Dönertier auf Erfolgskurs
Wer kennt es nicht, das “animus doeneri” - zu deutsch: Dönertier. Erfunden von den Vollblutt-Krassmännern Erkan und Stefan ist die Personifikation des Fleischspießes längst zum Kultobjekt geworden und hat endlich die quälende Frage beantwortet, wo das Kebab eigentlich herkommt. Ein kegelförmiges Tier mit zwei Augen und einer Nase, die an einen Ameisenbär erinnert, ist laut E&S der Grundstoff für den leckeren Fleischsnack. Seine einzigartige Form macht es prädestiniert dafür, auf einen Spieß gesteckt zu werden, und sich nach und nach mit einer Elektrosäge abschaben zu lassen. War ja eigentlich klar.
Aber jetzt mal ohne Witz: die Idee des Dönertiers als Aushängeschild für Deutschlands beliebtestes Fast-Food hat derart eingeschlagen, dass sich Marketing-Profi Sophie Sieber, Tochter einer traditionsreichen Münchner Metzgers- und Gastronomenfamilie, dem Konzept angenommen hat. Als Vorstandsvorsitzende der Dönertier AG plant sie das Erfolgsrezept des Flagship-Stores in der szenigen Sendlinger Straße mittels Franchise-Lizenzierung in ganz Deutschland zu verbreiten.
So wird der Döner endgültig aus der Schmuddelecke geholt und von Gammelfleisch kann bei Dönertier nun wirklich nicht die Rede sein. Standardisierte Arbeitsabläufe und strenge Hygienestandards sorgen für eine schnelle und saubere Zubereitung, außerdem geht das zukunftsweisende Kebabkonzept mit zeitgemäßen Rezepturen an den Start. Wo sonst bekommt man einen Businessdöner ohne Knoblauch und Zwiebeln oder eine Luxusversion mit Rucola?
Auch wenn Sieber und ihr Dönertier erst am Anfang einer großen Erfolgsgeschichte stehen - wo türkische Kulinaria auf deutschen Geschäftssinn stoßen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?











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