Archiv für 'Gesellschaft'

Zickenkrieg: Naddel vs. Giulia

5. April 2009, admin

Unsere Dschungel-Girls machen es doch immer wieder lohnenswert, den Fernseher einzuschalten: Nadja Abd-el Farrag und Giulia Siegel lassen ihrer gegenseitigen Antipathie nun auch vor der Kamera freien Lauf. Und dank YouTube kommen jetzt auch alle jene in den Genuss der Promi-Probleme, die sonst nicht immer up to date sind, was hinter den Kulissen der deutschen Trash-TV-Landschaft vor sich geht.

Dem Video sei vorangestellt, dass unsere heißgeliebte Naddel sich offensichtlich vor Kurzem über die neue Profession von Siegel-Tochter Giulia moquiert hat. Deren DJ-Künste ließen zu Wünschen übrig, und was die kann, könne ohnehin schon jeder. Nun ja, ob DJane Giulia tatsächlich weiß, wie man die Platten richtig dreht, sei dahingestellt, auf jeden Fall lässt sie sich zumindest nicht gefallen, wenn jemand auf ihrem Beruf rumhackt. Zwar scheint dieser Krieg der beiden B-Promis sich schon über längere Zeit hingezogen zu haben, aber dieser Tropfen reichte nun aus, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Auf einer Party in Wien traf Deutschlands neues Zicken-Duo aufeinander …

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Mager - Sucht oder Lifestyle?

4. April 2009, admin

Dass Magersucht und Bulimie schwere psychische Krankheiten sind, die jene, welche unter ihren selbstzerstörerischen Symptomen leiden, in den Tod treiben können, ist jedem klar. Mag man meinen. Denn seit längerer Zeit ist ein neuer Trend des Selbstbewusstseins unter vielen Menschen mit Essstörungen zu beobachten, der bereits Züge einer bizarren Emanzipationsbewegung angenommen hat.

Pro-Ana und Pro-Mia lauten die Schlagworte, die eine positive Einstellung zu Mager- und Ess-Brech-Sucht propagieren. Nachdem die Medien ihre über Jahrzehnte installierte Scheinwelt der Schlanken und Schönen nach und nach aufgeben mussten, weil immer mehr Gegenstimmen laut wurden gegen die schöne, heile Werbewelt, die die Zuschauer immer mehr von der Realität entfremdete, wehren sich nun diejenigen, die dem abgelaufenen Idealbild des ewigen Hungers verfallen sind, mit einer regelrechten Kampagne pro Anorexie und pro Bulimie. Sie finden, dass nicht “dünn sein” eine Lebenseinstellung ist, sondern die Sucht danach.

An dieser Stelle möchte ich die Übersetzung eines “Briefs” zitieren, der auf einer amerikanischen Website veröffentlicht wurde. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um über das Wesen dieser Krankheiten Bescheid zu wissen. Überzeugt Euch selbst von dem Wahnsinn - hier ein “Brief von Ana”.

“Erlaube mir, mich vorzustellen. Mein Name, oder wie ich von sogenannten “Ärzten” genannt werde, ist Anorexie. Mein vollständiger Name ist Anorexia nervosa, aber Du kannst mich Ana nennen. Ich hoffe, wir werden gute Freunde. In nächster Zeit werde ich viel Zeit in Dich investieren und ich erwarte das Gleiche von Dir.

In der Vergangenheit hast Du mitbekommen, wie Deine Lehrer und Eltern über Dich sprachen. Du bist “so reif”, “intelligent”, “gibst immer alles” und in Dir steckt “so viel Potenzial”. Wohin hat Dich das gebracht, wenn ich fragen darf? Nirgendwo hin! Du bist nicht perfekt, Du strengst dich nicht genug an und darüber hinaus verschwendest Du deine Zeit mit lauter unnützen Dingen wie Zeichnen oder ins Kino gehen. Dieser Luxus wird Dir in nächster Zeit nicht mehr gestattet sein.

