Archiv für 'Reisen'

Wie kleidet sich Hillary Clinton …

27. Februar 2009, admin

… wenn sie als neue Außenministerin der USA auf Visite im Mittleren Osten unterwegs ist? Trägt Sie dann ein Kopftuch oder gar einen Schleier? Diese Frage habe doch sicher nicht nur ich mir gestellt, oder?

In streng islamischen Ländern, die die Scharia in ihrem Justizsystem verankert haben, iFrauen im Tschadorst es Frauen gesetzlich vorgeschrieben, sich “züchtig”, also vor anzüglichen Männerblicken geschützt zu kleiden. Dennoch gibt es hier Unterschiede: In den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel gibt es keine festen Regeln, was genau eine Frau zu tragen hat, damit sie mit der vom Koran vorgegebenen Rechtslehre konform geht, doch eine Einheimische wird es nicht wagen, ihr Haar unverhüllt zu lassen. Ausländerinnen hingegen erregen keinen Anstoß, wenn sie “normale” Kleidung tragen; am Strand sind auch Bikinis erlaubt. Hier könnte also auch die US-Außenministerin sich kleidungsmäßig ganz wie zu Hause fühlen.

Auch im Iran gibt es eine gesetzliche Verpflichtung, dass Frauen sich verhüllen müssen. Der mit der Islamischen Revolution eingeführte Zwang, einen Tschador (von Kopf bis Fuß reichendes schwarzes Gewand, das nur einen Teil des Gesichts frei lässt) zu tragen, wurde mit den Jahren aufgeweicht. Heute muss eine Frau zwar einen langen Mantel und ein Kopftuch tragen, das Haar muss jedoch nur teilweise bedeckt, und die Kleidung unter dem Überwurf darf sichtbar sein. Mrs Clinton müsste sich hier in der Tag an die Gepflogenheiten des Mullah-Staates anpassen, allerdings ist es aufgrund der derzeitigen politischen Lage eher unwahrscheinlich, dass sie nach Teheran reist. Anders als bei Condoleezza Rice, die sich unter anderem deshalb so oft mit dem Iran angelegt hat, weil ihr Chef das so wollte, ist es nun zumindest theoretisch möglich, dass es in Zeiten der Obama-Administration doch irgendwann zu einem Besuch hoher Staatsrepräsentanten aus Washington kommt.

Aber kommen wir nun zum engsten Verbündeten der Amerikaner in der Region: Saudi-Arabien. Paradoxerweise handelt es sich gerade bei diesen Busenfreunden der USA um jenes Land, das grundlegende demokratische Werte - also auch die Gleichberechtigung der Frau - am wenigsten anerkennt. Der Schleierzwang ist wohl das kleinste Problem der weiblichen Bevölkerung, zumal Frauen im Wüsten-Königreich weder Autofahren noch ohne männlichen Vormund einen Vertrag unterzeichnen dürfen. Für nicht-muslimische Ausländerinnen gibt es jedoch auch hier Ausnahmen: Sollte Hillary also irgendwann mal nach Riad fliegen, genügt es, wenn sie sich eine schwarze Kutte überwirft. Dass diese das Haar nicht bedecken muss, bringt ihr jedoch auch nicht mehr Freiheit. Da sie sich nicht mit den Staats-MÄNNERN in einem Raum befinden darf, wird man wohl einen Sekretär nach Saudi-Arabien schicken müssen.

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Cool & günstig übernachten: Couch Surfing

20. Januar 2009, admin

CouchBed & Breakfast war gestern - heutzutage surft man von Couch zu Couch, wenn man günstig verreisen und dabei auch noch nette Einheimische kennen lernen möchte!

