Archiv für 'Konsum'

Ein Stern zum Fest

12. Dezember 2008, admin

Und noch ein Geschenk aus der Kategorie “Für Menschen, die schon alles haben” - das sind die Leute, die schon alles haben und es langweilig wird denen immer nur Wohnaccessoires oder die üblichen Geschenke wie Bücher und co. zu schenken, denen man zu Weihnachten die Sterne vom Himmel holen muss, damit sie sich überhaupt noch freuen. Das habe ich einfach mal wörtlich genommen und mich im Web umgesehen, wie so ein Sterne-Kauf vonstatten geht.

Der erste Schritt ist ganz einfach: Bei Google “Stern kaufen” eingeben und schon wird eine entsprechende Seite nach der anderen angezeigt. Leider muss man schnell feststellen, dass man durch den Sternekauf keine Eigentumsrechte an dem jeweiligen Himmelskörper erwirbt. Korrekterweise handelt es sich eher um eine Stern-Taufe, für die man eine Urkunde mit dem Namen des Sterns und dem Namen des Täufers, resp. Eigentümers erhält.

Je nachdem, wie gut man den Stern am Himmel sehen kann, steigt oder sinkt der Preis. Zu haben ist die Sterntaufe im Internet schon ab 39 EUR, was die Sache durchaus erschwinglich macht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass man als Gegenwert bloß ein bedrucktes Stück Papier erhält, wirklich nur dann ein gutes Geschenk darstellt, wenn einem gaaaar nichts Besseres einfällt.

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Stylishe Tier-Accessoires

8. Dezember 2008, admin

Pudel mit SchmuckhalsbandWeihnachten steht vor der Tür und noch immer fehlt das Geschenk für den besten Freund des Menschen. Viele mögen es verrückt finden, seinem Hund oder seiner Katze etwas zu schenken, aber sind es nicht gerade unsere Haustiere, die es am meisten verdient haben, zum Fest der Liebe für ihre Treue belohnt zu werden?

Eben. Und weil wir unseren eigenen Geschmack so gern auf unsere Tiere projezieren und es lieben, sie mit Halsbändern auszustatten, die wir selbst gerne tragen würden und ihnen ein Körbchen zum Schlafen hinzustellen, in das wir uns selbst direkt hineinlegen würden, wenn es nicht so klein wäre, gibt es mittlerweile einige Internet-Shops, die sich darauf spezialisiert haben, Design für Hund und Katze zu verkaufen.

Da gibt es dann so tolle Sachen wie lederbezogene Hunde-Sofas im Corbusier-Design, Camouflage-gemustertes Geschirr und mit Floraldekor verziertes Katzenspielzeug. Mein persönliches Favorite ist das pinkfarbene, mit Strasssteinen besetzte Hygiene-Kit von BON TON. Geformt wie ein Knochen und schick aufgemotzt, sieht das kleine Köfferchen gar nicht danach aus, als befänden sich darin kleine Beutelchen um die Häufchen des treuen Begleiters aufzusammeln.

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PlayStation Home

30. November 2008, admin

Der Kampf der Konsolenhersteller geht in die nächste Phase: Nachdem mittlerweile alle modernen Home-Entertainment-Module, seien sie nun aus dem Hause Nintendo, Sony oder Microsoft, auf mehreren Ebenen dafür Sorgen, dass ihre treuen Kunden sich weiterhin für ihr Produkt entscheiden, anstatt zur Konkurrenz zu gehen, ist die Virtual Reality à la Second Life der neueste Streich in Sachen Multiple-Level-Marketing.

Die PS3 ist hier schon am weitesten fortgeschritten: Mit PlayStation Home kann jeder stolze Besitzer der etwa 400 Euro teuren Konsolen sich ein Avatar-Profil im Netz anlegen und mit einer möglichst realitätstreuen Identität inklusive Wohnung, Job und Freundeskreis versehen. Unterwegs im digitalen Kosmos läuft zum Beispiel ein Double des Urban Freaks in den Sony-Laden um dort seine im virtuellen Bowling-Center erspielten Cyber-Dollars gegen neue (reale) Spiele für seine Gerätefestplatte zu tauschen.

