Stadtführung mal anders

ReisegruppeStädtereisen sind doch etwas Schönes: Man kann kurzzeitig in eine andere Kultur eintauchen, sich entspannen, seinen Horizont erweitern. Weil man meist nur ein paar Tage bleibt, sollte so ein Trip allerdings gut geplant sein, damit einerseits kein Stress beim Sightseeing aufkommt und andererseits keine Gefahr besteht, dass man, zurück zu Hause, feststellt, dass man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Events glatt verpasst hat.

Der Haken an der Sache: Eine gewöhnliche Stadtführung, bei der einem die wichtigsten Kirchen, Museen und Schlösser nahe gebracht werden, ist für viele schlicht und einfach zu langweilig, und in Zeiten von Online-Reiseführern und Reise-Blogs auch einfach überflüssig. Der mündige Urlauber gestaltet sich seine Route am liebsten selbst am Laptop oder Handheld-PC.

Was also muss eine Stadtführung bieten, um im Informationszeitalter attraktiv zu bleiben? Die Antwort ist klar: ENTERTAINMENT. Jetzt schreit sicher der eine oder andere laut auf, Kultur dürfe doch nicht kommerzialisiert werden, und schon gar nicht aus dem niederen Beweggrund, dass der Pöbel sich sonst nicht für Kunst und Architektur interessieren würde. Denjenigen, die so denken, muss man jedoch sagen dürfen, dass Unterhaltsamkeit nicht immer Minderwertigkeit bedeutet … was folgende Stadtführungen beweisen.

Rundgang mit dem Nachtwächter

Der Beruf des Nachtwächters war einst von zahlreichen Mythen umrankt, zumal der Mann, der abends die Laternen entzündete und sie morgens wieder losch, in prä-elektrischen Zeiten der einzige war, der sich in der Dunkelheit frei bewegen durfte. Nachtwächter-Führungen werden mittlerweile in zahlreichen Städten angeboten - hier erfährt man Spannendes über einen ausgestorbenen Berufsstand und lernt sein Urlaubsziel aus einer völlig neuen Perspektive kennen.

Geschichtsbezogene Führungen

“Kaiserliches Berlin”, “Hitlers München” oder “Weimar zu Goethes Zeiten”  - solche Namen tragen jene Stadttouren, die sich auf einen bestimmten historischen Aspekt der jeweiligen Stadt beziehen. Hier erfährt man genau jene Dinge über sein Reiseziel, die einen besonders interessieren. Allgemeine touristisch relevante Fakten werden dennoch vermittelt, wenn auch nur am Rande.

City Bike Tour

Gerade im Sommer bietet es sich an, eine Stadt auf dem Fahrrad zu entdecken. Weil man “open air” unterwegs ist, bekommt man einen viel besseren Einblick in den Alltag einer Stadt, ohne sich bei heißen Temperaturen Fuß Kilometer um Kilometer zu Fuß vorwärts zu quälen. Wo es schön ist, verweilt man kurz und lauscht dem Guide, und wenn es einem irgendwo nicht gefällt, tritt man einfach etwas fester in die Pedale …

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1 Reaktion auf “Stadtführung mal anders”

  1. 21. März, 2009, 15:00, dex babbelte:

    Hab mir grad mal die Nachtwächterführungen in München im Netz angeschaut. Die Herren scheinen da bei ihrem Rundgang auch ordentlich was getrunken zu haben, klingt nach viel informativem, unterhaltsamen Spaß. Super Tipp!

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