Archiv für September 2008

Bronx Zoo

30. September 2008, admin

In New York leben nun mal nicht nur Menschen aus aller Welt - auch Tiere aus aller Herren Länder haben hier eine neue Heimat gefunden. Der Bronx Zoo ist einer der schönsten seiner Art an der amerikanischen Ostküste, und besticht durch seine Vielzahl an Bewohnern, von denen einige in freier Wildbahn gar nicht mehr zu finden sind.

Analog zum menschlichen New York, wo jede Nation ihr eigenes Viertel hat, bleiben auch die ”Immigranten” des Bronx Zoo gern unter sich: Aufgeteilt nach den Erdteilen Nord-/Südamerika, Asien und Afrika kann man hier die jeweilige Fauna in möglichst originalgetreuer Umgebung beobachten. Ganz neu im Programm ist der separate Madagaskar-Bereich.

Asien

Wer mit der U-Bahn anreist (Linien 2 und 5 bis East Tremont/West Farms Square) betritt das Konservatorium meistens auf der Asien-Seite. Hier gibt es imposante Raubtiere wie den Sibirischen Tiger zu bestaunen, aber auch faszinierende Vögel wie den aus dem Himalaya-Gebiet stammenden Schwarzhalskranich oder den schneeweißen Balistar (aus Bali). Der Schabrackentapir wiederum stammt aus den tropischen Regenwäldern Indonesiens und auf der malaiischen Halbinsel. Wegen ihrer langen, beweglichen Zunge (Tapire sind Pflanzenfresser) ist es ein regelrechtes Schauspiel, diesen Tieren beim Fressen zuzuschauen.

Afrika

Afrikas Tierwelt ist unfassbar vielseitig und exotisch. Ganz oben in der Hierarchie steht natürlich der Gorilla, auch wenn der Mensch es beinahe geschafft hat, diese gewaltigen Lebewesen auszurotten. In Gefangenschaft ist es beinahe unmöglich, die Primaten nachzuzüchten, umso stolzer ist man darauf, dass der Bronx Zoo über ein Exemplar verfügt. Natürlich gibt es hier auch noch eine Vielzahl anderer Affen zu sehen, zum Beispiel den madagaskenischen Lemur, sowie angsteinflößende Reptilien wie das Nilkrokodil

Nordamerika

Für uns Europäer sind die amerikanischen Bären besonders exotisch, zumal wir bei uns jedes Mal in Panik ausbrechen, wenn einer gesichtet wird, und sie lieber töten, anstatt ihre Neuansiedlung zu fördern. Wer dem Grizzly einmal aus nächster Nähe in seine traurigen Augen gekuckt hat, würde es jedoch nie übers Herz bringen, ein Gewehr auf ihn zu richten. Mindestens genauso süß sind die kalifornischen Seelöwen.

Südamerika

Hier handelt es sich um meinen persönlichen Lieblingsbereich des Zoos, weil ich hier einige Arten zum allerersten Mal live gesehen habe. Chinchillas, Titi-Affen und wilde Lamas gehören ebenso dazu wie Hamster und Stachelschweine.

Einige Fotos von den im Bronx Zoo beheimateten Arten findet Ihr hier …

BBQ in K-Town

29. September 2008, admin

Im Bereich 31ste bis 36ste Straße, zwischen der 5ten und 6ten Avenue liegt Koreatown, der Rückzugsort für alle Liebhaber des faszinierenden asiatischen Landes, seiner Kultur und … vor allem … seiner Küche.

In “K-Town”, wie die New Yorker das kleine Viertel gerne nennen, reiht sich ein Restaurant an das andere, und jedes von ihnen bietet das typisch koreanische Barbecue an: Bulgogi.

Das besondere an Bulgogi ist, dass man die rohen Fleischsorten bestellt - allesamt in hauchdünne Scheibchen geschnitten - und diese dann direkt am Tisch gegrillt werden. Schweinelende, Rinderhüfte, Speck, Tintenfisch, sie alle kommen auf die heiße Platte, wobei man sich immer an die Regel halten sollte, dass eine Sorte nach der andere verspeist wird. Die verschiedenen Fleischarten zu mischen, wäre höchst unkoreanisch!

Neben dem frischen Geschmack, ist die Art wie das Korean BBQ gegessen wird, besonders spannend. Nach dem Grillen nimmt man sich ein zwei Scheiben und legt sie in ein Blatt Romana-Salat, dazu kommt ein Stückchen Knoblauch und ein paar Sprossen. Dann legt man das Blatt zusammen und formt eine Kugel daraus, die fluchs im Mund verschwindet und eine echte Geschmacksexplosion auslöst.

