Archiv für 'Gesellschaft'

Weihnachten in … Frankreich

24. Dezember 2008, admin

TruthahnbratenZu Weihnachten hat jede Region, wenn nicht sogar jede Familie, ihre ganz eigenen Traditionen. Schauen wir doch mal über den Tellerrand und gucken, wie das Fest der Liebe in unseren Nachbarländern so abläuft. Zunächst werfen wir mal einen Blick auf Frankreich …

An Heiligabend trifft sich die ganze Familie zu einem ausgedehnten Diner. Anders als in Deutschland, wo am Vorabend des Weihnachtsfests oft nur einfache Gerichte aufgetischt werden, isst man hier Gänseleber, Austern, verschiedene Pasteten und trinkt Champagner. Um Mitternacht geht man zusammen in die Christmette um danach ein großes Feuerwerk zu entzünden.

Am Morgen des ersten Weihnachtstags werden die Geschenke ausgepackt, die “Père Noel”, der Weihnachtsmann, über Nacht dagelassen hat. Die Kinder beschäftigen sich dann den Rest des Tages mit ihren Präsenten, während die Eltern nach und nach die Gäste empfangen, die zum Truthahn-Essen vorbeikommen. Der dicke Vogel wird in Frankreich traditionell mit Maronen serviert. Wer einen Kamin hat, lässt dort in der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtstag einen ganzen Holzscheit verglühen.

Seine Asche wird am zweiten Weihnachtstag auf einem Feld verstreut. Hat man keinen Kamin, bzw. kein Feld in der Nähe, dann wird die so genannte “Buche de Noel” aufgetischt, ein Kuchen, der wie eben jener Holzklotz aussieht, den man eigentlich verbrennen soll. Später am Tag gibt es meist wieder Geflügel oder - in den Küstenregionen - Fisch.

Man sieht: Weihnachten in Frankreich ist vor allem ein kulinarisches Event. Aber wer hätte etwas anderes erwartet?

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Vorsicht auf dem Weihnachtsmarkt

30. November 2008, admin

Weihnachtszeit, Diebeszeit - alle Jahre wieder zieht es ganz Deutschland auf den Weihnachtsmarkt. Ab dem 1. Advent ist in Hunderten von Städten Glühwein trinken angesagt und die Menschen strömen in Scharen an die Stände um kurz vorm Fest noch schnell ein paar Präsente einzukaufen. Je besinnlicher Stimmung, desto lockerer sitzt der Geldbeutel, das wissen auch die Gauner und Diebe im Land. Und so kommt es, dass im Dezember immer am meisten geklaut wird. Dabei müsste man nur ein paar Regeln beachten um den Schaden bei einem Weihnachtsraub möglichst gering zu halten.

Der erste Fehler, den viele begehen, ist es, zu große Bargeldsummen mit sich herumzuschleppen. Ganz nach dem Motto “Vielleicht finde ich ja spontan noch etwas Schönes,” tragen manche Marktbesucher einige Hundert Euro. Kommt ihnen das Portemonnaie abhanden ist das Gejammer groß, und im Nachhinein wird ihnen dann klar, dass sie für ein paar Tassen Kopfschmerz-Plörre und eine Handvoll kitschiger Baststernchen und Glaskugeln ohnehin nicht mehr als 50 Mäuse gebraucht hätten.

Ebenso wenig mitnehmen sollte man seine Kreditkarten. Viele Läden vergleichen die Signatur auf der Karte nicht mit der Unterschrift auf dem Beleg, weshalb der Dieb mit diesem kleinen Stück Plastik in kürzester Zeit großen Schaden anrichten kann. Nicht ganz so gefährlich sind ec-Karten, da diese in der Regel nur mit Geheimzahl zum Zahlen verwendet werden können. Lediglich Supermärkte akzeptieren zur Zahlung mit Bankkarte eine Unterschrift - der durchschnittliche Langfinger bevorzugt hingegen eher DVD-Player und Lederjacken, weshalb man nicht davon ausgehen muss, dass er für einen Lebensmitteleinkauf eine Festnahme riskiert. Diese könnte aber ohnehin nur dann stattfinden, wenn die Karte bereits gesperrt wurde. Das ist stets der erste Schritt, wenn man einen Verlust bemerkt, egal ob es die Bankkarte, Kreditkarte oder das Handy ist.

Will man einen Diebstahl verhindern, sollte man seine Wertgegenstände so nah wie möglich am Körper tragen, entweder in der vorderen Hosentasche und in einem Brustbeutel. Zweiterer sieht recht dämlich aus, ist aber der effektivste Schutz vor den ausgefuchsten Gaunern. Außerdem hat man wesentlich mehr Spaß beim Bummel, wenn man nicht alle 3 Minuten nachsehen muss, ob die Geldbörse noch an ihrem Platz sitzt.