Das Social Network Portal www.couchsurfing.com verbindet junge Menschen, die mit wenig Budget möglichst viel rumkommen möchten. Jeder, der ein Gästebett zu Hause rumstehen oder noch ein Plätzchen auf dem Sofa als Schlafplatz anzubieten hat, kann sich online anmelden. Auch, wer nur nette Leute auf der Durchreise zu einem Kaffee oder zum Duschen zu sich nach Hause einladen möchte, ist willkommen - im Gegenzug stehen einem dann knapp 1 Million Schlafmöglichkeiten bei anderen Couch Surfern auf der ganzen Welt zur Verfügung.

Couch Surfing ist natürlich eine intime Angelegenheit: Man lässt praktisch fremde Leute in seiner Wohnung übernachten, oder trifft sich mit Unbekannten, um sie in der eigenen Heimatstadt herumzuführen. Das kostet natürlich Überwindung, zumal man sich ja nie sicher sein kann, WER da kommt. Deshalb legen die Macher des Portals Wert darauf, dass jeder User sich zu der grundlegenden Philosophie des Projekts bekennt - Couch Surfing ist kein Dating-Portal, sondern ein Netzwerk zur Förderung interkultureller Verständigung.

Obendrein ist die ganze Angelegenheit natürlich wahnsinnig cool, weil man - abgesehen von der finanziellen Ersparnis, die in besonders teuren Destinationen enorm sein kann - nicht wie ein doofer Tourist ohne Ziel und ohne Plan durch seinen Urlaubsort streunen muss, sondern sich Tipps von Einheimischen für alle möglichen Aktivitäten geben lassen kann. Und wenn man am Ende tatsächlich auf einer Wellenlinie liegt, entstehen nicht selten echte globale Freundschaften.

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Bella Bologna

16. Januar 2009, admin

BolognaIn Italien gibt es wahrlich viele bezaubernde Städte. Schade, dass eine der schönsten von ihnen bei vielen Urlaubern gar nicht auf dem Plan steht: Bologna.

Wer wissen will, warum gerade Bologna das Städtereise-Ziel schlechthin sein soll, rollt den Vergleich mit den anderen Top-Destinationen in Italien am Besten von den Nachteilen her auf. Denn - wie gesagt - die generelle Attraktivität aller italienischen Metropolen ist eine Tatsache, an der ich gar nicht rütteln möchten. Leider ist es aber so, dass beispielsweise Mailand trotz seiner beeindruckenden Bauwerke zu teuer, zu grau und zu snobby ist um einem einen wirklich angenehmen Urlaub zu bescheren. Florenz ist da schon wesentlich entspannter, allerdings ändert sich dieser Eindruck, wenn man mal 6 Stunden in der Warteschlange vor den Uffizien-Galerien verbracht hat. Generell ist die toskanische Kapitale zu überlaufen. Wo wir auch gleich bei Rom wären: Als antike Wiege der europäischen Kultur Italiens Hauptstadt derart stark von Besuchern frequentiert, dass man sich, zusätzlich zum latenten Verkehrschaos auf den Straßen, auch noch auf dem Fußweg durchboxen muss, um einen Fuß vor den anderen zu kriegen. Bei sengender Hitze von April bis September macht die ganze Sache sogar noch weniger Spaß. Nun bliebe ja eigentlich nur noch Neapel, aber hier brauchen wir ja gar nicht erst mit großen Erklärungen anzufangen: zu dreckig, zu gefährlich, zu laut.

Aber was ist denn nun mit Bologna? Die an sich vor allem vom Mittelalter geprägte Stadt glänzt immer wieder durch eingeschobene Prunkbauten aus anderen Epochen, von Barock über Renaissance bis Klassik und Moderne. Wer Kirchen, Klöster, Palazzi und Denkmäler anschauen möchte, kann das hier also zur Genüge tun. Dazu kommt aber, dass man in der größten Stadt der Emilia-Romagna, welche in Sachen Kulinarik zu den Top-Level-Regionen gehört, vorzüglich speisen kann. Das Preisniveau ist fast überall absolut fair, von Touri-Wucher bleibt man in der Regel verschont. Dennoch ist der Lebensstandard mit der höchste in ganz Italien, weshalb die Stadt stets sauber und herausgeputzt wirkt und der ordnungsliebenden Mentalität der Norditaliener in jeder Hinsicht Rechnung trägt. Der einzige Haken an Bologna ist, dass sie im Sommer wie leer gefegt wirkt. Die Bolognesi haben nämlich selbst noch nicht ganz verstanden, was sie an ihrer Heimat haben  ;-)