Deine Freunde verstehen Dich nicht. Sie sind nicht ehrlich. Früeher, als die Unsicherheit an Deinen Gedanken genagt hat, und Du sie gefragt hast: “Sehe ich fett aus?” und sie geantwortet haben: “Nein, natürlich nicht!”, wusstest du, dass sie lügen. Nur ich sage Dir die Wahrheit. Deine Eltern … lass uns nicht so weit gehen! Du weißt, dass sie Dich lieben und für Dich sorgen. Aber die Sache ist einfach die, dass sie Deine Eltern sind und verpflichtet sind, so zu handeln. Ich werde Dir jetzt ein Geheimnis verraten: Tief im Innern sind sie von Dir enttäuscht. Aus ihrer Tochter mit all ihrem Potenzial ist ein fettes und faules Mädchen geworden, das alles, was es hat, nicht verdient hat.

Aber ich bin gerade dabei, das zu ändern!

Ich erwarte eine ganze Menge von Dir. Du darfst nicht viel essen. Es wird langsam anfangen:

Reduzierung der Fettaufnahme, lesen der Nährwertangaben. Frittiertes und Junk Food und Co. werden weggelassen. Für eine Weile wird die Übung einfach sein: Etwas laufen, vielleicht ein paar Crunches und Sit-ups. Nichts Schweres. Verliere vielleicht ein paar Pfund. Nimm etwas Fett aus diesem Bottich, Deinem Bauch. Aber es wird nicht lange dauern und ich werde Dir sagen, dass es nicht genug ist!
Ich werde von Dir erwarten, Deine Kalorienaufnahme zu verringern und gleichzeitig mehr Übungen zu machen. Ich werde Dich an deine Grenzen treiben. Du musst es ertragen, weil Du Dich mir nicht widersetzen kannst. Ich fange an, mich in Dir einzunisten. Ziemlich bald bin ich immer bei Dir. Ich bin da, wenn Du morgens aufwachst und zur Waage rennst. Die Zahlen werden beides sein - Freund und Feind! Und mit rasenden Gedanken betest Du, sie mögen niedriger sein als gestern oder am letzten Abend. Du siehst mit Schrecken in den Spiegel. Du kneifst Dir in das Fett, das da ist, und lächelst, wenn Du über Knochen streichelst. Ich bin da, wenn Du Deinen Tagesplan gestaltest. 500 kcal und 2 Stunden Sport. Ich bin diejenige, die ihn für Dich ausknobelt, denn spätenstens jetzt werden meine Gedanken und Deine Gedanken eins! Meine Ziele werden Deine Ziele sein: Disziplin und Selbstbeherrschung!

Ich folge Dir den ganzen Tag hindurch. In der Schule, wenn Du Dich nicht konzentrieren kannst, gebe ich dir etwas zum Nachdenken: Zähle die Kalorien für den Tag nach. Es sind zu viele. Ich fülle Deinen Kopf mit Gedanken über Essen, Gewicht und Kalorien. Denn jetzt bin ich bereits in Dir. Ich bin in Deinem Kopf, Deinem Herzen, Deiner Seele. Den Hunger und die Schmerzen, die zu spüren vorgibst, bin ich in Dir.

Ziemlich bald werde ich nicht nur sagen, was Du mit dem Essen machen sollst, sondern auch, was Du die GANZE Zeit über machen sollst. Lächle und nicke. Zeige Dich von Deiner besten Seite. Schlage auf diesen fetten Bauch, verdammt! Gott, Du bist so eine fette Kuh! Wenn es Zeit fürs Essen wird, sage ich Dir, was zu tun ist. Mache einen Teller mit Kopfsalat, der aussieht wie ein Festmahl für einen König. Reiche das Essen herum. Lass es so aussehen, als hättest Du etwas gegessen. Kein Stück, … wenn Du isst, wirst Du die Kontrolle verlieren. WILLST Du das?? Wieder die fette Kuh werden, die Du einmal warst? Ich zwinge Dich, Models aus Modemagazinen anzustarren. Diese perfekten, verzichtenden Models mit den weißen Zähnen! Models der Perfektion, die Dich von den Seiten der Hochglanzmagazine heraus anstarren. Du wirst nie so schön sein wie sie. Wenn Du in den Spiegel guckst, werde ich das Bild verzerren. Ich werde Dir Fettleibigkeit und Scheußlichkeit zeigen. Ich werde Dir einen Sumoringer zeigen, wo in Wirklichkeit ein hungerndes Kind steht. Aber Du musst das glauben, denn wenn Du die Wahrheit kennen würdest, könntest Du wieder anfangen mehr zu essen und unsere Beziehung würde zerbrechen. Und ich würde die Kontrolle über Dich verlieren.