Natürlich werden zum Bulgogi auch verschiedene Beilagen gereicht - aber Vorsicht, denn diese kommen keinesfalls ins Salatblatt, außer man möchte sich als doofen Touristen entlarven. Die Koreaner essen gerne Tofu, dieser befindet sich fast immer auf dem Tisch, in den verschiedensten Variationen und Schärfegraden. Auch Eierstich gehört zum Pflichtprogramm, und sollte nicht verschmäht werden, will man dem Koch nicht auf den Schlips treten.

A propos auf den Schlips treten. An Koreas Tischen herrschen strenge Sitten und Bräuche, und so kommt es, dass der koreanische Nationalschnaps, Soju, gemäß besonderem Ritual getrunken wird. Zum einen darf man sich nie sein eigenes Glas einschenken, sondern immer die der anderen, und einer der anderen schenkt einem dann das eigene ein. Zum anderen muss man darauf achten, die Älteren nicht vor den Kopf zu stoßen, indem man beim Einschenken nur eine Hand benutzt. Ist man selbst der Jüngere, muss man - egal, ob man das Glas oder die Flasche hält - immer beide Hände benutzen, der Ältere hingegen benutzt nur eine.

Ihr seht: Zum kulinarischen Genuss kommt der spannende Eindruck einer Kultur, mit der wir Europäer fast nie in Berührung kommen, obwohl sie so faszinierend ist wie nur wenige andere auf dieser Welt.

 

Heimatgefühl auf der 5th Avenue

28. September 2008, admin

Deutsche NationalfarbenDer September steht in New York stets im Zeichen der “German Americans” und ihres Ursprungslandes. Auch dieses Jahr füllten verschiedene Veranstaltungen mit Deutschland-Bezug die Stadt-Agenda, doch das eigentliche Highlight wartete - wie immer - am Schluss: die Steuben-Parade. Dieser Trachtenumzug entlang der Fifth Avenue erinnert an den aus Preußen stammenden General von Steuben und seine Verdienste im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Lederhos’n und deutsches Bier, Blasmusik und Schuhplattler sind ebenso ein fester Teil der Steuben Parade wie Karnevalsgarden, Schützenmarsch und Funkemariechen. Die bunte Mischung aus deutschen Bräuchen verschiedener deutscher Regionen ist witzig, haut einen aber auch nicht um. Der Wesentliche Unterschied zu einer deutschen Parade ist wohl, dass bei uns um einiges mehr getrunken werden würde.

Lustig ist es trotzdem gewesen. Verblüfft war ich jedoch, als ich später am Abend - eher zufällig - bemerkte, dass die Spitze des Empire State Buildings in den deutschen Nationalfarben beleuchtet wurde. So sieht deutsch-amerikanische Freundschaft aus.

So lässt sich’s leben

27. September 2008, admin

WohnturmDer Madison Square Park ist ein idyllisches Fleckchen. Flatiron Building, MetLife Clocktower und die Denkmäler zu Ehren von William Seward, Chester Arthur, William Worth und Admiral Farragut verleihen dem quadratischen Platz ein historisches Flair. An dieser Stelle einen glasverkleideten Turm mit Luxuswohnungen zu errichten ist also ein relativ waghalsiges Unterfangen, will man das einzigartige Ensemble nicht zerstören. Doch die New Yorker haben sich noch nie darum geschert, ob ein Haus nun zum anderen passt oder nicht - umso logischer ist es, dass genau so ein Projekt gerade im Gange ist.

Kein geringerer als Rem Koolhaas hat den schlanken Tower konzipiert. Schlank deshalb, weil er trotz 50 Stockwerken eine geradezu lächerliche Grundfläche aufweist und sofort an ein Streichholz erinnert, wenn man vom Boden aus an ihm hinaufsieht. Bemerkenswert ist auch, dass es sich um einen reinen Wohnturm handeln wird - was an sich nicht ungewöhnlich ist in New York City, wo ein Großteil der Wolkenkratzer auch für Privatbehausungen genutzt wird - aber eine derart transparente Fassade ist sonst eher typisch für Bürokomplexe.

Diejenigen, welche sich eine Wohnung in dem exklusiven Haus leisten können (das billigste Apartment im untersten Stockwerk wird ca. 3 Mio. Dollar kosten), müssen also damit leben, dass ihnen die Touristen auf der Aussichtsplattform des Empire State Building direkt ins Wohnzimmer schauen können. Doch bei der exzentrischen Mentalität der meisten New Yorker muss man vielleicht sogar davon ausgehen, dass das so gewollt ist. Schließlich ist Reichtum nur halb so viel wert, wenn man ihn nicht zeigt, oder?