Na dann, Prost!

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Islam-Unterricht in Münchner Grundschulen

29. November 2008, admin

Islam wird nun auch in Münchner Grundschulen gelehrtReligionsunterricht gehört in Bayern zu den Pflichtfächern in allen Schulformen. Doch gerade in den Großstädten München und Nürnberg existieren Schulen, die aufgrund ihrer Lage in mehrheitlich von Einwanderern bewohnten Vierteln viele Kinder weder katholisch noch evangelisch sind, sondern dem Islam angehören. Die Jahrzehnte, in denen man sich dieser Entwicklung verschloss und hinnahm, dass die Schüler standardmäßig in den eigentlich als Ersatzfach gedachten Ethikunterricht gingen, sollten nun vorbei sein. Denn muslimischer Religionsunterricht war bis dahin nur extern, und in der Regel nur in türkischer Sprache angeboten worden.

Deshalb ist vor zwei Monaten in zwei Münchner Grundschulen ein Pilotprojekt gestartet, in dem Kinder aus muslimischen Familien nun auf Deutsch in ihrer Religion geschult werden. Anders als in Koranschulen geht es hier nicht um das Auswendig-Lernen einzelner Suren und eine Unterweisung durch einen Imam - stattdessen werden, wie in den christlichen Fächern auch, durch einen zugelassenen Lehrer wesentliche Grundlagen vermittelt, damit die Kinder sich spielerisch in ihrer Religion zurecht zu finden lernen.

Der positve Nebeneffekt ist sicherlich auch die Tatsache, dass Kinder wie Eltern, wenn sie sehen, dass ihre Kultur nach und nach ihren Platz im deutschen Bildungswesen findet, eher einen Anreiz finden, sich in ihrer neuen Heimat zu integrieren. 

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Umweltzonen in Deutschland

28. November 2008, admin

Endlich saubere Luft in den Innenstädten - das ist das Ziel der neu eingeführten Umweltzonen in den wichtigsten Ballungsräumen der Republik. Doch die Einführung der so genannten Feinstaub-Plakette hat von Anfang an für Protest gesorgt. Einerseits beschweren sich die Halter von alten, nicht-historischen Benzinern, dass sie künftig nicht mehr in die Umweltzonen dürfen, obwohl ihre Wagen gar keinen Feinstaub ausstoßen (dieser kommt prinzipiell nur bei Diesel-Fahrzeugen aus dem Auspuff). Andererseits sind die Halter von Autos, die mit Dieselmotoren betrieben werden und mangels Rußpartikel-Filter nur eine gelbe oder rote Plakette bekommen, verärgert, weil auch neuere Kfz davon betroffen sind.

Ob man sich nun ein neues Auto zulegt, oder einfach nicht mehr mit dem alten in die Stadt fährt, muss jeder selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass man weiß, wo man besser genau aufs Schild kuckt.

Augsburg, Berlin, Bochum, Dortmund, Düsseldorf,  Essen, Frankfurt, Hannover, Ilsfeld, Köln, Leonberg, Ludwigsburg, Mannheim, Mühlacker, München, Pforzheim, Regensburg, Reutlingen, Schwäbisch-Gmünd, Stuttgart, Tübingen und ab 1.1.09 Nürnberg

 

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Slips aus dem Telefon

20. November 2008, admin

Kürzlich erreichte mich mal wieder ein ominöser Anruf aus einem Call-Center. Wohlgemerkt: Hätte ich gewusst, dass es sich um einen solchen Anruf handelt, wäre ich sicher nicht ans Telefon gegangen. Aber da es 8 Uhr morgens war, bin ich davon ausgegangen, dass es wohl etwas Wichtiges sein müsse. Schließlich würde ein Call-Agent ja ohnehin niemals so doof sein, zu glauben, dass um diese Uhrzeit jemand etwas kauft.

Na ja, offensichtlich lag ich mit meiner Logik falsch, denn als ich den Hörer abnahm, säuselte mir sogleich eine süße Stimme mit leicht sächselndem Akzent ins Ohr:

“Guten Tag, schön, dass ich Sie direkt erreicht habe. Ich rufe von der Firma &!”$§/{  aus an. Wir vertreiben hochwertige Herren- und Damen-Unterwäsche und würden Ihnen gern ein unschlagbares Angebot machen.”

“Unterwäsche?!”

