum aufs Papier kritzelten.

Aus genau diesem Grund sieht GreeNYC die Sache eher gelassen und hat wiederum Apple dafür kritisiert, etwas so Allgemeines wie einen Apfel als Trademark zu verwenden und sich dann zu wundern, wenn man mit solchen Repliken konfrontiert wird. Offensichtlich will die Stadt den Konflikt erst mal aussitzen. So sind sie, die New Yorker: Bissig, dickköpfig … und unheimlich sympathisch.

Damit Ihr Euch ein Bild von der Lächerlichkeit des Logo-Streits machen könnt, gibt’s hier das GreeNYC-Video …

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Oh Du schöner Central Park …

8. September 2008, admin

Jacqueline Onassis ReservoirNew York kann zuweilen echt anstrengend werden. Straßenschluchten, Verkehrschaos, Menschenmassen und die permanente Werbe-Berieselung machen es einem nicht leicht, sich hier zu entspannen. Die meisten Oasen der Stille befinden sich innerhalb von Gebäuden – Spas oder Restaurants, zum Beispiel – doch der Aufenthalt dort ist in der Regel nicht umsonst und so zieht es die meisten Menschen, die sich im Big Apple aufhalten, immer wieder in die grüne Lunge der Stadt, den Central Park.

 

Ungeachtet seiner sicherlich imposanten Ausmaße ist der Central Park weder der größte Stadtpark der Welt noch der Amerikas. Aber er ist wunderschön und so vielseitig wie wenige urbane Grünanlagen. Betritt man ihn von Downtown kommend, zeigt er sich noch relativ unspektakulär, mit niedlichen Spazierwegen und ein paar Beeten und Bäumen. Doch je weiter man nordwärts läuft, desto mehr verstummen die Geräusche der umliegenden Avenues und das Natur-Feeling kehrt ein.

 

Ziemlich in der Mitte des Parks befindet sich mit dem Jacqueline Onassis Reservoir ein gewaltiger See, der einst als Speicher für die Wasserversorgung von New York gedient hat. Nachdem jedoch vor mehr als hundert Jahren die Cholera ausbrach – die starke Verschmutzung des Wassers hatte zur Keimbildung geführt – musste man jedoch auf einen Ort außerhalb der Innenstadt ausweichen. Von dieser langen Geschichte ist heute nichts mehr zu spüren, wenn man die Seepromenade entlang spaziert. Im Gegenteil: Hier, wo nicht einmal die Wolkenkratzer des Bankenviertels mehr zu sehen sind, kehrt endlich Ruhe ein, in dieser Stadt, die sonst keine Stille kennt.

 

 

 

 

 

 

Im Zeichen des “Big Apple”

22. August 2008, admin

Der Herbst wird heiß! Der Freak packt seine Sachen und macht die Mutter aller Städte, New York City, einen Monat lang unsicher. Was das für Euch bedeutet? Ist doch klar: Ihr bekommt die neuesten Trends, die undergroundigsten Locations, die witzigsten Stories aus dem Big Apple aus erster Hand präsentiert.

Große Meister im Guggenheim, krasse Parties im Meatpacking District, ausgedehntes Picknick im Central Park - jeden Tag ein Post aus der Stadt, die niemals schläft. Von 1. bis 30. September auf urban-freak.de …

 

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