Met-Ein wohlschmeckender Wein

27. Mai 2010, admin

Met wird schon seit ältester Zeit von den Menschen gebraut. Die Verwandlung in ein schmackhaftes Getränk aus Honig mit Alkohol wurde schnell als ein Gottesgetränk bekannt. Met wurde nur zu besonderen Anlässen der Götterehrung getrunken, dabei wurde es durch die Besäufnisse auch zu einer Opferhandlung durch den Alkohol. Bis in das Mittelalter war es ein beliebtes Getränk. Doch der Wein aus dem Süden und das Bier aus dem Norden ließen den Honigwein im Mittelalter immer mehr in den Hintergrund rücken. Denn die Gewinnung von Met war um einiges Aufwendiger und damit teurer.
Der Wein wurde auch gerne als Heilmittel genommen. So wurde er bei Vergiftungen zugeführt und bei Halsschmerzen gegurgelt.
Heute findet man Met fast ausschließlich in den nordischen Regionen Europas wieder. Gerade auf Festen, die das Mittelalter widerspiegelt, gibt es den Honigwein in Trinkhörner serviert. Diese Trinkhörner können auch auf den Märkten erstanden werden. Mit Kirschsaft vermischt wird er gerne als Drachenblut aus Trinkhörner, wie im Mittelalter, genossen. Zudem ist dabei der Alkohol-Gehalt etwas geringer.
Die Gährung von Honigwein wird heute mit Reinzuchthefe vorgenommen. Somit ist eine Gährung schneller gewährleistet. Dieser Wein kann unterschiedliche Färbungen aufweisen. Dies liegt immer an dem Honig, der bei der Gährung verarbeitet wurde. Auch der Alkohol spielt eine Rolle dabei. Hierbei wird dunkler Met teurer gehandelt, wie heller. Da dunkler Honig seltener ist. In alten Rezepturen wurde auch Karamell als Zugabe nach der Gährung genannt, um den Honigwein zu verdunkeln. Diesen Wein kann man in einem Eichenfass veredeln.
Met ist ein Genuss aus Honig, der warm und kalt genossen werden kann und am besten aus Trinkhörner schmeckt.

Wie drück’ ich mich vorm Karneval?!

18. Februar 2009, admin

Helau aus MainzAb morgen beginnt der Karnevalsmarathon. Auf der Straße wird man betrunken angegrölt, im Fernsehen und im Radio auch, und sogar beim Surfen im Internet erinnern Alaaf- und Helau-Popups immer wieder daran, dass es kein Entrinnen gibt vor den Jecken-Zombies.

Na ja, fast kein Entrinnen. Wer wie ich bereits seit Jahren große Energie darin investiert, vor dem Fasching zu flüchten, kennt freilich das eine oder andere Schlupfloch, in dem man sich zwischen Weiber-Fastnacht und Karnevalsdienstag verstecken kann. Diese Orte sind natürlich so geheim, dass ich sie an dieser  Stelle nicht verraten kann. Aber mit einem vielgeglaubten Irrtum möchte ich dennoch aufräumen.

Denn nur zu gern wird das eigene Zuhause fälschlicherweise als Unterschlupf genutzt, wenn die närrische Zeit mal wieder in vollem Gange ist. Doch warum sollte man gerade hier sicher sein? Schließlich befindet man sich mitten in Feindesland, und alle Nachbarn mit ihren Kindern und Kindeskindern sind doch längst infiziert mit diesem Virus, der sämtliche Gehirnzellen binnen Stunden zerstört und ihre Regeneration für mindestens fünf Tage komplett blockiert. Sich in so einer Situation zu Hause zu verkriechen wäre ja, als würde man auf der Flucht vor der internationalen Organmafia in einem slowakischen Hostel einchecken. Daheim werden die KKs (Kurzform für “karnevalkontaminiert”) Dich in jedem Fall finden. Ein beliebter Trick ist, dass sie sich als “normal” verkleiden um bei Dir zu klingeln und nach einer Tasse Zucker zu fragen. Und kaum hat man geöffnet, fliegt einem schon der Konfetti-Schmodder ins Gesicht.

Deshalb lasst Euch sagen, liebe Karnevalshasser: Sicher seid Ihr nur dort, wo Jecken und Funkemariechen aus Prinzip nicht hingehen … Orte, an denen es weder Alkohol noch Kamelle gibt.

Wodkapudding - Speise der Götter

7. Oktober 2008, admin

Wie macht man aus ordinärem Wackelpudding eine echte Götterspeise? Mit Alkohol natürlich! Und weil Wodka einen relativ neutralen Geschmack hat, entscheiden sich die meisten Pudding-Experimenteure für das russische Nationalgetränk. Das Beste an diesem Wodkapudding ist, dass er ohne große Mühe in kürzester Zeit vorbereitet ist - und trotzdem eine wahrhaft einschlagende Wirkung hat.