Manchmal wirst Du rebellieren. Aber hoffentlich nicht all zu oft. Du wirst die kleine, rebellische Kraft in Dir erkennen und wirst Dich in die dunkle Küche hinunter wagen, wirst die Tür des Küchenschrankes langsam öffnen. Sie wird quietschen. Deine Augen werden durch den Schrank mit den Lebensmitteln wandern, über das Essen, das ich bisher in sicherer Entfernung von Dir aufbewart habe. Du wirst merken wie deine Hände sich willenlos ausstrecken. Wie in einem Albtraum durch die Dunkelheit hin zur Keksdose. Du stopfst sie in Dich hinein, mechanisch, du schmeckst nicht mal richtig, sondern genießt nur einfach die Tatsache, dass Du Dich mir widersetzt. Du greifst nach einer anderen Dose, dann nach noch einer und noch einer. Dein Bauch wird aufgebläht sein, aber Du wirst nicht aufhören. Und die ganze Zeit schreie ich Dich an: “Du fette Kuh! Du wirst wieder unendlich fett werden!! Du hast wirklich gar keine Selbstbeherrschung!”

Wenn es endlich vorbei ist, wirst Du Dich wieder an mich klammern und mich um Rat fragen, weil Du ja nicht wirklich fett werden willst. Du hast gegen eine Hauptregel verstoßen und gefressen und jetzt willst Du mich zurück. Ich werde Dir alle Tipps geben, die ich weiß und Du wirst leiden, aber das kommt davon. Lass Dir das eine Lehre sein.

Oh, das ist hart? Willst du nicht, dass das mit Dir passiert? Bin ich ungerecht? Ich tue Dinge, die dir helfen. Ich ermögliche Dir aufzuhören über Gefuehle nachzudenken, die Dich stressen. Gedanken über Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit können ein Ende haben, weil ich sie verschwinden lassen kann und Deinen Kopf mit dem kathegorischen Kalorienzählen fuelle. Ich sorge dafür, dass Du nicht mehr darum kämpfen musst zu den Kids in deinem Alter zu passen, dafür, dass Du dich nicht mehr bemühen musst, es uns allen Recht zu machen. Denn jetzt bin ich Dein einziger Freund und die Einzige, der Du es jetzt noch Recht machen musst.

Aber ich habe einen schwachen Punkt. Den dürfen wir niemandem verraten. Wenn Du Dich entschliesst, gegen mich anzukämpfen, zu jemandem zu gehen und ihm zu sagen, was ich mit Dir mache, wird die Hölle los sein. Niemand darf es herausfinden! Niemand kann diesen Panzer, mit dem ich Dich beschuetzte, knacken. Ich habe Dich geschaffen, dieses dünne, perfekte, seine Ziele erreichende Kind. Du gehörst mir. Mir ganz allein! Ohne mich bist Du nichts mehr. Also kämpfe nicht gegen mich an. Wenn die anderen Kommentare abgeben, ignoriere sie. Mach dir nichts daraus und vergiss, was sie gesagt haben. Vergiss jeden, der versucht mich Dir wegzunehmen. Ich bin Dein größter Schatz und ich habe die Absicht, dass das auch so bleibt.