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WE WILL ROCK YOU! in Stuttgart

24. November 2008, admin

Zugegeben: Eingefleischte Freddy Mercury Fans wären von WE WILL ROCK YOU! sicher enttäuscht. Natürlich kommen sie musikalisch auf ihre Kosten, denn die großen Hits des englischen Ausnahmekünstlers und seiner Band sind allesamt in dem ursprünglich in London erstaufgeführten Musicals vertreten. Günstige Karten zu den Musicals können Sie online erwerben. Die Handlung der Aufführung lässt allerdings zu wünschen übrig, in zweierlei Hinsicht.

Einerseits geht es bei WE WILL ROCK YOU! nicht mal ansatzweise um Queen. Zweitens ist die Geschichte, die man dem Musical stattdessen untergeschoben hat, so flach, dass man sich das Ganze eigentlich gleich hätte sparen können um zum eine reine Cover-Show auf die Bühne zu bringen. Das Gefasel vom Internet-Planeten e.bay, auf dem alles von einem Großkonzern regiert wird, der “echte” Musik mit Instrumenten verboten hat, ist echt tierisch öde. Die Idee von “Dreamer” - demjenigen, der als einziger weiß, wie man der elektronischen “GaGaMusik” den Garaus machen kann - hilft da auch nicht mehr, um die Geschichte zu retten.

Aber wie gesagt: Den meisten geht es ohnehin um die Musik und davon gibt es einiges bei WE WILL ROCK YOU! Außerdem muss man den Machern des Projektes lassen, dass sie zumindest versucht haben, einen roten Faden in die thematisch doch sehr unterschiedlichen Songs der Original-Band bringen.

Nachdem das Erfolgsmusical von Queen mehrere Jahre in Köln gelaufen ist, kann man WE WILL ROCK YOU! seit 13. November im Stuttgarter Apollo Theater sehen.

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St. Petersburg - weiße Nächte und mehr

23. November 2008, admin

Peter-und-Paul-Kathedrale, Eremitage und Leninstatue - das ist das St. Petersburg, das wir aus dem Reisekatalogen kennen, das ist die Stadt, die Jahr für Jahr Millionen kulturinteressierter Touristen anzieht. Über Jahrhunderte als Zentrum von Kunst und Literatur bekannt, hat die ehemalige Hauptstadt des russischen Zarenreiches, eher den Ruf eines beschaulichen Fleckchens denn als einer Partymetropole inne.

Doch “Píter”, wie die Russen die wohl schönste Stadt ihres Landes liebevoll nennen, hat ein ausgezeichnetes Nachtleben zu bieten, das zum einen weit kultKatharinenschloss St. Petersburgivierter ist als jenes in Moskau, zum anderen aber viel ausgelassener, insbesondere wenn man bedenkt, dass hier nicht nur Millionäre ihren Spaß haben können.

Besonders ausgiebig feiert man natürlich während der weißen Nächte in den letzen beiden Juniwochen. Nun, da die Sonne des nachts nicht ganz untergeht, treibt es Petersburger wie Touristen auf die Straßen: Es wird gesungen, getanzt und getrunken, ausgelassen aber nicht ungezügelt. Abgerundet wird das Lichterspektakel der Sommersonnwende durch ein großes Feuerwerk am Newa-Hafen.

