Archiv für 'Essen & Trinken'

Fritz Kola - Kooler geht nicht

13. Oktober 2008, admin

Die einen oder anderen haben schon davon gehört, den Hamburgern ist sie seit längerem ein Begriff und im Moment ist Fritz Kola drauf und dran, ganz Europa zu erobern. Zumindest lässt die Sprachauswahl auf der Homepage dies vermuten, hier kann man sich auf Deutsch, Englisch, Holländisch und Spanisch über das Trendprodukt aus dem hohen Norden informieren.

Coca-Cola-Monopolsverfechter dürften jetzt aufschreien, dass nur eine einzige Cola auf diesem Planeten über eine Daseinsberechtigung verfügt, mit Pepsi als scheindemokratischer Erfrischungsopposition, doch gerade in Deutschland haben sich ja bekanntlich schon einige Alternativen durchgesetzt.

Sinalco und Afri haben vorgemacht, dass man mit distinguiertem Geschmack durchaus einige Konsumenten zum “Fremdgehen” verführen kann. Doch das Erfolgsrezept von Fritz Kola geht über die geschmackliche Ebene hinaus. “Kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk mit Koffein” wird wörtlich genommen bei Fritz Kola, im Klartext heißt das: 3 Mal so viel Koffein wie eine normale Cola der gängigen Hersteller.

Wer weiß, ob das damit zusammen hängt, dass die Hamburger - ohnehin altgesottene Kaffeetrinker - einfach ein bisschen mehr Anschub benötigen, um ihr unterkühltes Temperament aufzuheizen? Uns muss das nicht interessieren: Fritz Kola schmeckt einfach lecker. Nicht zu süß, und mit einem Hauch Zitrone hat sie dieses kleine aber feine Etwas, dass man bei den alten Hasen leider vermisst.

Das Problem ist, dass Fritz Kola außerhalb der Hansestadt noch immer sehr schwer zu bekommen ist. Und diejenigen, die wissen, wo man die Aufputsch-Brause in ihrer Nähe findet, sagen es natürlich nicht weiter, damit sie ihnen keiner wegschnappt …

 

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Bavarian Burger

11. Oktober 2008, admin

Man bekommt ihn fast überall und kann ihn auch an jedem Ort verspeisen - welches Gericht könnte urbaner sein als der Burger? Und ebenso großstadtverbunden ist die Tatsache, dass jede Metropole dieser Welt ihre ganz eigene Version vom Hackschnitzel im Brötchen präsentieren kann.

Was in Chicago der Cheeseburger und in Athen das Bifteki, ist in München die “Fleischpflanzerlsemmel”. Wer jetzt völlig verdutzt vorm Bildschirm sitzt und sich wundert, wieso ich hier nicht die Berliner Bulette präsentiere, der lasse sich sagen, dass die bayerische Frikadelle einfach besser schmeckt. Wer’s nicht glaubt, probiert’s am Besten selber aus. Hier das Rezept für Bavarian Burger

Zutaten für zwei Burger

2 frische Brötchen

250g gemischtes Hackfleisch 

1 Scheibe trockenen Toast/Weißbrot

5 Esslöffel Milch

1 großes Ei

1/2 Bund Petersilie

Salz und Pfeffer

Schweineschmalz zum Ausbacken (klingt eklig, ist aber lecker)

Senf

Meerettich

Zubereitung

Die Toastscheibe in Milch einlegen, bis sie schön weich ist. Dann in Stücke zupfen und zum Hackfleisch geben. Mit Salz, Pfeffer, Petersilie würzen, dann das Ei dazu und so lange durchkneten, bis das Ganze schön durchgemischt und das Brot nicht mehr sichtbar ist. Dann lässt man das Fleischbrät ca. 30 Minuten durchziehen.

Ist die halbe Stunde vorüber, wird die Pfanne mit dem Schweineschmalz erhitzt. Währenddessen formt man aus dem Hack-Gemisch zwei runde flache “Pflanzerl”, wie die Frikadelle auf Bairisch heißt. Von jeder Seite 3-5 Minuten brutzeln, zur gleichen Zeit kann man schon mal die Brötchen halbieren und je eine Seite mit Senf und die andere mit Meerrettich bestreichen. Fleisch drauf, zuklappen und fertig ist die Fleischpflanzerlsemmel aka Bavarian Burger.

