Archiv für 'Freak's NY Diary'

Stadt der Hunde

10. September 2008, admin

Hundebabys im SchaufensterEigentlich sind Haustiere das letzte, was man in Manhattan gebrauchen kann. Andererseits braucht doch gerade der vereinsamte Großstadtmensch einen treuen Freund, der einen wieder auf den Boden zurück holt, wenn man an der Hektik der Metropole zu ersticken droht. Und so kommt es, dass man in New York eigentlich ständig Leute mit Hunden spazieren gehen sieht.

Die meisten haben allerdings nicht nur einen, sondern gleich mehrere an der Leine - das sind sie also, die berühmten Dogsitter, die man aus den TV-Serien und Kinofilmen kennt. In der von Hedonismus und Narzissmus geprägten Society New Yorks stehen sie am Ende der Nahrungskette, zusammen mit Putzfrauen, Nannies und Concierges. Sie verhelfen den Reichen und Schönen der Stadt zu jenem sorglosen Leben, das weder durch das Geschrei der eigenen Kinder getrübt wird noch durch den müffelnden Hundehaufen des kleinen Fiffi.

Da leuchtet es natürlich doch ein, dass die Parks der Stadt bevölkert sind mit Hunden. Besonders häufig sind es Chihuahuas oder Yorkshire Terrier, die sich hier tummeln, aber auch Deutsche Schäferhunde, Whippets oder Pudel spazieren zusammen mit Herrchen, Frauchen Gassi-Diener durch die Grünanlagen. In einigen besonders schicken Gegenden, wie der Upper East Side, gibt es sogar eigens angelegte Dog Parks mit Kotbeutel-Automat und Hunde-Laufbahn zum Stöckchenholen.

Mit artgerechter Haltung hat das freilich noch immer nicht viel zu tun. Doch Hunde sind auch ein Statussymbol in New York: Abgesehen vom Preis, den man für einige besondere Züchtungen bezahlt, zeigt man mit der Größe des Hundes, in welchen Wohnverhältnissen man lebt. Wo die Mieten und Immobilienpreise so exorbitant hoch sind wie hier, scheiden sich Reich und Arm am ehesten durch die Quadratmeterzahl der Behausung.

Hunde kauft man in New York übrigens - ganz amerikanisch - im Dog Shop. In Greenwich Village gibt es besonders viele solcher Läden. Einfach reingehen, Hund aussuchen, zahlen und mit nach Hause nehmen.

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Lecker & hip: “The Empire Diner”

9. September 2008, admin

Seit Jahren ist der Meatpacking District in aller Munde: Hier, zwischen Industriebaracken und aufgemöbelten Warehouses, befinden sich einige der hippsten Clubs und Bars der Stadt. Tagsüber muss man allerdings zweimal hinschauen, will man den “herben Charme” erkennen, von dem in jedem x-beliebigen Reiseführer berichtet wird.

Für einen schönen Spaziergang lohnen sich eher das idyllische Chelsea, das nahtlos in den Meatpacking District übergeht. Mit seinen begrünten Alleen, den historischen Backsteinhäusern und den schicken kleinen Lokalen bietet das Viertel eine nette Abwechslung zum verkehrsreichen Midtown.

Außerdem kann man hier in authentischem Ambiente den wohl leckersten Burger der Stadt essen. Das Empire Diner auf der 10th Avenue zwischen der 22. und 23. Straße serviert klassische amerikanische Sandwiches und auch die Einrichtung ist so, wie sich das für eine authentische Bulettenbude gehört: Art-Deco-Fassade, schlichtes Interieur und eine geflieste Bar mit Hochglanz-Chrom-und-Leder-Hockern. Dafür sind die Preise leider ebenso gesalzen wie die Pommes, das heißt, für einen Homestyle Burger mit Getränk legt man schon mal 20 Dollar auf den Tisch, plus Trinkgeld. Doch allein die Tatsache, dass man nicht von einem Pappteller essen muss - was wirklich etwas heißen will in dieser Stadt - sollte es einem wert sein.