Sagen wir mal so: Für all jene, die Second Life & Co. vorher schon spannend fanden und es immer noch tun (der Aha-Effekt ist ja mittlerweile bei den meisten verflogen), ist PlayStation Home sicher ganz witzig. Alle anderen werden es wohl für Zeitverschwendung halten, sich das x-te Internet-Profil anzulegen …

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Russlandturm gestoppt

23. November 2008, admin

Vor ein paar Monaten habe ich hier im Blog einen Artikel über das momentan gigantischste urbane Bauprojekt Europas - die Baschija Rossija (Russland-Turm) in Moskau - gepostet. Ziel des Wahnsinnsprojekt war es, der russischen Hauptstadt das höchste Haus Europas und nach dem Burj Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten zweithöchste Gebäude der Welt zu bescheren.

So wie es mittlerweile aussieht, wird daraus jedoch wohl nichts. Zumindest nicht so schnell. Denn wie heute der FAZ zu entnehmen war, íst das Projekt vorerst gestoppt. Wieso? Na, wegen der Finanzkrise, was sonst? Nach und nach breitet sich die Seuche aus den USA überall aus … dass wir es noch nicht ganz so arg spüren, liegt definitiv an der Tatsache, dass die Bundesregierung mit Ihrem Hilfsangebot für die Banken den Markt etwas zur Ruhe bringen konnte.

Jedenfalls scheinen die für den Bau von Baschija Rossija zuständigen Investoren im Umfeld des Milliardärs Schalwa Tschigirinski die Kohle ausgegangen zu sein. Oder das Risiko, dass keiner in den über 600 Meter hohen Turm einziehen will, ist zu groß geworden. In jedem Fall ist es sehr schade, dass dieses Projekt nicht verwirklicht wird, denn bis jetzt war es besonders spannend zuzusehen, wie sich Moskau prächtig entwickelt und seinen Ruf als luxusorientierte Glitzermetropole immer weiter ausbaut.

Doch der Rückschlag wird wohl ohnehin nicht lange anhalten. Schließlich verdient man in Russland - anders als in Mitteleuropa oder Amerika - das große Geld immer noch mit Rohstoffen. Und die sind bislang noch reichlich vorhanden, weshalb auch die Kohle bald wieder fließen wird.

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Slips aus dem Telefon

20. November 2008, admin

Kürzlich erreichte mich mal wieder ein ominöser Anruf aus einem Call-Center. Wohlgemerkt: Hätte ich gewusst, dass es sich um einen solchen Anruf handelt, wäre ich sicher nicht ans Telefon gegangen. Aber da es 8 Uhr morgens war, bin ich davon ausgegangen, dass es wohl etwas Wichtiges sein müsse. Schließlich würde ein Call-Agent ja ohnehin niemals so doof sein, zu glauben, dass um diese Uhrzeit jemand etwas kauft.

Na ja, offensichtlich lag ich mit meiner Logik falsch, denn als ich den Hörer abnahm, säuselte mir sogleich eine süße Stimme mit leicht sächselndem Akzent ins Ohr:

“Guten Tag, schön, dass ich Sie direkt erreicht habe. Ich rufe von der Firma &!”$§/{  aus an. Wir vertreiben hochwertige Herren- und Damen-Unterwäsche und würden Ihnen gern ein unschlagbares Angebot machen.”

“Unterwäsche?!”

“Ja, hochwertige Damen- und Herren-Unterwäsche…”

“Entschuldigung, aber das ist ja wohl nicht Ihr Ernst. Ich soll Unterwäsche am Telefon kaufen?!”

“Aber was ist denn daran so verwunderlich. Heutzutage kauft man doch alles im Internet oder am Telefon.”

“Entschuldigen Sie bitte, aber ich muss zur Arbeit. Lassen Sie uns das Gespräch beenden.”

“Darf ich Sie denn ein andermal anrufen.”

“Ja, ja, von mir aus. Auf Wiederhören.”