Mit freundlichen Grüßen,


Ana”

Link: Selbsthilfegruppen für Anorexie und Bulimie

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Wie kleidet sich Hillary Clinton …

27. Februar 2009, admin

… wenn sie als neue Außenministerin der USA auf Visite im Mittleren Osten unterwegs ist? Trägt Sie dann ein Kopftuch oder gar einen Schleier? Diese Frage habe doch sicher nicht nur ich mir gestellt, oder?

In streng islamischen Ländern, die die Scharia in ihrem Justizsystem verankert haben, iFrauen im Tschadorst es Frauen gesetzlich vorgeschrieben, sich “züchtig”, also vor anzüglichen Männerblicken geschützt zu kleiden. Dennoch gibt es hier Unterschiede: In den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel gibt es keine festen Regeln, was genau eine Frau zu tragen hat, damit sie mit der vom Koran vorgegebenen Rechtslehre konform geht, doch eine Einheimische wird es nicht wagen, ihr Haar unverhüllt zu lassen. Ausländerinnen hingegen erregen keinen Anstoß, wenn sie “normale” Kleidung tragen; am Strand sind auch Bikinis erlaubt. Hier könnte also auch die US-Außenministerin sich kleidungsmäßig ganz wie zu Hause fühlen.

Auch im Iran gibt es eine gesetzliche Verpflichtung, dass Frauen sich verhüllen müssen. Der mit der Islamischen Revolution eingeführte Zwang, einen Tschador (von Kopf bis Fuß reichendes schwarzes Gewand, das nur einen Teil des Gesichts frei lässt) zu tragen, wurde mit den Jahren aufgeweicht. Heute muss eine Frau zwar einen langen Mantel und ein Kopftuch tragen, das Haar muss jedoch nur teilweise bedeckt, und die Kleidung unter dem Überwurf darf sichtbar sein. Mrs Clinton müsste sich hier in der Tag an die Gepflogenheiten des Mullah-Staates anpassen, allerdings ist es aufgrund der derzeitigen politischen Lage eher unwahrscheinlich, dass sie nach Teheran reist. Anders als bei Condoleezza Rice, die sich unter anderem deshalb so oft mit dem Iran angelegt hat, weil ihr Chef das so wollte, ist es nun zumindest theoretisch möglich, dass es in Zeiten der Obama-Administration doch irgendwann zu einem Besuch hoher Staatsrepräsentanten aus Washington kommt.

Aber kommen wir nun zum engsten Verbündeten der Amerikaner in der Region: Saudi-Arabien. Paradoxerweise handelt es sich gerade bei diesen Busenfreunden der USA um jenes Land, das grundlegende demokratische Werte - also auch die Gleichberechtigung der Frau - am wenigsten anerkennt. Der Schleierzwang ist wohl das kleinste Problem der weiblichen Bevölkerung, zumal Frauen im Wüsten-Königreich weder Autofahren noch ohne männlichen Vormund einen Vertrag unterzeichnen dürfen. Für nicht-muslimische Ausländerinnen gibt es jedoch auch hier Ausnahmen: Sollte Hillary also irgendwann mal nach Riad fliegen, genügt es, wenn sie sich eine schwarze Kutte überwirft. Dass diese das Haar nicht bedecken muss, bringt ihr jedoch auch nicht mehr Freiheit. Da sie sich nicht mit den Staats-MÄNNERN in einem Raum befinden darf, wird man wohl einen Sekretär nach Saudi-Arabien schicken müssen.

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Wie drück’ ich mich vorm Karneval?!

18. Februar 2009, admin

Helau aus MainzAb morgen beginnt der Karnevalsmarathon. Auf der Straße wird man betrunken angegrölt, im Fernsehen und im Radio auch, und sogar beim Surfen im Internet erinnern Alaaf- und Helau-Popups immer wieder daran, dass es kein Entrinnen gibt vor den Jecken-Zombies.

Na ja, fast kein Entrinnen. Wer wie ich bereits seit Jahren große Energie darin investiert, vor dem Fasching zu flüchten, kennt freilich das eine oder andere Schlupfloch, in dem man sich zwischen Weiber-Fastnacht und Karnevalsdienstag verstecken kann. Diese Orte sind natürlich so geheim, dass ich sie an dieser  Stelle nicht verraten kann. Aber mit einem vielgeglaubten Irrtum möchte ich dennoch aufräumen.