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Oh Du schöner Central Park …

8. September 2008, admin

Jacqueline Onassis ReservoirNew York kann zuweilen echt anstrengend werden. Straßenschluchten, Verkehrschaos, Menschenmassen und die permanente Werbe-Berieselung machen es einem nicht leicht, sich hier zu entspannen. Die meisten Oasen der Stille befinden sich innerhalb von Gebäuden – Spas oder Restaurants, zum Beispiel – doch der Aufenthalt dort ist in der Regel nicht umsonst und so zieht es die meisten Menschen, die sich im Big Apple aufhalten, immer wieder in die grüne Lunge der Stadt, den Central Park.

 

Ungeachtet seiner sicherlich imposanten Ausmaße ist der Central Park weder der größte Stadtpark der Welt noch der Amerikas. Aber er ist wunderschön und so vielseitig wie wenige urbane Grünanlagen. Betritt man ihn von Downtown kommend, zeigt er sich noch relativ unspektakulär, mit niedlichen Spazierwegen und ein paar Beeten und Bäumen. Doch je weiter man nordwärts läuft, desto mehr verstummen die Geräusche der umliegenden Avenues und das Natur-Feeling kehrt ein.

 

Ziemlich in der Mitte des Parks befindet sich mit dem Jacqueline Onassis Reservoir ein gewaltiger See, der einst als Speicher für die Wasserversorgung von New York gedient hat. Nachdem jedoch vor mehr als hundert Jahren die Cholera ausbrach – die starke Verschmutzung des Wassers hatte zur Keimbildung geführt – musste man jedoch auf einen Ort außerhalb der Innenstadt ausweichen. Von dieser langen Geschichte ist heute nichts mehr zu spüren, wenn man die Seepromenade entlang spaziert. Im Gegenteil: Hier, wo nicht einmal die Wolkenkratzer des Bankenviertels mehr zu sehen sind, kehrt endlich Ruhe ein, in dieser Stadt, die sonst keine Stille kennt.

 

 

 

 

 

 

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Nostalgie und Beach Life auf Coney Island

7. September 2008, admin

 

Amusement ParkMan muss wirklich kein Ass in Geografie sein, um zu wissen, dass New York eine Küstenstadt ist, zumal das Insel-Hopping hier ja ein alltäglichen Verkehrsphänomen ist. Manhattan, Brooklyn, die Bronx – das Wasser teilt den Big Apple seit jeher in seine wesentlichen Teile. Um zu wissen, dass sich rund um die Megalopolis ellenlange Strände befinden, die zum Sonnenbaden einladen, muss man jedoch tatsächlich da gewesen sein. Denn sommerliches Strandgetümmel gehört nun beim besten Willen nicht zu den Erlebnissen, die man in New York erwartet.

 

Umso überraschter ist man, wenn man mit der U-Bahn nach Coney Island fährt. Die meisten Touris – wie auch die Einwohner selbst – nehmen die ca. 1 Stunde dauernde Fahrt von Manhattan auf sich, um sich in dem nostalgischen Amusement Park – mittlerweile hat er an die 90 Jahre auf dem Buckel – die Zeit zu vertreiben. Doch sofort nach dem Betreten der Anlage steigt einem die feuchtwarme Meeresbrise in die Nase und man staunt nicht schlecht, wenn man sieht, was für ein gigantischer Strand direkt vor einem liegt. Im Sommer geht es hier richtig rund, Familien mit Kindern, Jugendliche mit papierverhüllten Alkoholflaschen und Möchtegern-Models mit ihren selbsternannten Fotografen bevölkern die idyllische Küste.

 

Die Fahrt mit dem Riesenrad sollte man sich dennoch nicht entgehen lassen. Gästen mit robustem Magen empfehle ich, in einen der inneren Waggons einzusteigen - diese schwingen wild hin und her, während die äußeren einfach dem Lauf des Rades folgen. Zu meinem Entsetzen habe ich gehört, dass ein Großteil des Parks demnächst abgerissen werden soll – lediglich das „Wonder Wheel“ und die Holz-Achterbahn „Cyclone“ bleiben stehen.

 

Und noch ein Tipp für Hungrige: Bei „Nathan’s“, direkt am U-Bahnhof, gibt es die besten Chili Cheese Dogs der Welt. Der Hot Dog zum Mitnehmen wurde hier erfunden, was allein schon Grund genug sein sollte, sich in die zuweilen doch sehr lange Schlange einzureihen. Das Warten lohnt sich!