Der eine oder andere wird meinen Fehler bemerkt haben … ja genau, der letzte Satz war sozusagen der Todesstoß. Denn am nächsten Tag hat es prompt wieder geklingelt - richtig, um 8 Uhr morgens - und ich war wieder so verschlafen, dass ich direkt rangegangen bin.

“Guten Tag, unsere Firma vertreibt …”

“Herrenunterwäsche?”

“Ja! Schön, dass Sie Interesse an unserem Produkt haben!”

WAS SOLL MAN DAZU NOCH SAGEN?!

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Was die Hand alles verrät …

16. November 2008, admin

GlaskugelGlaubst Du an Übersinnliches? An Wahrsagen, Karten-, Kaffeesatz- oder Handlesen? Nein? Natürlich nicht, schließlich passt ein solcher Aberglaube ja überhaupt nicht in unsere aufgeklärten High Tech Zeiten. Von wegen!

Im 21. Jahrhundert boomen übernatürliche Phänomene geradezu. Offensichtlicher denn je preisen zum Beispiel Tarot-Damen ihre Dienste längst im Fernsehen, anstatt sich auf Jahrmärkten in schummrigen Zelten zu verkriechen. Anstatt in die Glaskugel zu schauen, greift man nun zum Telefonhörer um die zukunftsvoraussagenden Schwingungen seines Gegenübers aufzusaugen - da wundert es einen eigentlich nur, dass es so lange gedauert hat, bis die Hexerei auch das Internet erobert. 

Vor Kurzem habe ich entdeckt, dass man sich den regelmäßigen Gang zu “Madame Esmeralda” künftig sparen kann. Denn bevor ich mich verarschen und abzocken lasse, werde ich lieber nur verarscht - ohne dafür zu bezahlen. So wie auf www.sexgage.com. Hier erklärt einem der Computer anhand der verschiedenen Hand-Linien, wie sexy man ist.

Also zögert nicht: Diese Erkenntnis kann Euer ganzes Leben verändern  :-)

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E-Book-Reader auf dem Vormarsch

14. November 2008, admin

Als Amazon auf der Frankfurter Buchmesse die Markteinführung des “Kindle” in Deutschland ankündigte, blieb die Stimmung der größtenteils noch immer auf Papier setzenden Branche relativ unterkühlt. Dass die neue Art zu lesen irgendwann auch nach Europa übergreifen würde, war ohnehin klar - die Kommentare zu dieser Entwicklung reichten vom trotzigen “Wir werden niemals aufhören, Print-Bücher herzustellen” bis zum optimistischen “Na, dann müssen wir unsere Bestseller halt digital produzieren”.

Angst, man könnte einen wegweisenden Trend verpasst haben, scheint niemand in der Branche zu haben. Wieso auch? Schon als das Hörbuch von der Ersatzliteratur für Blinde zum Kassenschlager für Lesefaule geworden war, musste man hinterher feststellen, dass sich mit der Herausgabe von Texten auf verschiedenen Medien sogar noch mehr Geld verdienen lässt, weil Leseratten eher zu den trägen Wesen gehören, denen man es einfach nur gemütlich machen muss, damit sie sich zum Kauf von Literatur hinreißen lassen.

Deshalb werden Kindle, Sony Reader, und alles, was der E-Book-Reader-Markt in den nächsten Jahren sonst noch hervorbringen wird, sicherlich immer stärker vertreten sein, aber das Buch tatsächlich nicht gänzlich verdrängen. Es ist gut vorstellbar, dass Texte künftig standardmäßig in mindestens drei Versionen herausgegeben werden: gedruckt, digital und gesprochen.

Je nach Verwendungsbereich ist es dennoch möglich, dass die eine oder andere Variante sich stärker durchsetzt. Was wäre zum Beispiel dagegen einzuwenden, dass Schüler sich zu Beginn ihrer Leselaufbahn einen Reader zulegen müssen, dafür aber nie wieder Unmengen von Geld für Lehrbücher, Kopiergeld, etc., auszugeben haben. Vorstellbar wäre, dass Schulen ganze Jahrgangslizenzen erwerben und das digitale Lernmaterial jeweils für die aktuelle Klasse bereitstellen. Keine Abnutzung, keine Extrakosten und jedes Jahr aktuelle Neuauflagen  - und das Ganze zu wesentlich geringeren Kosten als je zuvor!