Denn nur zu gern wird das eigene Zuhause fälschlicherweise als Unterschlupf genutzt, wenn die närrische Zeit mal wieder in vollem Gange ist. Doch warum sollte man gerade hier sicher sein? Schließlich befindet man sich mitten in Feindesland, und alle Nachbarn mit ihren Kindern und Kindeskindern sind doch längst infiziert mit diesem Virus, der sämtliche Gehirnzellen binnen Stunden zerstört und ihre Regeneration für mindestens fünf Tage komplett blockiert. Sich in so einer Situation zu Hause zu verkriechen wäre ja, als würde man auf der Flucht vor der internationalen Organmafia in einem slowakischen Hostel einchecken. Daheim werden die KKs (Kurzform für “karnevalkontaminiert”) Dich in jedem Fall finden. Ein beliebter Trick ist, dass sie sich als “normal” verkleiden um bei Dir zu klingeln und nach einer Tasse Zucker zu fragen. Und kaum hat man geöffnet, fliegt einem schon der Konfetti-Schmodder ins Gesicht.

Deshalb lasst Euch sagen, liebe Karnevalshasser: Sicher seid Ihr nur dort, wo Jecken und Funkemariechen aus Prinzip nicht hingehen … Orte, an denen es weder Alkohol noch Kamelle gibt.

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Cool & günstig übernachten: Couch Surfing

20. Januar 2009, admin

CouchBed & Breakfast war gestern - heutzutage surft man von Couch zu Couch, wenn man günstig verreisen und dabei auch noch nette Einheimische kennen lernen möchte!

Das Social Network Portal www.couchsurfing.com verbindet junge Menschen, die mit wenig Budget möglichst viel rumkommen möchten. Jeder, der ein Gästebett zu Hause rumstehen oder noch ein Plätzchen auf dem Sofa als Schlafplatz anzubieten hat, kann sich online anmelden. Auch, wer nur nette Leute auf der Durchreise zu einem Kaffee oder zum Duschen zu sich nach Hause einladen möchte, ist willkommen - im Gegenzug stehen einem dann knapp 1 Million Schlafmöglichkeiten bei anderen Couch Surfern auf der ganzen Welt zur Verfügung.

Couch Surfing ist natürlich eine intime Angelegenheit: Man lässt praktisch fremde Leute in seiner Wohnung übernachten, oder trifft sich mit Unbekannten, um sie in der eigenen Heimatstadt herumzuführen. Das kostet natürlich Überwindung, zumal man sich ja nie sicher sein kann, WER da kommt. Deshalb legen die Macher des Portals Wert darauf, dass jeder User sich zu der grundlegenden Philosophie des Projekts bekennt - Couch Surfing ist kein Dating-Portal, sondern ein Netzwerk zur Förderung interkultureller Verständigung.

Obendrein ist die ganze Angelegenheit natürlich wahnsinnig cool, weil man - abgesehen von der finanziellen Ersparnis, die in besonders teuren Destinationen enorm sein kann - nicht wie ein doofer Tourist ohne Ziel und ohne Plan durch seinen Urlaubsort streunen muss, sondern sich Tipps von Einheimischen für alle möglichen Aktivitäten geben lassen kann. Und wenn man am Ende tatsächlich auf einer Wellenlinie liegt, entstehen nicht selten echte globale Freundschaften.

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“Gibt es hier noch Skihelme?”

7. Januar 2009, admin

Bevor Dieter Althaus auf einer österreichischen Skipiste in eine Frau raste, was sie das Leben kostete und ihn erst mal für ein paar Wochen ins Koma verfrachtete, wussten die meisten von uns wohl noch nicht einmal, dass es so etwas wie einen Skihelm überhaupt gibt. Zumindest für Erwachsene. Was die Sache nicht gutheißt, denn beim Fahrradhelm gehört es ja auch längst zum guten Ton, “safe” auf den Straßen unterwegs zu sein.

