Back to Kitsch

der neue KitschEs ist ja fast schon eine wissenschaftliche Tatsache, dass Modetrends sich regelmäßig wiederholen - wenn auch abgewandelt und dem jeweiligen Geist der Zeit angepasst. Überträgt man diese Vorstellung nun auf Möbeltrends, wird auch klar, warum die 70er-Retro-Welle zuerst vom afrikanisch angehauchten Kolonialstil abgelöst wurde um dann nahtlos in die schwülstigen Formen des Barock überzugehen. 

Den Anfang haben Szene-Clubs und die Schickeria gemacht. Wo noch vor Kurzem puristisches Design in Weiß und Schwarz angesagt war, hat man die Wände kurzerhand mit Textiltapeten à la Versailles dekoriert, um die moderne Einrichtung mit üppigen Floralmustern zu kontrastieren. Die Neuinterpretation des Barock-Themas wird durch billige Elektro-Lüster aus transparentem Kunststoff auf die Spitze getrieben, ebenso wie durch wahrhaft postmoderne Farbkombinationen im Andy-Warhol-Style.

Ein weiterer Unterschied zwischen Original und Neuauflage liegt in der Qualität der Materialien und damit natürlich auch im Preis. Weil die verschörkelten Lampen, Kerzenleuchter und Wandverkleidungen gar nicht teuer sein müssen um hip zu sein, kann sich jeder den Neuen Kitsch leisten. Und auch die modernen Elemente - Bett, Schrank, Regale - bekommt man längst nicht mehr nur im schwedischen Möbelhaus zu einem anständigen Preis.

Der Freak findet: Kitsch ist cool.

 

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1 Reaktion auf “Back to Kitsch”

  1. 31. August, 2008, 15:00, Susi babbelte:

    Kann ich nur beipflichten- Kitsch ist cool, vor allem, wenn er schön bunt ist!!!

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