An Guad’n!

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Wodkapudding - Speise der Götter

7. Oktober 2008, admin

Wie macht man aus ordinärem Wackelpudding eine echte Götterspeise? Mit Alkohol natürlich! Und weil Wodka einen relativ neutralen Geschmack hat, entscheiden sich die meisten Pudding-Experimenteure für das russische Nationalgetränk. Das Beste an diesem Wodkapudding ist, dass er ohne große Mühe in kürzester Zeit vorbereitet ist - und trotzdem eine wahrhaft einschlagende Wirkung hat.

Man nehme

- Puddingpulver für Götterspeise (kalte Zubereitung!), z.B. Waldmeister

- Wodka

- Wasser

Zubereitung:

Die Götterspeise wird nach Packungsangaben zubereitet. Anstatt die volle Menge Wasser zu verwenden, löst man das Pulver in einer 50:50-Mischung aus Vodka und Wasser auf. Damit der Alkohol sich nicht durchs Erwärmen verflüchtigt, ist es wichtig, ein Produkt zu verwenden, dass ohne Aufkochen auskommt.

Die flüssige Masse wird in beliebige Behälter (z.B. Plastik-Partybecher) gefüllt und dann für ca. 1-2 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Vor dem Servieren mit einem Zahnstocher versehen oder mit einem Löffel reichen. Der erste Happen schmeckt so oder so meistens etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann wird’s stetig besser. Das kann ich aus Erfahrung sagen …

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Dieses Essen kostet fast nichts

2. Oktober 2008, admin

Bei diesem Rezept handelt es sich um eine Empfehlung von Kerri und Christopher aus Kalifornien. Diese beschreiben in ihrem Blog, wie man in einem Industrieland mit einem Dollar pro Tag auskommt. 

Polenta

9 Tassen Wasser

1 Teelöffel Salz

3 Tassen Maismehl

1 Teelöffel Öl

2 Zehen Knoblauch

 

Wasser zum Kochen bringen, dann auf schwache Hitze runterschalten. Salz hinzugeben. Das Maismehl langsam einrühren, Tasse für Tasse, um Klumpenbildung zu vermeiden. 12 - 15 MInuten durchgehend rühren, bis die Polenta eindickt.

Wenn die Masse sich vom Topf ablöst, die Platte ausschalten und die Polenta auf einen eingefetteten Teller stürzen. 15 Minuten abkühlen lassen, in Stücke schneiden und goldbraun anbraten.

Je nachdem, ob man den Knoblauch lieber gekocht oder angebraten mag, fügt man die gehackten Zehen direkt beim Kochen hinzu oder röstet ihn zuerst und mischt in dann in die eingedickte Polenta. Mit Butter verfeinert wird das Gericht dann zu einem wahren Festmahl  :-)

 

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1 Dollar am Tag

1. Oktober 2008, admin

Die regelmäßig wiederkehrenden Meldungen, wie viel Prozent der Weltbevölkerung von nur einem Dollar am Tag überleben müssen, sind immer wieder schockierend. Dennoch neigen die meisten von uns dazu, sich die Sache schönzureden, “schließlich kostet da ja alles auch nicht so viel”. Nun mögen solche Kommentare zwar nicht gerade von intellektueller Weitsicht zeugen, aber vielleicht liegt das einfach an der Tatsache, dass wir Erste-Welt-Gören uns gar nicht vorstellen können, was mit einem Dollar überhaupt anfangen soll, da unser Preisempfinden sowieso erst bei zweistelligen Beträgen in Gang kommt. Für einen Dollar, respektive 60 europäische Cent, kann man sich bei uns nunmal ÜBERHAUPT NICHTS nichts kaufen.