 

Da das Thermometer in New York in den Sommermonaten fast immer über 35 Grad anzeigt, sollte man also bei einem Besuch von Coney Island mit Strandmatten und Sonnencreme ausgerüstet sein, damit man sich hinterher nicht ärgert, das Beste an diesem herrlichen Fleckchen Erde ausgelassen zu haben.

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Times Square – wo die Nacht zum Tage wird

6. September 2008, admin

Mehr New York geht nichtAuch in den USA hat man mittlerweile begriffen, dass Energie kein unendliches Gut ist, und so muss man es als Großstadt-begeisterter Tourist einfach hinnehmen, dass in den früher rund um die Uhr hell erleuchteten Wolkenkratzern von Manhattan um Mitternacht die Lichter ausgehen. Nur am Times Square, dem inoffiziellen Mittelpunkt dieser Metropole, blinkt und strahlt es zu jeder Zeit in allen erdenklichen Farben.

 

Wo Werbung zur Sehenswürdigkeit wird, zeigt sich America at it’s best. Die Geschäfte am Times Square haben dieses Prinzip verinnerlicht und so reiht sich hier ein Flagship Store an den anderen. Wer jetzt Fashion und Luxusprodukte in den Schaufenstern erwartet, sei allerdings gewarnt, denn es sind fast ausschließlich essbare Handelsgüter, denen man hier ein Denkmal gesetzt hat. Doch die Verpackung macht’s und so kommt es, dass man sich hier zum Beispiel durch über 100 Sorten m&m-Schokopastillen schlemmen oder im absatzstärksten McDonalds-Restaurant des Planeten in einen Burger beißen kann, der hier – obwohl er überall auf der Welt gleich schmeckt – besonders imposant dargeboten wird.

 

Kleiner Tipp: Wer mit einer durchschnittlichen Digitalkamera Fotos vom Times Square machen möchte, sollte kurz vor Sonnenuntergang hierher kommen und den Moment abwarten, in dem der Himmel zwar dunkel genug ist, um die Leuchtreklamen in ihrer ganzen Wirkung einzufangen, aber eben noch genug Tageslicht vorhanden ist, damit man scharfe Bilder ohne Verwackelung zustande bekommt.

 

Und noch ein Hinweis: Wer sich ein obligatorisches I [Herz] NY Shirt mit nach Hause nehmen will, die es am Times Square an jeder Ecke zu kaufen gibt, sollte sie nicht in einem Laden, sondern von einem der Straßenhändler erstehen. Dort sind sie ohnehin billiger, und wer gleich mehrere Exemplare für die Liebsten daheim mitnimmt, bekommt nicht selten Mengenrabatt.

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Skurriles am Ground Zero

5. September 2008, admin

Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man an diesem riesigen Loch mitten in Downtown Manhattan steht. Bagger schaufeln Gruben, Krane heben Stahlteile, und Bauarbeiter setzen Stein auf Stein um das Fundament für den neuen Freedom Tower zu schaffen, der an genau jener Stelle entsteht, wo sich einst das World Trade Center befunden hat. Fragt man die New Yorker, wie sie es empfinden, Tag für Tag an jener Stelle vorbeizulaufen, an der am 11. September 2001 die Zwillingstürme in sich zusammenbrachen, ist „I just ignore it“ die wohl häufigste Antwort.

Für uns, die wir den Anschlag damals „nur“ über die Medien mitbekommen haben, ist der Ground Zero eher eine bizarre Sehenswürdigkeit. Jeder NY-Tourist kommt mindestens einmal hierher, um den Angriff, der Amerika und die ganze Welt aufgeschreckt hat, Revue passieren zu lassen … und danach nebenan bei Century 21 einkaufen zu gehen. Skurriler geht’s wohl kaum - mag man meinen - doch so ist das eben in New York: The Show must go on.

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Mit der Staten Island Ferry über den East River

4. September 2008, admin

Panorama-FahrtFür die meisten NY-Reisenden gehört die Überfahrt zur Freiheitsstatue zum Pflichtprogramm. Doch fast genauso viele denken sich hinterher: „Das hätte eigentlich nicht sein müssen.“ Denn abgesehen davon, dass die Fähre kostenpflichtig ist, und das Schlangestehen einige Geduld erfordert, kann man sich nicht mal sicher sein, dass man die Great Lady auch besteigen kann. Ständige Renovierungsarbeiten und die Enge im Inneren der Konstruktion beschränken den Zugang zur Aussichtsplattform auf der fackeltragenden Dame in Grün.