Doch was mache ich jetzt, da ich in Folge des Ski-Unglücks von Thüringens Ministerpräsident tatsächlich zu den Geläuterten gehöre? Das Naheliegendste - in ein Sportgeschäft zu gehen und mir einen zu kaufen - ist derzeit scheinbar nicht möglich. Bei eBay gibt’s nur noch gebrauchte oder völlig überteuerte Helme und beides scheint mir in dem Fall wenig angebracht.

Dennoch ist es witzig, in die Sportabteilung eines großen Kaufhauses zu gehen und die hilflos dreinschauenden Verkäuferinnen zu sehen, die jeden zweiten Kunden abwimmeln müssen, weil ihnen die Skihelme ausgegangen sind. “Gibt’s hier noch Skihelme?” - “Nein, die kriegen wir erst im Sommer wieder rein.” Herrlich.

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Zur Kasse bitte - neuer Bußgeldkatalog

3. Januar 2009, admin

Wenn es um das neue Jahr geht, lautet die einhellige Prognose: Es wird schrecklich. Die Wirtschaftskrise macht den meisten Menschen Angst, und weil fast wöchentlich namhafte Firmen ihren drohenden Bankrott öffentlich machen und um Staatsgeld bitten, kann man es auch niemanden Übel nehmen, wenn er missmutig auf die kommenden 12 Monate schaut.Blitzer

Dass das Geld überall demnächst bei vielen knapp werden könnte, veranlasst den gemeinen Bürger dazu, seine Ressourcen erst mal zu schonen und größere Anschaffungen weiter hinauszuschieben. Anders beim Staat: Er schleudert seine Milliarden geradezu hinaus und verteilt sie an die Pleitegänger - ausgleichen er das nur durch Schulden (die kann Otto-Normalverbraucher ja nicht mehr machen, seit die Banken keine Kohle mehr rausrücken) und durch Mehreinnahmen (auch diese bleiben dem Steuerzahler mangels Jobs verwehrt).

Und kommt man Besten zu Geld, wenn man nicht weiß, woher? Man verkauft sein Hab und Gut, oder, noch besser, man zieht den anderen die Kohle einfach aus der Tasche. Am Besten per Gesetz. Weil Steuerhöhungen in diesen schlechten Zeiten aber schwer zu rechtfertigen sind, erhöht man also idealerweise die Gebühren und Strafen für verschiedene Vergehen. Und zwar gehörig, wie der neue Bußgeldkatalog der Straßenverkehrsordnung beweist (Quelle: kfz-auskunft.de)