“Stimmt doch gar nicht”, dachten sich Ende August die Kalifornier Kerrie und Christopher aus der Nähe von San Diego. Das Paar beschloss, einen Monat lang von weniger als einem Dollar pro Person auszukommen. Dass dieses mickrige Budget nicht mehr als die notwendigste Nahrung hergeben würde, war klar. Wie wenig das Notwendigste sein kann, stellte sich schnell heraus …

Im Großen und Ganzen ernährten sich die Zwei von einfachen Kohlenhydraten, sprich: Zucker, Reis, Haferflocken, Weißmehl, Mais, etc., nach Belieben vermengt mit Bohnen, Nüssen und anderen Hülsenfrüchten. Das Ganze mit ein wenig Wasser und gesättigten Fettsäuren aller Art ergab sich daraus eine Cuisine, der es nicht nur an Geschmack, sondern vor allem an Vitaminen mangelte. Einzig das Fleisch sollten Kerrie und Christopher nicht vermissen - sie ernähren sich auch sonst vegan.

Die Folgen waren vorherzusehen: Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Verdauungsprobleme, Konzentrationsstörungen plagten die beiden Tag für Tag, mit ansteigender Intensität. Damit auch der Rest der Welt von diesem Selbstversuch erfahren konnte, hinterließen Kerrie und Christopher jeden Tag einen Blog-Eintrag auf der Website One Dollar Diet Project.

Heute ist das Martyrium zu Ende gegangen: Das 1-Dollar-Pärchen hat sich endlich wieder ein richtiges Mahl gegönnt. So richtig vollwertig war das zwar auch nicht - es gab lecker Fleischersatz, Donuts und Maracuja-Eistee - aber immerhin hat das Ganze 20 Mäuse pro Person gekostet.

Dennoch haben Kerri und Christopher es geschafft, den wohlhabenderen und den sechs Milliarden Menschen dieser Erde vor Augen zu führen, dass Hunger nicht nur wenig essen, sondern auch schlecht essen bedeutet. Und wer sich die Rezepte des One Dollar Diet Project anschaut (bei einem habe ich es mir gestattet, es in meiner Essen-Rubrik unterzubringen), der weiß, was Armut heißt.

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Müsli à la Carte

27. August 2008, admin

Cerealien zum Frühstück“Im Internet können die User schon lange die Inhalte selbst bestimmen - nicht aber auf dem Frühstückstisch.” So steht es auf der Website von mymuesli.de, dem derzeit wohl erfolgreichsten Internet-Startup des Landes. Die Gründer, drei Uni-Absolventen aus Bayern, haben mit ihrem Cerealienshop das Credo des Web 2.0 in die Realität übertragen. Und damit einen regelrechten Hype ausgelöst.

Das Prinzip von MyMuesli ist ganz einfach. Zunächst wählt man aus 11 Basis-Sorten aus, darunter so klang- und geschmackvolle Variationen wie Chocolate Dream, Qi oder Wednesday. Die Fülle an Zutaten ist bereits hier unschlagbar, doch den individuellen Kick verleiht man der Körnermischung erst im zweiten Schritt. 

Jetzt sind die Extras dran: Buchweizen, Dinkel, Gerste und Hafer, jeweils in verschiedenen Zubereitungsarten (Pops, Flocken, etc.), oder lieber Mohn, Leinen oder Sesam dazu? Auch Soja, Cornflakes und Quinoa stehen zur Auswahl, damit garantiert kein Müsli wie das andere ist. Die Verfeinerung kostet pro Zutat zwischen 20 und 35 Cent, während die jeweilige Basis schon ab 3,90 EUR zu haben ist.

Außerdem bietet MyMuesli auch immer wieder Spezialkreationen und saisonale Extras an, wie zum Beispiel  Red Crunch, Crunch-Munch oder Crunch-A-Choc. Wer da vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, kann aber natürlich auch beim Kreativmüsli auf bewährte Kombinationen zurückgreifen. Unter “Alte Freunde” findet man die Klassiker Schoko-Müsli, Früchte-Müsli, Nuss-Müsli und Knusper-Müsli, fertig gemixt, zum Preis zwischen 6,05 EUR und 8,45 EUR für die 575g-Dose.