Man nehme

- Puddingpulver für Götterspeise (kalte Zubereitung!), z.B. Waldmeister

- Wodka

- Wasser

Zubereitung:

Die Götterspeise wird nach Packungsangaben zubereitet. Anstatt die volle Menge Wasser zu verwenden, löst man das Pulver in einer 50:50-Mischung aus Vodka und Wasser auf. Damit der Alkohol sich nicht durchs Erwärmen verflüchtigt, ist es wichtig, ein Produkt zu verwenden, dass ohne Aufkochen auskommt.

Die flüssige Masse wird in beliebige Behälter (z.B. Plastik-Partybecher) gefüllt und dann für ca. 1-2 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Vor dem Servieren mit einem Zahnstocher versehen oder mit einem Löffel reichen. Der erste Happen schmeckt so oder so meistens etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann wird’s stetig besser. Das kann ich aus Erfahrung sagen …

Schweden: Alles verboten.

14. August 2008, admin

GeschlossenSchweden ist ein wunderschönes Land. Für Familien. Für Romantiker. Für Naturliebhaber. Aber nicht für Partygänger.

Dabei ist es nicht so, dass die Skandinavier nicht gern feiern würden. Man erinnere sich nur an einen der letzten Sommerurlaube in Spanien, Griechenland oder Malta. Hier sind es fast immer die Schweden, Dänen, Finnen, Norweger, die am meisten auf die Kacke hauen, und als letzte aus den Clubs verschwinden, sogar nach den Engländern. Wer das schon immer komisch fand, sollte das nordeuropäische Königreich mal besuchen. Denn es gibt definitiv nichts Enttäuschenderes als ein Partywochenende in Stockholm.

Erstens ist Alkohol sündhaft teuer - ein Bier kostet umgerechnet zwischen 8 und 10 Euro.

Zweitens darf er nur zu bestimmten Urzeiten ausgeschenkt werden - um Mitternacht ist in aller Regel Schluss.

Drittens hätte es auch wenig Sinn, die Ausschankzeiten zu verlängern, da Schwedens Clubs um 2 Uhr morgens ihre Türen schließen - per Gesetz.

Das allerschlimmste aber ist, dass die Diskotheken, Bars und Clubs eigentlich super sind und mit derart abwechslungsreichen Konzepten an den Start gehen, dass man sich umso mehr ärgert, wenn die Party so früh zu Ende ist.

Vom Pennerglück zum Trendlikör

12. August 2008, admin

Da sieht man mal, was ausgefeiltes Marketing alles schaffen kann: Noch vor einigen Jahren war Jägermeister das wohl uncoolste Getränk Deutschlands und wurde fast ausschließlich in Eckkneipen und Bahnhofskiosken ausgeschenkt. Dann kamen die in knalliges Orange gehüllten Jägerbunnies und haben Deutschlands Großstädte mit einem Promo-Krieg überzogen, der seinesgleichen sucht. Gleichzeitig hat man die zwei lustigen Hirschköpfe über den Äther geschickt, Tag für Tag, Nacht für Nacht. Und schwuppsdiwupss ist Jägermeister aus keinem angesagten Club mehr wegzudenken. Sogar der Merchandising-Schrott verkauft sich prächtig, und zugegeben: das leuchtende Hirschgeweih ist einfach cool. Mittlerweile gibt es nicht nur Caps, Polos und Schlüsselbänder von Jägermeister - auch trendige Deko-Artikel wie altdeutsch dekorierte Duschvorhänge und neonfarbene Tischgedecke zieren so manche Hipster-Wohnung.

Besonders in den Staaten steht der “Jager” sinnbildlich für deutsche Lebensfreude. Als ich letzten Sommer durch die USA gecruist bin und dabei auch ein paar Tage in St. Louis verweilen musste, landete ich dort prompt auf einem so genannten Beerfest und was seh ich da: eine überdimensionale (mindestens 3 Meter hohe) rustikal-braune Flasche mit dem wohlbekannten Schriftzug. Jetzt weiß ich auch, was mit dem Begriff “Heimat in der Fremde” gemeint ist …

Prost :-)

 

Alkopop - ein Nachruf

10. Juli 2008, admin

Verschiedene SpirituosenKürzlich beim Spaziergang durch die Getränkeabteilung von EDEKA - ich war auf der Suche nach einem spritzigen Aperitif für meine Gäste - wurde mir mal wieder klar, wie schnell sich die Welt doch ändert. Wie war das noch damals, als man sich das Cocktails mixen sparen konnte, schließlich waren die Regale voll von leckeren Alkopops. Wodka mit Zitronengeschmack; Rum mit Limette, Himbeer oder Orange; Gin in allen Varbvariationen - bei optimalem Alkoholgehalt zwischen 4 und 6 Prozent.

Dann kamen die bösen Gesundheitsschützer und stellten fest: das schmeckt auch kleinen Teenies gut, und schwupps, kostete eine Flasche Breezer, Ice und was es sonst noch so gab, gleich doppelt so viel. Weil die Politik es so wollte, gibt’s jetzt außer Wein und Bier nur noch den ganz harten Stoff im Regal, denn den mögen experimentierfreudige Pubertätsopfer ja überhaupt nicht, und deswegen ist er auch nicht so gefährlich. Komische Schlussfolgerung.

Alkopop, wir vermissen Dich!

 

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