Bußgelder für neu alt
Unangepasste Geschwindigkeit, z. B. bei Regen oder Glätte 100,00 Euro 50,00 Euro
Rote Ampel überfahren 90,00 Euro 50,00 Euro
Überholt mit Gefährdung 100,00 Euro 50,00 Euro
Linksfahren 80,00 Euro 40,00 Euro
Drängler
Abstand in Meter bei mehr als 80 km/h neu alt
< 5/10 v. halben Tacho 75,00 Euro 40,00 Euro
< 4/10 v. halben Tacho 100,00 Euro 60,00 Euro
< 3/10 v. halben Tacho 160,00 Euro 100,00 Euro
< 2/10 v. halben Tacho 240,00 Euro 150,00 Euro
< 1/10 v. halben Tacho 320,00 Euro 200,00 Euro
Abstand in Meter bei mehr als 130 km/h neu alt
< 5/10 v. halben Tacho 100,00 Euro 60,00 Euro
< 4/10 v. halben Tacho 180,00 Euro 100,00 Euro
< 3/10 v. halben Tacho 240,00 Euro 150,00 Euro
< 2/10 v. halben Tacho 320,00 Euro 200,00 Euro
< 1/10 v. halben Tacho 400,00 Euro 250,00 Euro
neu alt
Nichteinhalten des Mindestabstandes bei LKW 80,00 Euro 50,00 Euro
Illegale Kfz Rennen für Teilnehmer 400,00 Euro 150,00 Euro
Illegale Kfz Rennen für Veranstalter 500,00 Euro 200,00 Euro
Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen 80,00 Euro 50,00 Euro
Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot für Fahrer 75,00 Euro 40,00 Euro
Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot für Halter 380,00 Euro 200,00 Euro
Gefährliches Abbiegen 70,00 Euro 40,00 Euro
Gefährliches Wenden / Rückwärtsfahren 80,00 Euro 50,00 Euro
Drogen und Alkoholverstöße neu alt
erster Verstoß 500,00 Euro 250,00 Euro
zweiter Verstoß 1000,00 Euro 500,00 Euro
dritter Verstoß 1500,00 Euro 750,00 Euro
Null-Promille-Regel für Fahranfänger 250,00 Euro 125,00 Euro
Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften neu alt
21 - 25 km/h zu schnell 80,00 Euro 50,00 Euro
26 - 30 km/h zu schnell 100,00 Euro 60,00 Euro
31 - 40 km/h zu schnell 160,00 Euro 100,00 Euro
41 - 50 km/h zu schnell 200,00 Euro 125,00 Euro
51 - 60 km/h zu schnell 280,00 Euro 175,00 Euro
61 - 70 km/h zu schnell 480,00 Euro 300,00 Euro
Über 70 km/h zu schnell 680,00 Euro 425,00 Euro
Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften neu alt
21 - 25 km/h zu schnell 70,00 Euro 40,00 Euro
26 - 30 km/h zu schnell 80,00 Euro 50,00 Euro
31 - 40 km/h zu schnell 120,00 Euro 75,00 Euro
41 - 50 km/h zu schnell 160,00 Euro 100,00 Euro
51 - 60 km/h zu schnell 240,00 Euro 150,00 Euro
61 - 70 km/h zu schnell 440,00 Euro 275,00 Euro
Über 70 km/h zu schnell 600,00 Euro 375,00 Euro
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Warum gute Vorsätze nie eingehalten werden

31. Dezember 2008, admin

Zugegeben: Gute Vorsätze sind etwas feines. Wenn sie eingehalten werden. Das wiederum geschieht in den seltensten Fällen. Warum dann jedes Mal diese Selbstkasteiung, wenn man doch weiß, dass man sich damit gleich in den ersten Tagen des Jahres die Laune vermiest? Folgendes Fallbeispiel soll erläutern, warum die guten Vorsätze meist sowieso nach kurzer Zeit für die Katz sind …

Klassisches Szenario: Mit dem Rauchen aufhören

Definitiv der unrealistischste von allen Vorsätzen. Wieso? Nikotin ist eine Droge und macht stark abhängig. Gerade in Stresssituationen neigen Raucher dazu, sich eine Fluppe anzuzünden. Und welche Stresssituation könnte wohl größer sein, als die Sylvesterparty, bei der alle fiebernd auf Mitternacht warten, während man selbst seine letzten Minuten als Marlboro Man zählt? Klar, dass man jetzt noch mal richtig auf die Kacke hauen muss, schließlich ist es ja bald vorbei mit dem Qualmen und die angebrochene Schachtel soll ja auch nicht umsonst gekauft worden sein. Also zündet man sich eine nach der anderen an, und wenn die Uhr zwölf schlägt … ja, dann steht man da. Wie lange es nun dauert, bis man den Schwachsinn der ganzen Aktion selbst erkennt, ist von Mensch zu Mensch verschieden: Bei manchen dauert es 5 Minuten, bei anderen 2 Wochen, bis sie wieder zur Kippe greifen.