Die Frühstücksideen von MyMuesli sind sicher nicht ganz billig, dafür bekommt man allerdings echte Vollwertkost, deren Bestandteile zu 100 Prozent aus biologischem Anbau stammen. Und damit nicht nur die Frauen auf das Konzept von MyMuesli anspringen, haben sich die Gründer auch ein paar Special-Mixes ausgedacht, die auch die Herren der Schöpfung durchaus ansprechen dürften. Zumindest die Fußballer, Triathleten und Läufer unter ihnen …

 

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Bayern aufs Brot

25. August 2008, admin

Wer einen Bayern fragt, wo er denn am liebsten seinen Sommer verbringt, dann antwortet dieser garantiert: “Im Biergarten.” Die Frage, was er dort vorzugsweise trinkt, erübrigt sich, doch bei der Brotzeit scheiden sich die Geister, zumal die Vielfalt an deftigen Köstlichkeiten im Bajuwarenland schier unendlich zu sein scheint. Eine fehlt fast nie: der Obatzte - die wohl leckerste Käsepampe der Welt.

Zutaten

150 g vollreifer (!) Camembert

100 g vollreifer Romadur oder Limburger

100 g weiche Butter

2 Esslöffel Frischkäse

2 Teelöffel Kümmel

1 Teelöffel Paprikapulver

1-2 Zwiebeln

1 Bund Schnittlauch

Salz und Pfeffer

Den Käse grob in Stücke schneiden und zusammen mit dem Frischkäse zur Butter geben. Paprikapulver, Salz und Pfeffer dazu und alles mit einer Gabel so lange zerdrücken, bist eine sämige Masse entsteht (diese darf, je nach Geschmack auch etwas grober sein).

Die Zwiebeln sehr fein hacken, den Kümmel etwas andrücken und beides zum Brei geben. Nochmal drücken und rühren.

Jetzt muss nur noch der gehackte Schittlauch drauf, und fertig ist der Obatzte.

 

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Lipovitan - mehr Energy geht nicht

18. August 2008, admin

Energie zum Trinken - wer dachte, Red Bull hätte diese Idee als erstes gehabt, kennt Lipovitan offensichtlich nicht. Erfunden 1960 in Japan ist die gelbsüße Pampe seit jeher ein Verkaufsschlager in ganz Asien. Mit dem österreichischen Bullengetränk hat sie die Farbe und den Geschmack gemeinsam, allerdings enthält Lipovitan etwa drei Mal so viel Taurin und entfaltet seine belebende Wirkung dementsprechend schneller und stärker.

Verkauft wird der Kraftstoff in braunen 100-ml-Glasflaschen und ist in Deutschland vornehmlich in Asia-Läden zu haben. Die Super-Variante mit 2000 mg Taurin pro Einheit ist hierzulande jedoch nicht zu haben, wobei man ehrlich sagen muss, dass das wohl auch besser so ist, denn zu viel Lipovitan ist wahrlich kein Spaß. Wer schon immer mal wissen wollte, wie die Vorstufe eines Herzinfarkts aussieht, kann seine Neugier mit diesem Zeug sicherlich stillen.

Ach, und noch etwas: Der Hinweis, man solle das Getränk nicht mit Alkohol mischen - so wie es auch auf den Red-Bull-Dosen steht - sollte bei Lipovitan tatsächlich ernst genommen werden!

 

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Dönertier auf Erfolgskurs

9. August 2008, admin

Wer kennt es nicht, das “animus doeneri” - zu deutsch: Dönertier. Erfunden von den Vollblutt-Krassmännern Erkan und Stefan ist die Personifikation des Fleischspießes längst zum Kultobjekt geworden und hat endlich die quälende Frage beantwortet, wo das Kebab eigentlich herkommt. Ein kegelförmiges Tier mit zwei Augen und einer Nase, die an einen Ameisenbär erinnert, ist laut E&S der Grundstoff für den leckeren Fleischsnack. Seine einzigartige Form macht es prädestiniert dafür, auf einen Spieß gesteckt zu werden, und sich nach und nach mit einer Elektrosäge abschaben zu lassen. War ja eigentlich klar.

Aber jetzt mal ohne Witz: die Idee des Dönertiers als Aushängeschild für Deutschlands beliebtestes Fast-Food hat derart eingeschlagen, dass sich Marketing-Profi Sophie Sieber, Tochter einer traditionsreichen Münchner Metzgers- und Gastronomenfamilie, dem Konzept angenommen hat. Als Vorstandsvorsitzende der Dönertier AG plant sie das Erfolgsrezept des Flagship-Stores in der szenigen Sendlinger Straße mittels Franchise-Lizenzierung in ganz Deutschland zu verbreiten.