Der Turm wird definitiv neue Maßstäbe in Sachen Hochhausarchitektur setzen, denn er steht für ein ganz neues Lebensgefühl. In New York geht es längst nicht mehr nur um die Höhe, schließlich ist der alte Wettbewerb, wer der Stadt den gigantischsten Skyscraper verpasst, ausgekämpft, seit das World Trade Center zerstört wurde. Niemand möchte höher bauen als der Freedom Tower, denn dieser soll ein Symbol für die Ewigkeit werden, also konzentriert man sich auf andere Facetten der Superlative.

Aus “Höher, schneller, weiter” wird “Schöner, teurer, prächtiger” - wer weiß, ob das nicht sogar das bessere Motto für New York sein könnte?!
77.am

Von Chinatown nach Chinatown

26. September 2008, admin

Dass in Chinatown vor allem Billigware angeboten wird, habe ich hier schon das eine oder andere Mal erwähnt, ebenso wie die Tatsache, dass Dienstleistungen dort oft nur einen Bruchteil dessen kosten, was man ein paar Straßen weiter im Financial District bezahlt. Was die wenigsten wissen: Die Chinatowns der verschiedenen amerikanischen und kanadischen Städte sind mit eigenen Buslinien mit einander vernetzt und ermöglichen so, dass man zwischen ihnen - na, was wohl? - unschlagbar günstig hin und her reisen kann.

Die Chinatown Buses sind vor allem den in New York lebenden ausländischen Studenten ein Begriff - sie müssen schnell lernen, wie man in dieser teuren Stadt zurechtkommt. Und aus ihr herauskommt. Denn NY liegt in einer der interessantesten Gegenden Amerikas und ist umgegeben von grandiosen anderen Städten, die es zu bereisen gilt.

Deshalb mein Tipp: Egal, ob man im Urlaub ist oder zeitweise dort lebt - wer von New York nach Philadelphia, Washington oder auch Toronto möchte, zahlt mit einem Chinatown Bus meist nur 10 - 20 Dollar. In Sachen Fahrkomfort können sie allerdings nicht mal annähernd mit einem Greyhound mithalten. Und das will was heißen, denn die ur-amerikanische Busgesellschaft steht auch nicht gerade für Luxustransporte.

Romantik im Battery Park

26. September 2008, admin

Obwohl New York über eine Unmenge von Parks verfügt, bleiben die meisten von Touristen unbeachtet. Den Central Park steuert man meist gleich am ersten Tag an - das war es dann aber auch schon, denn es sind ja nicht die Bäume und Vögel wegen der man hierher gekommen ist, sondern die brummenden Straßen, die mächtige Hochhauskulisse und der dekadente Lifestyle einer Weltmetropole.

Hat man jedoch die ersten Tage und Wochen hinter sich, spürt man auch, warum die New Yorker selbst geradezu verrückt sind nach ihren Grünflachen. Das Leben zwischen den Häuserschluchten ist schlichtweg zu anstrengend. Wer nicht selbst im Wolkenkratzer wohnt (und zwar auf einer der oberen Etagen) und es sich nicht leisten kann, den ganzen Tag mit dem Taxi herumkutschiert zu werden, fühlt sich von Manhattan bereits nach kürzester Zeit überfordert. Man bleibt natürlich trotzdem da - schließlich sind auch die Vorteile des Lebens in der Megalopolis nicht von der Hand zuweisen - aber man versucht, so oft wie möglich, ein wenig Ruhe zu finden, frische Luft zu atmen und … ja … Bäume und Vögel zu sehen.

Natürlich hat jeder New Yorker seinen ganz eigenen Lieblingspark: So ist der Madison Square Park ein typischer Brotzeit-Park für die Bürohengste aus den umliegenden Business-Türmen, während man im Washington Square Park eher auf Studenten und Hundebesitzer im Rentenalter trifft, die sich hier ihre Freizeit vertreiben und die Sonne genießen. Romantiker bevorzugen jedoch fast immer den Battery Park, den - meiner Meinung nach - zweitschönsten der Stadt nach dem Central Park.

Da wäre zum einen die Kulisse, die ihn umgibt: Zur einen Seite ragen Woolworth Building und die anderen Wolkenkratzer von Downtown und TriBeCa empor. Zur anderen Seite schaut man über das glitzernde Wasser nach Hoboken und Jersey City. Außerdem wird der Park von zahlreichen schicken Bars und Restaurants gesäumt, so dass Verliebte nach (oder vor) einem Spaziergang ohne Weiteres auf einen Drink einkehren können, um dann weiter die Uferpromenade entlang zu schlendern und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Ein weiterer Romantik-Faktor sind die idyllisch angelegten Wege, die durch die Anlage führen und ab Sonnenuntergang von kleinen Lämpchen in warmes Licht getaucht werden. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass man im Battery Park auch bei Dunkelheit keine Angst haben muss, überfallen zu werden. Für Sicherheit sorgen außerdem die Sicherheitspatrouillen des NYPD, die in niedlichen Golf-Caddies durch den Park tuckern.