“Ja, hochwertige Damen- und Herren-Unterwäsche…”

“Entschuldigung, aber das ist ja wohl nicht Ihr Ernst. Ich soll Unterwäsche am Telefon kaufen?!”

“Aber was ist denn daran so verwunderlich. Heutzutage kauft man doch alles im Internet oder am Telefon.”

“Entschuldigen Sie bitte, aber ich muss zur Arbeit. Lassen Sie uns das Gespräch beenden.”

“Darf ich Sie denn ein andermal anrufen.”

“Ja, ja, von mir aus. Auf Wiederhören.”

Der eine oder andere wird meinen Fehler bemerkt haben … ja genau, der letzte Satz war sozusagen der Todesstoß. Denn am nächsten Tag hat es prompt wieder geklingelt - richtig, um 8 Uhr morgens - und ich war wieder so verschlafen, dass ich direkt rangegangen bin.

“Guten Tag, unsere Firma vertreibt …”

“Herrenunterwäsche?”

“Ja! Schön, dass Sie Interesse an unserem Produkt haben!”

WAS SOLL MAN DAZU NOCH SAGEN?!

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Bayern: Viel Rauch um nichts

19. November 2008, admin

AschenbecherAls die CSU bei der bayerischen Landtagswahl im September eine gehörige Watsch’n eintstecken musste, war schnell klar: Die Raucher haben sich gerächt. Dies mag insofern übertrieben sein, als dass die Christdemokraten ja nicht nur beim Gesundheitsschutz einiges verbockt haben, sondern auch in der Bildungspolitik, außerdem hat das vermeintliche Dream-Team Beckstein & Huber von Beginn an nicht die Aufbruchsstimmung aufkommen lassen, die man sich vom Machtwechsel innerhalb der Partei versprochen hatte.

Trotzdem: Raucher, Gastronomen und wohl auch der eine oder andere Nichtraucher fühlen sich in ihrer Meinung bestätigt, dass der Möchtegern-Gesundheitsschutz der vergangenen 11 Monate bald novelliert wird. “Möchtegern” deshalb, weil schon wenige Wochen nach Inkrafttreten des aktuellen Gesetzes jede zweite Kneipe zum Raucher-Club wurde, in denen - man mag es nicht glauben - immer wieder auch Nichtraucher auftauchten, die sich aus Solidarität mit ihren qualmenden Freunden gern in den blauen Dunst gesellten.

Gemäß dem Koalitionsvertrag von CSU und FDP (Download hier) wird der Nichtraucherschutz in Bayern künftig folgendermaßen geregelt.

 

“In Gaststätten mit mehreren Räumen darf ein Raum als Raucherraum eingerichtet werden. In kleineren Einraumgaststätten darf geraucht werden, sofern die Gaststätte als Raucherlokal gekennzeichnet ist. In Bier-, Wein- und Festzelten (…) ist das Rauchen zulässig. In Diskotheken (…) ist das Rauchen in einem Nebenraum gestattet, sofern Minderjährige keinen Zutritt haben und sich im Raucherraum keine Tanzfläche befindet.”

Über Raucherclubs wird in der Vereinbarung nichts gesagt, allerdings muss man davon ausgehen, dass es diese nicht mehr geben wird, sobald dieser Entwurf gültiges Recht wird. Schade für die Diskotheken, die extra einen Verein gegründet und sich teure Gerätschaften zur Mitglieder-Identifikation angeschafft haben.

 

 

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NLP - Sektenwerkzeug oder Lebenshilfe?

17. November 2008, admin

Ablehnung in Zustimmung umwandeln - das ist das Ziel der Neurolinguistischen Programmierung, kurz: NLP. Bei NLP handelt es sich um eine Methode aus dem Werkzeugkasten des Personal Coaching, entwickelt in den 70er Jahren in den USA, setzt sie sich seit Jahren auch in Deutschland immer mehr durch und wird unter anderem in Verkaufsseminaren und Lebensbewältigungs-Kursen gelehrt.

Das Prinzip von NLP funktioniert vor allem durch Vergleich und Vereinfachung. Der Psychologe Richard Bandler und der Linguist John Grindler haben im Laufe ihrer gemeinsamen Forschungsarbeit ein Modell entwickelt, dass davon ausgeht, man könne anhand der Beobachtung erfolgreicher Persönlichkeiten deren prägende Verhaltensmuster isolieren um so hinter das Geheimnis ihres Erfolgs zu kommen. Im nächsten Schritt gilt es dann, sich selbst diese Verhaltensmuster anzueignen um schließlich selbst in den Genuss gesellschaftlicher Anerkennung zu kommen.