Andererseits kann der klassische Roman sicherlich noch lange von der Vorliebe der Menschen für “greifbare” Bücher zehren, denn gerade als Geschenk oder nettes Accessoire im Regal ist ein richtiges Buch nach wie vor attraktiver als eine virtuelle Datenmenge oder eine kleine unscheinbare CD mit gesprochenem Text. Diese wiederum kann dennoch einer soliden Zukunft entgegensehen, denn in Zeiten, da iPods und sonstige tragbare Audioplayer immer gängiger werden, gehört es fast schon zum guten Ton, Podcasts und eben ganze Hörbücher in der Hosentasche mit sich herumzutragen …

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Eee?

7. November 2008, admin

Als der Computerhersteller ASUS im Frühling seinen Mini-Laptop “Eee” auf der CeBit vorstellte, wusste man noch nicht so recht, was man mit diesem kleinen Ding anfangen sollte. Zu merkwürdig schien das Konzept eines tragbaren Computers, dessen Funktionen auf das Wesentliche konzentriert werden, um seine Akku-Laufzeit zu verlängern und den Preis zu verkleinern.

Erheblich zu verkleinern. Der Eee 900a beispielsweise kostet nicht einmal 300 EUR und bietet trotzdem die wichtigsten Features, die man einem mobilen Rechner abverlangt. Schnelles Internet mit Videotelefonie (integrierte Cam), ein effizientes Betriebssystem (LINUX) mit Textverarbeitungsprogramm und eine durchgehende Batterie-Laufzeit von vier Stunden.

Doch obwohl das Mini Notebook besonders für die Zielgruppe “Schüler und Studenten” gepriesen wird, muss man sagen, dass es schon sehr viel Gewöhnung kostet, längere Texte auf der winzigen Tastatur zu verfassen.  Als Zweitgerät ist der Eee hingegen sicher zu empfehlen, vor allem, wenn man einen leistungsfähigen Rechner zu Hause hat und bisher vor allem wegen der hohen Anschaffungskosten gegen den Kauf eines Laptops gewesen ist.

 

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American Apparel vs. H&M

6. November 2008, admin

In den letzten beiden Jahrzehnten gab es zwei Modeketten, die den Markt für jugendliche Fashion revolutioniert haben: Beide sind bekannt dafür, aktuelle Trends aufzugreifen und neue zu setzen, ohne den Kunden dabei tief in die Tasche zu greifen - und dennoch liegen Welten zwischen H&M und American Apparel. Was unterscheidet die beiden Textilgiganten und was haben sie gemeinsam? Kann man sagen, einer von beiden ist der Bessere?

Rein zahlenmäßig stellt H&M seinen amerikanischen Wettbewerber komplett in den Schatten, doch uns als Kunden hat das zunächst nicht zu interessieren. Trotzdem ist der schwedische Konzern mittlerweile in so gut wie jeder mittelgroßen Stadt vertreten und erreicht so einfach eine viel breitere Masse. Was nicht heißt, dass der Konkurrent aus L.A. nicht ebenfalls auf einen möglichst weiten Kundekreis setzt und dies in den USA auch durchaus mit Erfolg.

Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Philosophie hinter den Unternehmen. Während H&M die Produktionskosten seiner Kollektionen durch Niedriglohnproduktion halten muss, um die Top-Models zu bezahlen, die von seinen überlebensgroßen Werbeplakate prangen, kommuniziert American Apparel lediglich die eigene Firmenstruktur um seine Produkte zu preisen. Integrierte Produktion mit Tarifgarantie lautet die Devise bei AA - eine Strategie mit der sich auch die so genannten “Conscious Consumers” für die Klamotten aus Kalifornien begeistern lassen.