 

Geheimtipp: Pakistan Tea House

24. September 2008, admin

Dass man im Big Apple besonders lecker essen kann, braucht man niemandem zu erklären. Delikatessen aus aller Herren Länder haben die Stadt zu einem Hot-Spot für Gourmets gemacht - allerdings ist authentische Küche hier wie überall in den USA meist nur zu erschreckend hohen Preisen zu haben.

Gut, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Eine von ihnen ist das Pakistan Tea House im Promi-Viertel TriBeCa, 176 Church Street. Man muss tatsächlich genau hinschauen, denn der kleine Imbiss mit ein paar Plastikstühlen und bis zur Decke gefliesten Wänden sieht an sich nicht gerade einladend aus. Dennoch erkennt man an der langen Schlange: “Hier muss es was Gutes geben.”

Und das tut es. Sämtliche Gerichte (je nach Tag, 5-7 verschiedene Hauptgerichte), egal ob Lamm, Huhn oder Rind, sind auf original pakistanische Art geschmort und bringen einen Hauch von Orient ins coole New York. Dazu werden, ganz nach dem eigenen Geschmack, Linsen, Kichererbsen, Gemüse oder Kartoffeln gereicht.

Und weil das Essen nicht nur lecker, sondern auch noch besonders üppig ist, wundert es umso mehr, dass das teuerste Gericht im Pakistan Tea House tatsächlich nur $ 10.95 kostet.

The Highline - ein Park auf Stelzen

23. September 2008, admin

Da haben ein paar engagierte New Yorker mal wieder bewiesen, dass sie ihre Stadt so lieben wie sie ist. In der Westside von Manhattan befindet sich ein seit Jahren ungenutzter Gleistrakt auf Stelzen, der über die Jahre von der Natur erobert wurde, so dass sich dort bis heute ein regelrechtes Biotop entwickeln konnte.

Dieser “Garten in der Luft” ist den in Chelsea und dem Meatpacking District wohnenden Bürgern so sehr ans Herz gewachsen, dass sie seinen Abriss bisher verhindern konnten. Denn wirtschaftlich sinnvoll ist die marode Konstruktion natürlich nicht, und so hat die Stadtverwaltung ursprünglich beschlossen, sie dem Erdboden gleichzumachen. Mit Spendengeldern konnte man nun jedoch einen anderen Weg finden, die sicherheitsrelevanten Sanierungen durchzuführen und den Pflanzen und Tieren, die sich mittlerweile auf The High Line eingenistet haben, ihren Lebensraum sichern.

Für Spaziergänger ist der schwebende Park bisher noch nicht frei zugänglich, doch wenn die Initiatoren der Kampagne sich weiter ins Zeug legen, kann man dort oben vielleicht bald schon picknicken …

“Kalimera” in Astoria

22. September 2008, admin

Griechen in New YorkIn New York hat fast jede Einwanderergruppe ihr eigenes Viertel. Dies heißt zwar weder, dass alle Chinesen in Chinatown leben, noch dass es in Little Italy keine Puertoricaner gäbe, doch die jeweilige “Szene” ist meist in festen Bezirken lokalisiert. Dies ändert sich auch nicht, wenn man den Manhattaner Mikrokosmos verlässt. Brooklyn beispielsweise ist aufgeteilt unter Afroamerikanern, orthodoxen Juden und Latinos, ebenso wie man in der Bronx neben der schwarzen Mehrheit auch ganze Straßenzüge vorfindet, die von Italienern bevölkert werden.

Zu jenen Gegenden, die vom touristischen Andrang bisher weitestgehend verschont geblieben sind, obwohl die Einwanderungsgeschichte New Yorks sehr originell wiederspiegeln, gehört Astoria im Westen von Queens. Wie im ganzen “Borough” herrscht auch hier eine gutbürgerliche Atmosphäre; gepflegte Straßen und schnuckelige Backsteinhäuser prägen das Bild. Umso drolliger erscheinen all die griechischen Schriftzüge an den Geschäften und auf den Menü-Tafeln der Restaurants und Kneipen. Im Supermarkt gibt es Produkte aus dem Mittelmeerraum zu kaufen - und das nicht selten zu günstigeren Preisen als im Hellenenreich. Vor allem, wer sich nach Tagen voll von weichem Toast und fadem Schinken mal wieder nach einem knusprigen Brötchen oder pikanter Wurst sehnt, wird glücklich sein, sich hierher verirrt zu haben.

