Gewöhnungsbedürftig: Japan-Rap
26. November 2008, admin
Zugegeben: Viele Dinge aus dem fernen Osten sind für uns Europäer nicht ganz einfach nachzuvollziehen, und es gibt einige, zum Beispiel japanische, Verhaltensweisen, die uns ungewollt zum Schmunzeln bringen, obwohl es eigentlich nichts zu lachen gäbe. Lasst uns diese Phänomen einen “kulturellen Graben” nennen.
Dieser kulturelle Graben wird besonders deutlich, wenn man besonders typische Elemente einer entfernten Kultur in die eigene übernommen werden. Das muss nicht zwingend etwas mit unterschiedlichen Nationen zu tun haben - beispielsweise ist auch dann ein Clash sichtbar, wenn deutsche Vorstadtkids plötzlich anfangen, einen auf Gangsta zu machen, weil das die coolen amerikanischen Ghetto-Jungs auch so machen, obwohl diese es wohl eher unfreiwillig tun.
Um beim HipHop zu bleiben: Wie überall auf der Welt ist die einstige Black Music längst auch in Asien auf einem Popularitäts-Hoch angelangt. Und weil wir uns in Deutschland schon daran gewöhnt haben, dass Jugendliche sich in ihrem Verhalten gern an Slum-Bewohnern orientieren, sobald sie morgens Mamas und Papas Reihenhäuschen in Richtung ihres Gymnasiums verlassen, müssen wir uns nun eben über japanische Rapper totlachen.
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