 

Außerdem gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, die Skyline von Manhattan aus einer spannenden Perspektive zu betrachten. Denn wer von der Statue aus die Wolkenkratzer fotografiert, weiß zumindest, dass diese selbst nicht auf den Bildern zu sehen sein wird.

 

Deshalb weicht der ausgefuchste New-York-Tourist auf die Staten Island Ferry aus. Das Fährschiff hat nämlich eine ganze Reihe von Pluspunkten zu bieten, die alle anderen Alternativen aussticht.

 

1.      Die Route erlaubt es, die Freiheitsstatue und Manhattan gemeinsam auf Celluloid zu bannen. Wer braucht da noch teure Postkarten?

 

2.      Staten Island selbst beherbergt zwar keine besonderen Sehenswürdigkeiten, dennoch hat man hier die Möglichkeit, auch mal das typische New Yorker Vorstadtleben kennen zu lernen.

 

3.      Die Fähre ist kostenlos. Somit lohnt es sich auch, einfach einzusteigen und gleich wieder zurückzufahren, einzig um die Aussicht zu erleben.

 

Klar ist die Staten Island Ferry längst kein Geheimtipp mehr, weshalb auch hier eine Wartezeit von bis zu 30 Minuten eingeplant werden muss, bis man das Schiff betreten kann. Die Überfahrt ist dafür umso angenehmer und man fühlt sich nicht wie einer Touristenfalle, zumal natürlich auch die Einwohner der Insel die Fähre regelmäßig nutzen.

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Von oben ist New York am schönsten

3. September 2008, admin

 

Bei den Menschenmassen, die sich Tag für Tag durch die Straßen von Manhattan schlängeln, kann ein Spaziergang durch den Big Apple manchmal so anstrengend werden, dass man sich fragt, was die Leute eigentlich so toll finden an New York. Egal, wie imposant sich die wuchtigen Türme aus Glas und Stahl in den Himmel schieben – wer nicht überfahren oder bestohlen werden möchte, sollte sich bei seiner City Tour lieber auf das Geschehen am Boden konzentrieren.

 

So richtig genießen kann man die architektonischen Superlative dieser Stadt ohnehin nur von einer der hochgelegenen Aussichtsplattformen. Unangefochtener Spitzenreiter ist hier natürlich das Empire State Building – seit dem 11. September 2001 und bis zur Fertigstellung des am Ground Zero entstehenden Freedom Towers das höchste Gebäude New Yorks. Zwei Observation Decks laden dazu ein, sich die über 5000 Hochhäuser der Mega-City aus der Vogelperspektive anzuschauen.

 

Die Fahrt mit dem Turbo-Aufzug des über 70 Jahre alten Turms in den 86. Stock kostet 19 Dollar. Für 15 Dollar extra kann man sogar noch mal 15 Etagen höher fahren, von wo aus man bei gutem Wetter bis nach Connecticut sehen kann. Wer sich die – je nach Saison unerträgliche – Warteschlange ersparen möchte, wird für insgesamt 45 Dollar direkt vom Eingang zum Lift geführt.

 

Nicht minder spannend ist der Blick vom „Top of the Rock“, wie die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers genannt wird. Weniger hoch, aber dafür umso näher an den beeindruckenden Konstruktionen der Wolkenkratzer von Midtown Manhattan, ist das Panorama von hier aus ebenso einzigartig wie vom Empire State Building.

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Unterwegs im größten U-Bahn-Netz der Welt

2. September 2008, admin

Wer dachte, das öffentliche Verkehrsnetz von London sei gigantisch, war offensichtlich noch nie in New York City. Die meisten Stationen, die längsten Gleisstrecken, die größte Anzahl an Passagieren weltweit – in der MTA Subway überschlagen sich die Superlative geradezu. Allein um vom JFK Airport nach Manhattan zu kommen, legt man einen Weg zurück, der locker für die Durchquerung einer deutschen Großstadt reichen würde.

Die Bahnhöfe der New Yorker U-Bahn sind – bis auf ganz wenige Ausnahmen – heruntergekommen, dunkel und stickig. Im ersten Moment macht einem das vielleicht ein bisschen Angst, doch die ausgeklügelte Art und Weise, mit der die öffentlichen Verkehrsmittel hier zum Funktionieren gebracht werden, lassen den Primäreindruck sofort vergessen machen.