Natürlich hat Astoria keine herausragenden Sehenswürdigkeiten zu bieten, da es sich eigentlich um ein klassisches New Yorker Wohnviertel handelt. Dennoch spürt man deutlich, dass das Lebensgefühl hier vom Takt des östlichen Mittelmeers geprägt ist: Neben den Griechen haben sich in den letzten Jahrzehnten auch andere balkanstämmige Einwanderer sowie Libanesen, Syrer und Ägypter niedergelassen.

Der weite Weg nordwärts bis über die Triborough Bridge lohnt sich übrigens vor allem, wenn man abends in einer der malerischen Restaurants essen möchte. Rund um den Astoria Boulevard und den Ditmars Boulevard befinden sich zahlreiche Fischlokale und Tavernen, die mediterrane Grillspezialitäten und europäische Weine anbieten. Die Preise sind zwar höher als in der Burger-Bude, aber irgendwann hat man ohnehin keine Lust mehr auf Fritten und Hackfleisch, und billiger als in Manhattan isst man hier allemal.

Shopping Guide New York

21. September 2008, admin

Wer zum Einkaufen nach New York kommt, und im Ernst gedacht hat, ein Wochenende sei hierfür genug, wird entweder mit leeren Taschen zurück nach Hause kommen oder vor lauter Shopping-Stress erst mal eine zusätzliche Woche Urlaub in Wellness- oder Designhotels benötigen, sonst droht ein echter Nervenzusammenbruch. Denn: New York ist - anders als die Fernsehberichte der letzten Monate es einem weiszumachen versuchen - KEIN Billig-Paradies, Dollarkurs hin oder her.

Will man wirklich ein paar Teile erstehen, die so günstig sind, dass man hinterher auch noch weiß, wieso man eigentlich um die halbe Welt geflogen ist, muss man eigentlich ins ländliche New Jersey rübermachen, wo sich die Outlet Center mit Dumping-Preisen gegenseitig unterbieten. Vom hochgelobten New Yorker Shopping-Flair ist dort jedoch nicht mehr viel zu spüren.

Gesegnet ist deshalb, wer den Urban Freak Blog gelesen hat, denn ich habe für Euch die günstigsten Adressen für Hipster und Label-Lovers ausgegraben.

1. Century 21: Im Herzen von Downtown, direkt am Ground Zero gelegen, bietet das Kaufhaus Designermode zu günstigsten Konditionen. Klassische Herrenmode, Damenschuhe und Handtaschen sind die favorisierten Objekte von Einheimischen wie Touristen, die hier über die Wühltische herfallen - wer die nötige Geduld mitbringt (das Angebot ist wirklich riesig), wird bestimmt fündig.

2. Filene’s Basement: Am Union Square finden geizgeile Modefreaks alles, was das Herz begehrt. Eine Alexander-McQueen-Lederjacke für unter 500 Dollar? Kein Problem! Eine Calvin-Klein-Robe für schlappe 150 Mäuse? Greif zu! Klar, die Preise bewegen sich größtenteils noch immer im dreistelligen Bereich - dennoch zahlt man in diesem dreistöckigen Einkaufsparadies meist nur einen Bruchteil dessen, was die Teile ursprünglich gekostet haben. Wird eine Klamotte nicht binnen einer Woche verkauft, reduziert man es alle paar Tage weiter. So lange, bis es weg ist.

3. DSW: Der Schuhmarkt befindet sich im selben Gebäude wie Filene’s Basement und führt ausschließlich Fußbekleidung. Vom Sneaker für den Herren bis zum High-Heel fürs weibliche Geschlecht wird ein recht ausgewogener Querschnitt durch die Linien der verschiedenen Designer geboten.

4. Loehman’s: Die Adresse 101 7th Avenue sollten sich vor allem die jüngeren Shopping-Jünger merken. Das Geschäft ist geradezu vollgestopft mit Guess, DKNY und anderen In-Labels. Allein, um all die T-Shirts durchzugehen, benötigt man mindestens zwei Stunden.

Natürlich wird ein Einkaufstrip nach NYC nur dann zum perfekten Erlebnis, wenn man mindestens auch ein exklusives Teil mit nach Hause nimmt. Hier sind die Boutiquen in SoHo die richtige Adresse, auch wenn man für das selbe Geld meist mehrere Teile aus einem der oben genannten Läden bekommen hätte.

Seitenanfang

Seitenanfang