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Das Waterfront-Prinzip

22. November 2008, admin

Waterfront” - mit diesem Wort verbinden viele den Gedanken an Urlaub im Süden, an malerisch gelegene Städte, idyllisch zwischen Wasser und Land getupft. Kapstadt hat eine, Honululu hat eine und Dubai bekommt bald eine dazu. Kein Wunder, dass auch deutsche Städte nun nachziehen und ihren Ufergebieten, je nach Lage am Fluss, See oder Meer gelegen, ein neues Gesicht verleihen wollen um dem umgestalteten Quartier anschließend den Stempel “Waterfront” aufdrücken zu können.

Offensichtlich kommt eine attraktive Stadt heute gar nicht mehr ohne eine “Waterfront” aus, deshalb schauen wir doch mal, was wir in dieser Hinsicht zu erwarten haben in den nächsten Jahren.

Hamburg

Die Bauarbeiten am neuen Stadtteil HafenCity sind in vollem Gange - das Viertel hat bereits deutlich an Gesicht gewonnen. Die eleganten wie modernen Wohn- und Bürogebäude direkt am Elbufer werden bald zu den Top-Immobilien der Hansestadt gehören und vereinigen sich mit den Promenadeanlagen am Wasser zu einer “Waterfront”, die sich gewaschen hat.

Duisburg

Obwohl eine wichtige Hafenstadt mit knapp einer halben Million Einwohner, lässt Duisburg bis dato den Charakter einer Metropole vermissen. Der hier geplanten “Waterfront” soll deshalb eine Marina für Privatboote angeschlossen werden, um bald auch die gehobenere Klientel in die zentrumsnahe Hafengegend zu locken. Zusätzlich werden Wohnungen, Handelsflächen und ein Hotel am Rheinufer entstehen.

Bremerhaven

Zu den wesentlichen Landmarks der im Bau befindlichen “Havenwelten”, jenem neuen Quartier, das gerade am Weserufer entsteht, gehört das Atlantic Hotel Sail. Mit seiner an das Burj al Arab in Dubai erinnernden Segelform sticht es deutlich aus der Skyline Bremerhavens heraus. Außerdem entstehen dort modernistische Gebäuder für Büros und Wohnungen.

Mal sehen, was uns in den kommenden Jahren noch an Waterfront-Projekten in Deutschland erwartet. Zu hoffen bleibt nur, dass man die Idee vom Wasser-nahen Wohnen nicht derart ausreizt, dass das durchaus attraktive Konzept am Ende seine Exklusivität verliert.

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Tunis - irgendwie anders

15. November 2008, admin

Tunis Avenue Mohammed V.Tunis ist weder eine typisch arabische Stadt, noch eine typisch afrikanische. Tunis ist irgendwie anders. Hervorgegangen aus dem legendären Karthago, kann die Hauptstadt Tunesiens auf eine mehrere Tausend Jahre alte Geschichte zurückblicken, von der jede Epoche ihre Spuren hinterlassen hat.

Die mittelalterliche Festungsanlagen der Kasbah aus dem 12. Jahrhundert markieren die erste arabische Eroberung Tunis’. Die heutige Altstadt umfasst jedoch einen weiter gefassten Bereich. Moscheen, Mausoleen und Medresen gehören ebenso zur Medina wie die Souk-Anlagen (Bazar) und zahlreiche orientalische Wohnhäuser. Außerhalb dieses innersten Stadtkerns mischen sich die Stile dann zu jener typisch tunesischen Melange, auf die die Einwohner dieses Landes so stolz sind. Ihre Kultur hat Berber-Bräuche und islamische Tradition verbunden, sich den osmanischen Toleranzgedanken einverleibt und den Laizismus der ehemaligen Protektoren aus Frankreich zur Staatsraison erhoben.

Wer heute nach Tunis kommt, staunt über Kirchen, die neben Moscheen stehen, über gläserne Prunkbauten, die sich auf den prächtigen, von Palmen gesäumten Avenues aneinander reihen und über einen Lifestyle, der jenem einer Weltmetropole durchaus nahe kommt.