Was so merkwürdig theoretisch klingt, ist eigentlich eine ganz simple menschliche Eigenschaft: Sehen, verstehen, kopieren als Weg der persönlichen Entwicklung. Möchte ich ein guter Verkäufer werden, dann schaue ich, wie andere gute Verkäufer arbeiten, und ahme sie nach. Will ich meine Kinder gut erziehen, dann schaue ich, wie andere Eltern, deren Kinder ich für gut erzogen halte, ihren Nachwuchs großziehen. Und so weiter.

NLP’ler gehen von einem konstruktivistischen Weltbild aus, welches besagt, dass die Realität im Wesentlichen der individuellen Wahrnehmung entspringt. “Wahr ist, was ich für wahr halte” - nach diesem Motto arbeiten NLP’ler an ihrer Persönlichkeit. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, allerdings kann dieser Grundsatz auch verkehrt werden in Richtung des Gegenübers: “Für Dich ist wahr, was Du für wahr hältst.” Daraus folgt: “Wenn ich Deine Wahrnehmung der Wahrheit ändern kann, dann kann ich auch Deine Realität verändern.” Und das nennt man dann: Manipulation.

Dieser Vorwurf an die NLP-Methoden hat dazu geführt, dass Neurolinguistisches Programmieren sich aus einigen Bereichen, wie zum Beispiel der Lehrerfortbildung zurückziehen musste. Hatte man vormals geglaubt, dass sich Problemkinder leichter handhaben ließen, wenn man sie mit NLP bearbeitete, zogen Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein das entsprechende Kursangebot wegen des manipulativen Potenzials zurück.

Auch wird einigen NLP-Organisationen eine Nähe zu Scientology nachgesagt. Dies mag nicht zu belegen sein, allerdings ist es bekannt, dass die Psycho-Sekte mit NLP-Methoden arbeitet um ihren Mitgliedern vorzugaukeln, sie könnten damit ihre Selbstkontrolle steigern. In Wirklichkeit verwickelt die vermeintliche “Kirche” ihre Anhänger damit in ein immer engeres Abhängigkeitsverhältnis.

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Was die Hand alles verrät …

16. November 2008, admin

GlaskugelGlaubst Du an Übersinnliches? An Wahrsagen, Karten-, Kaffeesatz- oder Handlesen? Nein? Natürlich nicht, schließlich passt ein solcher Aberglaube ja überhaupt nicht in unsere aufgeklärten High Tech Zeiten. Von wegen!

Im 21. Jahrhundert boomen übernatürliche Phänomene geradezu. Offensichtlicher denn je preisen zum Beispiel Tarot-Damen ihre Dienste längst im Fernsehen, anstatt sich auf Jahrmärkten in schummrigen Zelten zu verkriechen. Anstatt in die Glaskugel zu schauen, greift man nun zum Telefonhörer um die zukunftsvoraussagenden Schwingungen seines Gegenübers aufzusaugen - da wundert es einen eigentlich nur, dass es so lange gedauert hat, bis die Hexerei auch das Internet erobert. 

Vor Kurzem habe ich entdeckt, dass man sich den regelmäßigen Gang zu “Madame Esmeralda” künftig sparen kann. Denn bevor ich mich verarschen und abzocken lasse, werde ich lieber nur verarscht - ohne dafür zu bezahlen. So wie auf www.sexgage.com. Hier erklärt einem der Computer anhand der verschiedenen Hand-Linien, wie sexy man ist.

Also zögert nicht: Diese Erkenntnis kann Euer ganzes Leben verändern  :-)

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E-Book-Reader auf dem Vormarsch

14. November 2008, admin

Als Amazon auf der Frankfurter Buchmesse die Markteinführung des “Kindle” in Deutschland ankündigte, blieb die Stimmung der größtenteils noch immer auf Papier setzenden Branche relativ unterkühlt. Dass die neue Art zu lesen irgendwann auch nach Europa übergreifen würde, war ohnehin klar - die Kommentare zu dieser Entwicklung reichten vom trotzigen “Wir werden niemals aufhören, Print-Bücher herzustellen” bis zum optimistischen “Na, dann müssen wir unsere Bestseller halt digital produzieren”.

Angst, man könnte einen wegweisenden Trend verpasst haben, scheint niemand in der Branche zu haben. Wieso auch? Schon als das Hörbuch von der Ersatzliteratur für Blinde zum Kassenschlager für Lesefaule geworden war, musste man hinterher feststellen, dass sich mit der Herausgabe von Texten auf verschiedenen Medien sogar noch mehr Geld verdienen lässt, weil Leseratten eher zu den trägen Wesen gehören, denen man es einfach nur gemütlich machen muss, damit sie sich zum Kauf von Literatur hinreißen lassen.