Zunächst einmal muss man zwischen 33 Linien, aufgeteilt in Buchstaben und Zahlen, diejenigen wählen, die einen am ehesten ans Ziel bringen. Innerhalb Manhattans und Brooklyns, wo das Netz am dichtesten ausgebaut ist, gibt es meistens mehrere Fahrt-Optionen. Am wichtigsten ist die Unterscheidung zwischen Express Trains und Local Trains. Denn bei einem Weg im zweistelligen Kilometerbereich macht es durchaus einen Unterschied, ob der Zug jede Station anfährt oder nur an jeder fünften Halt macht. Wer hiermit Probleme hat, muss sich allerdings nicht schämen, als „Provinzler“ mit der Subway überfordert zu sein – sehr viele New Yorker sind selbst nicht immer sicher, ob sie gerade in die richtige Bahn eingestiegen sind.

Die meisten Einwohner des Big Apple wissen im Übrigen nicht einmal, dass die Züge der Transport Authority einem festen Fahrplan folgen. Zwar werden die Abfahrtszeiten nicht wie in Deutschland öffentlich ausgehängt. Der gewiefte Tourist sollte dennoch seinem vom mitteleuropäischen Ordnungssinn geprägten Instinkt nachgeben und an einem der Fahrkartenschalter nach einer „Schedule“ für die jeweilige Linie fragen. So ist man sogar den Alteingesessenen stets einen Schritt voraus.

 

 

 

 

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„Ich wollt’ doch gar nicht bleiben …“

1. September 2008, admin

Amerika ist ein tolles Land. Und New York eine tolle Stadt. Dass die Metropole am Hudson River über Jahrzehnte hinweg als Eingangstor für Millionen von Einwanderern gedient hat, braucht man ebenfalls nicht zu erwähnen, ebenso wenig wie die offensichtliche Tatsache, dass noch immer jährlich Zehntausende Menschen aus aller Welt - auf der Suche nach einem besseren Leben für sich und ihre Familien - im „Big Apple“ landen.

 

Und dennoch: Nicht jeder NY-Besucher hat vor, dort zu bleiben. Vielleicht, weil er es bereits in der Heimat zu etwas gebracht hat. Vielleicht, weil er aus einem Land kommt, in dem man es gar „nicht nötig“ hat, auszuwandern. Oder weil er diese Stadt und dieses Land gar nicht als lebenswert genug empfindet, die Strapazen einer Umsiedlung auf sich zu nehmen, und all das zurückzulassen, was ihn sein Leben lang begleitet hat.

 

Die amerikanischen Einwanderungsbehörden sehen das freilich anders. Jeder Nicht-US-Bürger, der die Vereinigten Staaten betritt, muss sich zwangsweise bei der „Immigration“ registrieren – mit Foto, Fingerabdrücken, und einer Einreisekarte, in der unter anderem danach gefragt wird, ob man Waffen einführen möchte, oder an einer ansteckenden Krankheit leidet. Um dieses Procedere kommen auch Bürger jener Staaten nicht herum, für die keine Visumspflicht besteht. Und das sind bei Weitem nicht alle EU-Länder, auch nicht die „alten 15“, sondern nur jene Staaten, die ihre Reisepässe mit digital codierten Biometrik-Daten ausgestattet haben. Alle anderen müssen bei einem amerikanischen Konsulat/Botschaft vorsprechen und zahlreiche Beweise vorlegen, dass sie nicht in den USA bleiben möchten.

 

Das eigentlich lästige ist jedoch die Wartezeit direkt nach der Ankunft am Flughafen. Deshalb mein Tipp: Sofern möglich, lässt man sich beim Check-In einen Sitzplatz in der Nähe des Ausgangs zuteilen, und nach der Landung sollte man sich nicht zu fein sein, die Passagiermassen im Stechschritt zu überholen, um sich möglichst als Erster am Einwanderungsschalter anzustellen. Sonst kann es schon mal bis zu drei Stunden dauern, bis man den Airport endlich verlässt um endlich den Duft der Freiheit im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten zu verspüren. Und: Ist man erst mal drin, sind die Schikanen der Identitätsdurchleuchtung sofort vergessen …

 

 

 

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