Zwar hat auch Tunis in den letzten Jahren eine Islamisierung der Gesellschaft erlebt, die den Grundsatz, dass Religion in den Bereich des Privaten gehört, nach und nach verdrängt. Allerdings kann man es den Tunesiern nicht verübeln, dass sie sich - soweit sie können - von ihrer säkular geprägten Regierung dadurch distanzieren, dass sie sich dem Glauben an Gott zu wenden. Denn wie viele, aus westlicher Sicht ”moderne” arabische Länder, ist auch Tunesien keine Demokratie. Nach fast 50-jährigem Bestehen der Republik haben hier gerade mal zwei Präsidenten geherrscht, und die Regentschaft von Ben Ali wird nach wie vor regelmäßig mit “Wahl”-Ergebnissen von über 90 Prozent bestätigt.

Der Unmut über die Unterdrückung der Meinungsfreiheit treibt die Bürger geradezu in die Hände radikal-fundamentalistischer Rattenfänger, das ist in Tunis - der Stadt der Kontraste - deutlich zu spüren. Trotzdem wird man hier vergebens nach komplett verschleierten Frauen suchen, auch wenn sich das dezent getragene Kopftuch als Zeichen des Protests in weiten Teilen der weiblichen Bevölkerung durchgesetzt hat. 

Und so kommt es, dass man in Tunis nach wie vor unbehelligt ein kühles Bier in der Straßenkneipe trinken, in einem Nachtclub bis zum Morgengrauen tanzen und mit seiner Frau Hand in Hand durch die verträumten Häuserzeilen schlendern kann. So, wie es sich für eine Weltstadt gehört.

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Bahnchaos: Kein Ende in Sicht

13. November 2008, admin

Als im Juli die Achse eines ICE brach, der auf der Strecke Köln-Frankfurt verkehrte, war die Aufregung groß: War man knapp an einem Unglück à la Eschede vorbeigerauscht? Die Bahn versprach, die Geschehnisse unverzüglich zu untersuchen und sämtliche Schnellzüge auf entsprechende Risiken hin zu testen. Zu gefährlich wäre es gewesen, die Angelegenheit herunterzuspielen und noch einen Zwischenfall dieser Art zu riskieren.

Gesagt, getan. Seit Monate verkehren ICE-Züge nur mit extrem verminderter Frequenz zwischen Deutschlands Städten, damit man nach und nach alle Exemplare einer ausgiebigen Kontrolle unterziehen kann. Eigentlich vorbildlich. Und trotzdem ärgert man sich, dass es nun regelmäßig zu Wartezeiten an den Bahnhöfen kommt, dass die Züge stets überfüllt sind, und vor allem, dass man für die Fahrt trotzdem genauso viel bezahlen soll.

Nach dem GdL-Streik im letzten Jahr kämpft die Bahn also mal wieder mit einem enormen Vertrauensverlust ihrer Kunden, wobei man dieses Mal wenigstens erwähnen sollte, dass der Noch-Staatskonzern diesmal wohl wirklich nichts dafür kann. Denn hergestellt werden die ICE Züge von einem Konsortium aus namhaften deutschen Technik-Unternehmen wie der Siemens AG, und dieser Firmenzusammenschluss garantiert eigentlich eine Laufzeit, die weit über jener der kürzlich gebrochenen Achse liegt.

Bei all dem Gemecker über die Verzögerungen im Schienenverkehr sollte man also im Auge behalten, dass Sicherheit wichtiger ist als Geschwindigkeit. Und dass man Herrn Mehdorn zwar viel, aber nicht alles in die Schuhe schieben kann.

Empfehlung: Mallorca Immobilien

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Alaaf, Helau, und so weiter

11. November 2008, admin

KarnevalSoeben sind in Köln und Mainz die Jecken ausgebrochen, die ersten Biere werden geköpft und ordentlich “Kamelle” durch die Luft gewirbelt. Ich weiß, ich weiß: Für viele ist Karneval, Fasching, oder Fastnacht ein rotes Tuch - besonders im Rheinland liebt man die närrische Zeit jedoch abgöttisch, und weil kein anderes Fest den Lifestyle dieser Region besser umschreibt, sollte ihm auch im Netz ausreichend Repräsentanz geboten werden.