Für viele ist dies bereits das schlagende Argument. Doch auch, wenn man die Sache etwas simpler sieht, hat American Apparel vielleicht tatsächlich den richtigen Weg eingeschlagen. Denn die amerikanische Low-Cost-Fashion-Kette stellt Kleidung her, die durch ihre simplen Schnitte und einfarbigen, unbedruckten Stoffe zwar irgendwie unscheinbar wirkt. Der bewusste Verzicht auf ein sichtbares Branding zeigt aber, dass man genau jenen Aha-Effekt vermeiden möchte, den H&M-Ware auslöst: “Schau mal, das T-Shirt hab’ ich bei Hennes gesehen, das kostet 14,90.”

Ob der American Style gegenüber dem Swedish Chic bestehen kann, muss am Ende natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Je nachdem, ob ein Trend gerade über den großen Teich zu uns schwappt, oder eben aus Europa in die USA, wird mal der eine, mal der andere vorne liegen.

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Legal kiffen?

31. Oktober 2008, admin

Seit Monaten streuen sämtliche Medien die Nachricht von einer neuen, legalen Droge, die regelrechte Begeisterungsstürme in der Kifferszene hervorgerufen hat. “Spice” heißt das Gemisch aus (angeblich) 11 Kräutern, deren Namen wohl niemand von uns jemals gehört hat.

Laut neuesten Untersuchungen verschiedener Forschungseinrichtung, weiß man mittlerweile, dass nicht alle der angegeben Pflanzen tatsächlich in “Spice” enthalten sind. Andererseits lässt sich nicht ausschließen, dass sich zusätzlich noch andere Kräuter darin befinden als die angegebenen. Auch am Konsumenten selbst lässt sich nicht feststellen, ob er unter “Spice”-Einfluss steht - sämtliche bisher gebräuchlichen Feststellungsverfahren scheitern bei dem Versuch.

Somit ist “Spice” bisher in Deutschland legal und wird auf mittelfristige Sicht auch nicht so einfach zu verbieten sein. Denn: In Deutschland können nur berauschende Substanzen in ihrer isolierten Form verboten werden. Wird man beispielsweise von der Polizei mit Cannabis aufgegriffen, so wird hinterher Anzeige erstattet, wenn das Cannabis den Wirkstoff THC enthält. Demnach sind Sorten, die die berauschende Substanz nicht beinhalten, auch nicht illegal. Aus dem selben Grund kann eine Mischung aus Pflanzen, die an sich keine berauschenden Stoffe enthalten, aber vielleicht in Kombination mit einander bestimmte Wahrnehmungsveränderungen verursachen, nach bisheriger Rechtslage nicht verboten werden.

Glaubt man den Usern in den Internet-Foren sowie den zahlreichen Fernseh- und Zeitungsberichten, dann wirkt “Spice” ähnlich wie Marihuana oder Haschisch. Auf den Konsum folge ein Benebelungszustand, also eine eingeschränkte Reaktionsfähigkeit mit Wahrnehmungsstörungen. Somit sollten “Spice”-Berauschte keinesfalls mit dem Auto fahren. Auch, wenn man ihnen gar nicht nachweisen könnte, dass sie unter Drogen stehen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich das Geheimnis rund um “Spice” überhaupt lüften lässt. Die Herstellerfirma in England hüllt sich ebenso in Schweigen wie der Ethnobotaniker Dr. Christian Rätsch. Die Koryphäe in Sachen Bio-Drogen (von ihm stammt die Enzyklopädie der psychoaktiven Substanzen) ist bereits in einigen Sendungen zum Thema zu sehen gewesen, hat bis dato jedoch keinen weiteren Kommentar dazu abgegeben. Es sieht so aus, als wollte da jemand überhaupt nicht, dass “Spice” verboten wird …

Und auch wenn … mittlerweile überschwemmt auch anderes, ebenfalls aus exotisch anmutenden Kräutern zusammengemischtes Räucherwerk den deutschen und österreichischen Markt. In der Schweiz war der Boom bereits 2006 vorbei und in den USA sowie Holland (sic!) darf mit dem Stoff mittlerweile nicht mehr gehandelt werden.

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