Der Knackpunkt liegt wohl genau in der Tatsache, dass man, wenn man vor dem Aufhören noch mal richtig Gas gibt, einfach nicht aufhören will. Denn Aufhören heißt “Nicht mehr machen”. Und wie glaubwürdig ist es wohl, wenn man damit anfängt, etwas nicht mehr zu machen, indem man es noch intensiver macht. Klingt komisch, ist aber so. Genau umgekehrt verhält es sich, wenn man es sich zum Neujahrsvorsatz gemacht hat, mit etwas zu beginnen, das man vorher nicht gemacht hat. Wenn man zum Beispiel seiner Frau verspricht, ab 1. Januar täglich im Haushalt mitzuhelfen, und die letzten zwei Dezemberwochen dann damit verbringt, nochmal so richtig intensiv das Sofa durchzuliegen, weil man ja bald nur 4 1/2 anstatt 5 Stunden rumlümmeln darf …

Will man sein Leben ändern, dann sollte man es einfach tun - und zwar in jenem Moment, in dem man sich bereit dazu fühlt.

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Weihnachten in … Dänemark

26. Dezember 2008, admin

Wie in allen skandinavischen Ländern ist Weihnachten in Dänemark das wohl wichtigste Fest des Jahres. Dies liegt wohl mitunter daran, dass jedes der nordeuropäischen Staaten für sich beansprucht, Heimat des Weihnachtsmannes zu sein, wobei die Dänen diesen in ihrer ehemaligen Kolonie Grönland lokalisieren. Wie auch immer, in jedem Fall wimmelt es in unserem nördlichen Nachbarland geradezu vor Weihnachtsbräuchen.

In der Adventszeit wird in Dänemark besonders viel Glogg getrunken. Gewürzt mit Zimt, Nelken und Mandeln schmeckt er definitiv weihnachtlich, im Gegensatz zu unserem Glühwein enthält er jedoch viel mehr Alkohol, da er mit Aquavit und Portwein aufgepeppt wird. Ein weiteres Getränk, das in der dänischen Weihnacht nicht fehlen darf, ist Julebryg (Weihnachtsbier).

Zu Heiligabend gibt es meistens Geflügelbraten mit allerlei Beilagen, insbesondere Rotkohl und Bratkartoffeln. Als Nachtisch wird gern Milchreis gereicht - abergläubisch wie die Dänen sind, stellt man auch einen Teller davon auf den Dachboden, für die Kobolde.

Die Tatsache, dass Weihnachten drei ganze Tage umfasst, wird in Dänemark ernster genommen als anderswo. Schon zum Mittag gehen die Gäste ein und aus, und es wird gegessen und getrunken, was das Zeug hält. Diese als “Julefrokost” bezeichnete Tradition des “Zwischenweihnachten” beinhaltet, dass man permanent damit beschäftigt ist, das kalte Buffet wieder aufzufüllen. Gemäß der maritimen Lage des Landes gibt es besonders häufig Räucherlachs, Garnelen und Heringshäppchen.

Weihnachten wird in Dänemark übrigens auch als Fest der Herzen bezeichnet. Dem entsprechend gehört es zur Tradition, dass man ein Julehjerte bastelt. Das rot-weiß-karierte Herz wird aus Bast oder Lackpapier geflochten.

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Weihnachten in … Polen

25. Dezember 2008, admin

KarpfenDie Polen sind ein besonders religiöses Volk: Die große Mehrheit in unserem östlichen Nachbarland ist nicht nur katholisch getauft, sondern hält sich auch strikt an die kirchlichen Riten und damit verbundenen Bräuche. 

Dazu gehört zum Beispiel die Tradition, den ganzen Advent über zu fasten und insbesondere, an Heiligabend kein Fleisch zu essen. Stattdessen gibt es Suppe und Karpfen. Auch in Polen geht man am 24.12. um Mitternacht in die Heilige Messe um die Kommunion zu empfangen - jetzt erst beginnt das eigentliche Weihnachtsfest. Dem entsprechend kommen am ersten und zweiten Feiertag deftige Geflügel- und Fleischgerichte auf den Tisch.

Die Geschenke gibt es allerdings - wie in Deutschland - schon an Heiligabend. Gebracht werden sie nicht vom Weihnachtsmann, sondern vom Christkind, das auf einem Esel angeritten kommt. Ein netter Weihnachtsbrauch, den die Polen pflegen, ist es, eine Münze unter einen Kerzenleuchter zu legen, um sich gegen Armut zu schützen.

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