Schade nur, dass wir bis heute nicht einmal wissen, was das Wort bedeutet. Nicht dass ich die etymologische Forschung über die je nach Landstrich verschiedenen Namen des Karnevals bis ins Detail verfolgt hätte, aber allein der entsprechende Wikipedia-Artikel ist schon verwirrend genug. Offensichtlich scheiden sich die Geister daran, ob die Fastnacht heidnischen oder christlichen Bräuchen entstammt, ob ihre Traditionen gar aus einem politischen Hintergrund heraus entstanden sind, oder ob man einfach seit anno dazumal einen Anlass zum hemmungslosen Saufen gebraucht hat.

Zumindest bringt die Zeit der Jecken und Funkemariechen ein bisschen Brauchtum in jene Teile Deutschlands zurück, wo die Tracht ansonsten ausgestorben zu sein scheint. Dies führt jedoch auch immer wieder zu Missverständnissen, zum Beispiel wenn es einen Mainzer zum Fasching nach München verschlägt und. Zuhause wäre es sicher gut angekommen, wenn er sich in der Lederhosn in den Karnevalszug eingereiht hätte - in Bayern gilt sein Outfit allerdings nicht als Kostüm, sondern als festliches Gewand. Ein klassischer Griff ins Klo.

Im Süden genügt es ohnehin, sich die Wangen mit bunten Farben zu beschmieren um als ordentlicher Faschingsgast gehandelt zu werden, schließlich können die Bajuwaren auch mit Narrenhüten und rot-weißen Kleidern nicht wirklich viel anfangen. Wer jetzt findet, dass dies mit Karneval nicht mehr viel zu tun habe, der sollte mal am Rosenmontag nach Hamburg fahren. Da spart man sich die Mühe nämlich komplett und schüttet sich zu, während man das RTL Karnevalsspezial im Fernsehen ankuckt.

A propos Rosenmontag: Wer hat eigentlich verstanden, warum der Fasching am 11.11. beginnt, aber erst im Februar gefeiert wird? Derjenige möge sich bitte im Kommentar-Bereich verewigen!

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Hofbräuhaus Las Vegas

3. November 2008, admin

Hofbräuhaus Las VegasEgal, was die Welt an Kuriositäten zu bieten hat - Las Vegas kopiert sie. Die Replik der New Yorker Freiheitsstatue befindet sich ebenso in der Zockermetropole wie der Canale Grande, somit ist es kein Wunder, dass die wohl berühmteste Bierhalle Deutschlands, das Hofbräuhaus, ebenfalls in Vegas vertreten ist.

Die Fassade des Bavarian Restaurant ist jener des Münchner Originals fast bis aufs Detail nachempfunden und auch im Inneren erinnert vieles an das Vorbild des “Hoefbrawhaws” wie es in Übersee ausgesprochen wird. Laut offizieller Bekanntgabe werden fast alle Produkte der Kultgaststätte - ebenso wie ein Großteil der EInrichtung - aus bayerischen Landen importiert, nichtsdestotrotz merkt man immer noch, dass man sich in Amerika befindet.

Da wären zum Einen die Ketchup- und Senf-Flaschen an jedem Tisch. Auch die Tatsache, dass Weißwürste hier gebraten serviert werden, zeigt einem unmissverständlich, dass dies nicht die Heimat sein kann. Wie man sich fühlt, wenn der Herr am Nebentisch schließlich die besagte Senf- und Ketchup-Flasche nacheinander auf der gebratenen Weißwurst entleert, brauche ich wohl nicht mehr weiter zu erläutern. Nur eines sei Euch gesagt: Geht in Nevada lieber zu Wendy’s, da weiß man wenigstens, was man hat.

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