Deshalb werden Kindle, Sony Reader, und alles, was der E-Book-Reader-Markt in den nächsten Jahren sonst noch hervorbringen wird, sicherlich immer stärker vertreten sein, aber das Buch tatsächlich nicht gänzlich verdrängen. Es ist gut vorstellbar, dass Texte künftig standardmäßig in mindestens drei Versionen herausgegeben werden: gedruckt, digital und gesprochen.

Je nach Verwendungsbereich ist es dennoch möglich, dass die eine oder andere Variante sich stärker durchsetzt. Was wäre zum Beispiel dagegen einzuwenden, dass Schüler sich zu Beginn ihrer Leselaufbahn einen Reader zulegen müssen, dafür aber nie wieder Unmengen von Geld für Lehrbücher, Kopiergeld, etc., auszugeben haben. Vorstellbar wäre, dass Schulen ganze Jahrgangslizenzen erwerben und das digitale Lernmaterial jeweils für die aktuelle Klasse bereitstellen. Keine Abnutzung, keine Extrakosten und jedes Jahr aktuelle Neuauflagen  - und das Ganze zu wesentlich geringeren Kosten als je zuvor!

Andererseits kann der klassische Roman sicherlich noch lange von der Vorliebe der Menschen für “greifbare” Bücher zehren, denn gerade als Geschenk oder nettes Accessoire im Regal ist ein richtiges Buch nach wie vor attraktiver als eine virtuelle Datenmenge oder eine kleine unscheinbare CD mit gesprochenem Text. Diese wiederum kann dennoch einer soliden Zukunft entgegensehen, denn in Zeiten, da iPods und sonstige tragbare Audioplayer immer gängiger werden, gehört es fast schon zum guten Ton, Podcasts und eben ganze Hörbücher in der Hosentasche mit sich herumzutragen …

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Alaaf, Helau, und so weiter

11. November 2008, admin

KarnevalSoeben sind in Köln und Mainz die Jecken ausgebrochen, die ersten Biere werden geköpft und ordentlich “Kamelle” durch die Luft gewirbelt. Ich weiß, ich weiß: Für viele ist Karneval, Fasching, oder Fastnacht ein rotes Tuch - besonders im Rheinland liebt man die närrische Zeit jedoch abgöttisch, und weil kein anderes Fest den Lifestyle dieser Region besser umschreibt, sollte ihm auch im Netz ausreichend Repräsentanz geboten werden.

Schade nur, dass wir bis heute nicht einmal wissen, was das Wort bedeutet. Nicht dass ich die etymologische Forschung über die je nach Landstrich verschiedenen Namen des Karnevals bis ins Detail verfolgt hätte, aber allein der entsprechende Wikipedia-Artikel ist schon verwirrend genug. Offensichtlich scheiden sich die Geister daran, ob die Fastnacht heidnischen oder christlichen Bräuchen entstammt, ob ihre Traditionen gar aus einem politischen Hintergrund heraus entstanden sind, oder ob man einfach seit anno dazumal einen Anlass zum hemmungslosen Saufen gebraucht hat.

Zumindest bringt die Zeit der Jecken und Funkemariechen ein bisschen Brauchtum in jene Teile Deutschlands zurück, wo die Tracht ansonsten ausgestorben zu sein scheint. Dies führt jedoch auch immer wieder zu Missverständnissen, zum Beispiel wenn es einen Mainzer zum Fasching nach München verschlägt und. Zuhause wäre es sicher gut angekommen, wenn er sich in der Lederhosn in den Karnevalszug eingereiht hätte - in Bayern gilt sein Outfit allerdings nicht als Kostüm, sondern als festliches Gewand. Ein klassischer Griff ins Klo.

Im Süden genügt es ohnehin, sich die Wangen mit bunten Farben zu beschmieren um als ordentlicher Faschingsgast gehandelt zu werden, schließlich können die Bajuwaren auch mit Narrenhüten und rot-weißen Kleidern nicht wirklich viel anfangen. Wer jetzt findet, dass dies mit Karneval nicht mehr viel zu tun habe, der sollte mal am Rosenmontag nach Hamburg fahren. Da spart man sich die Mühe nämlich komplett und schüttet sich zu, während man das RTL Karnevalsspezial im Fernsehen ankuckt.

A propos Rosenmontag: Wer hat eigentlich verstanden, warum der Fasching am 11.11. beginnt, aber erst im Februar gefeiert wird? Derjenige möge sich bitte im Kommentar-Bereich verewigen!

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