So wird der Döner endgültig aus der Schmuddelecke geholt und von Gammelfleisch kann bei Dönertier nun wirklich nicht die Rede sein. Standardisierte Arbeitsabläufe und strenge Hygienestandards sorgen für eine schnelle und saubere Zubereitung, außerdem geht das zukunftsweisende Kebabkonzept mit zeitgemäßen Rezepturen an den Start. Wo sonst bekommt man einen Businessdöner ohne Knoblauch und Zwiebeln oder eine Luxusversion mit Rucola?

Auch wenn Sieber und ihr Dönertier erst am Anfang einer großen Erfolgsgeschichte stehen - wo türkische Kulinaria auf deutschen Geschäftssinn stoßen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

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Hurennudeln

2. August 2008, admin

Nicht erschrecken, es ist nichts Anrüchiges, was euch hier erwartet. Die “Pasta alla Puttanesca” kann nun mal nichts für ihren Namen, der übersetzt “Nudeln nach Huren-Art” bedeutet. Wie es zu diesem unrühmlichen Titel gekommen ist, lässt sich nicht mehr eindeutig klären, und eigentlich ist es auch völlig unwichtig: Hurennudeln heißen nicht nur cool, sie schmecken auch richtig lecker. Was sie für urbane Freaks so interessant macht, ist die Tatsache, dass die Sauce (fast) ausschließlich aus Konservenprodukten besteht und in Windeseile zubereitet ist. Da freut sich der Stadtmensch …

Man nehme (1-2 Portionen):Nudeln nach Huren-Art

  • Spaghetti (ohne Ei!), pro Person 80-100g
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Dose geschälte Tomaten oder Pizzatomaten
  • 1-2 in Salz eingelegte Sardellenfilets
  • 1-2 scharfe Peperoncini (getrocknet, frisch oder aus dem Glas)
  • entsteinte, schwarze Oliven (ohne Füllung)
  • Mediterrane Kräuter (Oregano, Basilikum, Thymian und was man sonst noch im Schrank hat)
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • Parmesan

 

Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden oder kurz (!) in den Häcksler werfen. Zusammen mit den Sardellen und den Peperoncini in Olivenöl anschwitzen (Nicht zu heiß anbraten, sonst verliert das Olivenöl seinen Geschmack. Faustregel: Es darf weder zischen noch spritzen). Wenn die Zwiebeln glasig werden, die Dosentomaten dazugeben, Deckel drauf und 10 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen. Normalerweise wird die Sauce nicht gesalzen, weil die Sardellen würzig genug sind.

Jetzt kann man schon mal das Nudelwasser anheizen.

Sobald das Nudelwasser kocht, etwas Salz und dann die Spaghetti rein. Falls man keinen hohen Topf hat, muss man einfach ein paar Sekunden warten, bis der untere Teil der Nudeln biegsam wird. Dann kann man sie mit einer Gabel vollständig unters Wasser drücken. Den Nudeltopf zudecken und auf kleinste Flamme stellen. Vorsicht: In den ersten Minuten kocht das Wasser manchmal hoch. Kochzeit: 7-8 Minuten.

Die Sauce wird nach den besagten 10 Minuten abgedeckt. Nach Belieben Oliven dazu geben (am Besten in Stücke zupfen und rein damit). Ohne Deckel weiterköcheln lassen, bis die Konsistenz angenehm ist. Dann von der Herdplatte nehmen, jetzt erst die Kräuter, den Pfeffer und einen Spritzer Olivenöl drauf. 1 Minute ziehen lassen.

Die Spaghetti abgießen, zurück in den Topf und mit einem Löffel der Puttanesca-Sauce verrühren, damit sie den Geschmack annehmen. Bitte die Nudeln nicht buttern oder ölen - das wäre absolut unitalienisch!

Pasta auf den Tellern verteilen, Sauce drauf und - je nach Gusto - mit Parmesan garnieren.  

(Dauert insgesamt ca. 25 Minuten, wobei man nicht länger als 10 Minuten aktiv kochen muss.)

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